Das aktuelle Wetter NRW 8°C
Pannenserie

Aufsichtsrat feuert Berliner Flughafenchef Schwarz

16.01.2013 | 16:26 Uhr
Aufsichtsrat feuert Berliner Flughafenchef Schwarz
Rainer Schwarz ist nicht länger Geschäftsführer des Flughafens Berlin-Brandenburg.

Berlin.   Die Pannenserie rund um den neuen Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) hat weitere Konsequenzen: Der BER-Aufsichtsrat feuerte am Mittwoch Flughafenchef Rainer Schwarz. Ein Nachfolger für den Posten des Geschäftsführers wurde noch nicht benannt.

Nach dem erneuten Debakel in Schönefeld muss der umstrittene Flughafenchef Rainer Schwarz seinen Hut nehmen. Der Aufsichtsrat entband ihn am Mittwoch von seinen Aufgaben als Geschäftsführer, wie der neue Chefaufseher des Hauptstadtflughafens, Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), mitteilte.

Der 55-Jährige Schwarz hatte den Posten seit Dezember 2005 inne. Ein Nachfolger wurde noch nicht benannt.

Flughafen
Matthias Platzeck ist neuer Aufsichtsratschef

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) ist neuer Aufsichtsratschef der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg. Der Aufsichtsrat ist am Mittwoch zu einer Sondersitzung zusammengekommen, um nach dem Flughafen-Desaster über wichtige Personalentscheidungen zu beraten.

Wegen Baumängeln musste die Inbetriebnahme des Airports kürzlich bereits zum vierten Mal verschoben werden. Zuvor hatte es in den vergangenen Monaten bereits zwischen den drei Flughafengesellschaftern von Bund und Ländern Streit über die Rolle von Schwarz gegeben.

Der Aufsichtsrat war auf dem Flughafengelände in Schönefeld zu einer mehrstündigen Sitzung zusammengekommen, um über Konsequenzen aus dem erneuten Debakel beim Bau des Hauptstadtflughafen zu beraten. Platzeck wurde als Nachfolger von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) einstimmig zum neuen Aufsichtsratschef gewählt, Wowereit ist nun sein Stellvertreter. (dapd)



Kommentare
16.01.2013
18:52
Bei einem Jahresgehalt
von Kommma | #2

von ca. 500.000 € hat so ein Rauswurf nix schlimmes - denn bis Ende der Vertragslaufzeit hat Er Anspruch auf 80% seiner Bezüge...

16.01.2013
17:50
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

1 Antwort
Aufsichtsrat feuert Berliner Flughafenchef Schwarz
von cvoertzen | #1-1

Na klar. Jetzt noch nachbohren! Vielleicht noch fragen, wer diese Flachpfeife denn überhaupt auf das lukrative Pöstchen gesetzt hat? Oder hinterfragen, warum der Mann in voller Kenntnis des aboluten Desasters beim Bau vor kurzem noch eine fünfjährige Vertragsverlängerung bekommen hat? Ooooch nö. Wer will denn sowas wissen? Der Mann ist weg, und Schwamm drüber!

Aus dem Ressort
Bochumer Betriebsrat wirft Opel Fehler bei Abfindungen vor
Opel
Rund drei Monate vor dem Aus der Autoproduktion im Bochumer Opel-Werk ist ein Streit um die Abfindungen für rund 800 Beschäftigte entbrannt. Betriebsratschef Rainer Einenkel warf dem Unternehmen fehlerhafte Berechnungen vor. Auch bei Daimler in Düsseldorf gibt es Unruhe.
Siemens verkauft Haushaltsgeräte-Sparte komplett an Bosch
Siemens
Der Münchener Technologiekonzern überlässt Bosch seinen Anteil des Hausgeräteriesen BSH für drei Milliarden Euro. Dafür steigt der Technologiekonzern mit dem Kauf von Dresser-Rand in den US-Gasmarkt ein. Mit der Abgabe von BSH trennt sich Siemens von der letzten Schnittstelle mit Konsumenten.
So erkennen Sie die echten neuen Zehner
Geldschein
Der neue Zehn-Euro-Schein ist ab diesem Dienstag im Umlauf und an Geldautomaten und Bankschaltern zu bekommen. Durch Hologramm und Wasserzeichen mit der mythischen Figur Europa soll er fälschungssicherer sein. Ein Speziallack macht ihn zudem haltbarer. Für 2016 ist der neue Zwanziger angekündigt.
Wie Hövelmann sein Getränke-Imperium in Duisburg aufbaute
Getränke
Er gilt als „Duisburgs größter Durstlöscher“, hat hartnäckig nach Wasser gebohrt, sich mit der Sinalco-Übernahme einen Traum erfüllt und damit das Familienunternehmen zu einem der absatzstärksten Mineralbrunnenbetriebe in Deutschland ausgebaut: Hermann Hövelmann wird am Montag 80 Jahre alt.
Bosch übernimmt BSH von Siemens für drei Milliarden Euro
Konzernübernahme
Der Technologiekonzern Bosch kauft Siemens für drei Milliarden Euro 50 Prozent des gemeinsamen Hausgerätekonzerns BSH ab und übernimmt ihn damit komplett. Der Name Siemens darf weiterfür die Produkte verwendet werden. Das Kartellamt muss der Übernahme noch zustimmen.
Umfrage
Jeder dritte Deutsche fordert ein Verkaufsverbot für Weihnachtsgebäck im Spätsommer . Und Sie?

Jeder dritte Deutsche fordert ein Verkaufsverbot für Weihnachtsgebäck im Spätsommer . Und Sie?