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Auch Rösler beklagt die wachsende Ungleichheit

20.01.2015 | 00:12 Uhr

Davos. Manche Leute wissen nicht, wohin mit ihren Milliarden. Flugunternehmer Richard Branson hat einen Raumfahrtbahnhof in die Wüste von New Mexico bauen lassen, der nun leersteht. Elon Musk, Mitgründer des Bezahldienstes Paypal, arbeitet am Bau einer Vakuum-Röhre, durch die Menschen mit 1200 Stundenkilometern reisen sollen. Mit sehr viel Geld ist sehr viel möglich, manchmal.

Einige der Superreichen kommen ab morgen zum Weltwirtschaftsforum (WEF) nach Davos, auch von ihrer Anwesenheit lebt diese Veranstaltung. Die Milliardäre lassen sich für ihre Erfolge feiern – und für ihre Wohltätigkeit.

Gerade jetzt aber birgt dieser Charakter des WEF für die Organisatoren eine besondere Herausforderung. Denn eines der großen Themen ist die zunehmende Ungleichheit zwischen Reich und Arm. Aufs Neue initiiert hat die Debatte der französische Ökonom Thomas Piketty mit seinem Buch „Das Kapital im 21. Jahrhundert“. Das WEF muss nun den Spagat hinkriegen, die oberen Zehntausend zu hofieren, sich im selben Augenblick aber von ihnen zu distanzieren.

Diesen Spagat wagt auch der frühere FDP-Chef Philipp Rösler, jetzt WEF-Manager. Er schrieb kürzlich: „Wachsende Ungleichheit würde eine der gängigsten Annahmen über unsere Wirtschaft infrage stellen: dass Wachstum für Wohlstand für alle sorgt.“

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2015-01-20 00:12
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