Auch die Bahn sammelte Mitarbeiter-Krankendaten
04.08.2009 | 22:45 Uhr 2009-08-04T22:45:00+0200
Berlin. Die Deutsche Bahn hat in der Vergangenheit in noch größerem Ausmaß Mitarbeiterdaten erfasst als bislang bekannt. Neben Unternehmen wie der Deutschen Post und Lidl sammelte auch der Staatskonzern illegal krankheitsbezogene Daten von Mitarbeitern. Datenschützer fordern Aufklärung.
Die Deutsche Bahn hat brisante Gesundheitsdaten ihrer Mitarbeiter gesammelt. Bei der Sicherheitstochter des Konzerns seien Listen mit krankheitsbezogenen Daten der Beschäftigten geführt worden, teilte der Konzern am Dienstag in Berlin mit. Das Unternehmen will sich von den verantwortlichen Mitarbeitern nun trennen.
Der Bahn-Vorstand erhielt den Angaben aus dem Konzern zufolge zunächst interne Hinweise darauf, dass die Listen bei den Regionalbereichen von DB Sicherheit geführt und die Daten innerhalb des Konzerns weitergegeben wurden. Eine externe Untersuchung durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, die schon bisher die Datenaffäre bei der Bahn geprüft hat, haben den Verdacht schließlich bestätigt.
Personelle Konsequenzen
Kritisch war demnach, dass es sich nicht um arbeitsplatzspezifische Daten handelte. So dürfen Unternehmen etwa Daten über Krankheiten sammeln, wenn diese offenbar direkt mit der Arbeit der Betroffenen in Verbindung stehen. Dies war bei der Bahn aber nicht der Fall, vielmehr handelte es sich den Angaben zufolge um Gesundheitsdaten allgemeiner Natur. Die Mitarbeiter von DB Sicherheit sind unter anderem für die Bewachung von Bahnhöfen und die Sicherheit in den Zügen verantwortlich.
Der Konzernvorstand habe daher sofort personelle Konsequenzen gezogen und werde sich von den entsprechenden Mitarbeitern trennen, erklärte die Bahn. Auch habe das Unternehmen bereits die notwendigen organisatorischen Maßnahmen eingeleitet, damit sich der Vorfall nicht wiederholen könne.
Die Bahn steht seit Monaten aufgrund ihrer Datenaffäre in der Kritik. Der Konzern hatte im Kampf gegen Korruption im eigenen Haus seine Mitarbeiter systematisch überprüft und überwacht. Dabei machten sich nach Erkenntnissen der Ermittler Mitarbeiter der Konzernsicherheit und der für die Korruptionsbekämpfung zuständigen Konzernrevision teils auch strafbar. Zudem verstießen sie gegen das Datenschutzgesetz, das Betriebsverfassungsgesetz, Konzernrichtlinien und die Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmer.(afp)

09:25
wen wunderts... der rollstuhlfahrer und kleingeldempfänger von der schwarzen fraktion macht es doch allen vor - sammelt daten wie bekloppt, in der hoffnung, endlich mal den binladen fangen zu können. was diesem deppen einfällt, meinen andere nachäffen zu können. merke - wenn der kopf dumm ist, können die glieder nicht schlauer sein.....
07:33
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06:28
#7
wenn schon dann bitte 0,042 Cent. Soviel Zeit muß sein.
Außerdem kann auch bei allergrößtem Wohlwollen, keinen Zusammenhang zwischen dem Artikel, den Kommentaren und speziell deinem Kommentar entdecken.
05:17
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21:52
Ich als Bahnmitarbeiter sehe das ganze wesentlich entspannter. Wenn ich krank bin oder war spreche ich auch mit meinen Kollegen und mit meinen Vorgesetzten darüber, freiwillig wohlgemerkt. So wird es wohl auch in anderen Firmen und Betrieben sein. Das jemand im Kollegenkreis nicht über seine Krankheit spricht. habe ich in über 40 Jahren nicht erlebt.
Es wäre auch weltfremd.
Wenn dann ein Personalsachbearbeiter meint solche Daten sammeln zu müssen, na und? Wenn es ihn denn glücklich macht, soll er es tun oder auch lassen , er kann sowieso nichts damit anfangen, weil, wie wir jetzt wissen, solche Praktiken illegal sind. Also nicht allzu viel Gedanken darüber machen. Es lohnt nicht.
21:09
Wann geht denn der Erste mal im Knast? Ach das geht nicht weil Politiker für alle Straftaten nur eine Bewährung bekommen??
20:38
Krankendaten zu sammeln ist doch bei grossen Unternehmen nichts neues.
Alle Firmen, die das Betriebliche Eingliedrungsmanagement (BEM) umsetzen sammeln zwangsläufig die Krankendaten, um bei Krankengesprächen mit dem Mitarbeiter eine berufliche Wiedereingliederung zu finden.
19:50
nd wehe jm. der Angestellten vergisst sein eigenes Ticket zu bezahlen.
Der kannsich gleich seine Papiere abholen gehen,denn nur der perfekte Mitarbeiter/Lohnsklave wird benötigt.
16:54
Der Mehdorn-Verein war einfach kriminell. Zur Rechenschaft wurde er nie gezogen. Euronen haben ihm den Abgang versüßt.
14:46
Naja, was regen wir uns über die Datenschutzverstöße unserer Unternehmen auf? Die USA dürfen unkontrolliert alle unsere Bankkonten und Verbindungen einsehen und Herr Schäuble mit seiner neuen Superüberwachungsbehörde Bundesverwaltungsamt in Köln überwacht doch auch von Email bis Telefon alles mehr oder weniger unkontrolliert.