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Wirtschaftskrise

Arcandor-Chef Eick hält Karstadt für sanierungsfähig

29.08.2009 | 15:41 Uhr
Arcandor-Chef Eick hält Karstadt für sanierungsfähig

Essen. Karstadt sei rentabel - davon ist der scheidende Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick überzeugt. Dafür müsse man sich allerdings von einigen Häusern trennen. Eine Fusion mit Kaufhof sei nicht notwendig. Die Kritik an seiner Abfindung über 15 Millionen Euro weist Eick als "ungerecht" zurück.

Der scheidende Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick sieht auch nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens bei der angeschlagenen Warenhauskette Karstadt am Dienstag gute Chancen für das Unternehmen. «Man kann Karstadt rentabel betreiben, davon bin ich zutiefst überzeugt», sagt Eick, der voraussichtlich ebenso wie vier seiner Vorstandskollegen mit Eröffnung des Verfahrens sein Amt niederlegen wird, dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» laut Vorabbericht vom Samstag.

Dazu sei es aber notwendig, sich von unrentablen Häusern zu trennen und weitere Einsparpotenziale zu heben, erläuterte Eick. Eine Fusion mit Kaufhof hält Eick dagegen für «nicht zwingend notwendig». Auch die Versandhandelssparte Primondo, zu der unter anderem Quelle gehört, habe gute Chancen zu überleben. Durch die Insolvenz könnten Sanierungsmaßnahmen nun wesentlich zügiger und günstiger umgesetzt werden.

Es fehlen 100 Millionen Euro

Eick bedauerte, dass er sein Versprechen, Arcandor als Ganzes zu erhalten, nicht eingelöst habe: «Uns fehlten auf die nächsten fünf Jahre gesehen rund 100 Millionen Euro von den Eigentümern, um den Konzern auf gesunde Beine zu stellen.» Dazu seien aber weder die Familie Schickedanz noch das Bankhaus Sal. Oppenheim willens oder in der Lage gewesen.

Trotz der anstehenden Insolvenz hat Eick seinen Wechsel von der Telekom zu Arcandor nicht bereut. «Ich würde es noch einmal versuchen, denn ich sehe nach wie vor die Stärken des Unternehmens: sehr starke Marken und sehr motivierte Mitarbeiter.»

Kritik an seiner Abfindung in Höhe von 15 Millionen Euro weist Eick als «nicht gerecht» zurück. Die Summe zahle schließlich nicht Arcandor, sondern der Großaktionär Sal. Oppenheim. Das Bankhaus hatte Eick garantiert, dass er, auch im Falle einer Insolvenz, in den nächsten fünf Jahren jeweils drei Millionen Euro erhalten werde. (ddp)

DerWesten

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Kommentare
30.08.2009
06:59
Arcandor-Chef Eick hält Karstadt für sanierungsfähig
von EuerBraunbaer | #15

Aber Leute, jeder der hier über diese Denker und Lenker in der Wirtschaft meckert ist doch total unqualifiziert. Ja man muß schon ein abgeschlossenes Hochschulstudium haben um überhaupt in die Reichweite eines solchen Jobangebotes zu kommen. Zu einem Rouinierer geboren zu sein reicht nicht, man muß diesen Job richtig studiert haben. Schließlich wollen Kapitaleigner und Aufsichtsräte auch die Gewissheit haben, daß der von ihn Auserwählte die Kiste auch in den Sand setzt und nicht nur bloß daneben. Das kann man von einem Menschen mit beruflichem Schmalspurhintergrund nicht erwarten.
Noi, noi, so was geht nun überhaupt nicht. Und was die Entlohnung betrifft, die ist doch wohl vollkommen in Ordnung. Oder? Ein Bulle wird auch nicht für die Zeit, in der er seinen Job erledigt bezahlt, sondern für seine Leistung.
Was die Zukunftsperspektive solcher Rouinierer betrifft, so ist diese ganz klar vorgezeichnet. Entweder sie finden einen neuen Job in der Wirtschaft, es bleibt ja noch viel zu tun, oder, falls das Alter stimmt, lassen sie sich ihre Rente vorab auszahlen. Und letztendlich bleibt da ja noch die Politik. Hier allerdings warten noch größere Aufgaben auf sie. Für deren erfolgreiche Bewältigung ist ganz einfach eine bestimmte Qualifikation eine unabdingbare Voraussetzung.
Mein Rat an alle die hier bei der WAZ meckern: Üben Leute, üben, denn als Geringqualifizierte bekommt ihr einen solchen Job nie. Es liegt an Euch.

29.08.2009
20:44
Arcandor-Chef Eick hält Karstadt für sanierungsfähig
von immerNett | #14

@13 Arbeiten, Weiterbilden und sich sonst noch vorbereiten, und es zu etwas bringen.

29.08.2009
19:40
Arcandor-Chef Eick hält Karstadt für sanierungsfähig
von Marxistin | #13

Würg, kotz, was sollen wir sonst noch tun?

29.08.2009
19:37
Arcandor-Chef Eick hält Karstadt für sanierungsfähig
von peterpop | #12

Genau aus diesem Grund sind die Bürger von den Parteien enttäuscht.Leistung soll sich lohnen tönt es vom FDP Plakat,darüber kann man nur lachen..

29.08.2009
19:18
Arcandor-Chef Eick hält Karstadt für sanierungsfähig
von Pfeifender Hase | #11

@globi:
Was hat jetzt Herr Eick mit solchen Zahlen zu tun? Er hat seinen Vertrag, und er hat seine Rente. Mit ein wenig Glück noch den einen oder anderen Beratervertrag und Aufsichtsratsjob, um die kargen Bezüge ein wenig aufzubessern. Damit ist der Mann mehr als genug beschäftigt. Was schert den noch eine tote Firma?

29.08.2009
19:09
Arcandor-Chef Eick hält Karstadt für sanierungsfähig
von globi | #10

Meldung der SZ vom 29.8.09 :

Middelhoff hat die Arcandorbilanz mit 4,3 Millarden Goodwill auf der Habenseite angereichert, bei noch 177 mio EK.
Dabei wurde entgegen den konservativen Bewertungsvorschriften allein der Thomas-cook-Anteil mit 2,9 Millarden bewertet, derzeitiger Börsenwert für die 53 % = 1 milliarde Eu.
Wenn man für Karstadt (hat keine Immobilien mehr ) u. Quelle noch 600 mio. für Inventurware, Regale u. Stellagen rechnet, so kommt man statt auf 4,3 Millarden auf eine Differenz von 2,7 Millarden Euro; im Klartext die Unterdeckung bei Arcandor beträgt mehrere Millarden Eu. , das weiss doch auch der Finanzfachmann Eick, was will er da noch mit 100 mio. ? , die Altschulden erschlagen den ganzen Laden doch regelrecht !

29.08.2009
18:32
Arcandor-Chef Eick hält Karstadt für sanierungsfähig
von Peter Pan | #9

Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick: «Man kann Karstadt rentabel betreiben, davon bin ich zutiefst überzeugt»
Gleichfalls bedauerte Eick, dass er sein Versprechen, Arcandor als Ganzes zu erhalten, nicht eingelöst habe.

Nun stellt sich dem Leser die Frage, warum konnte Karl-gerhard Eick sein gemachtes Versprechen Arcandor als Ganzes zu erhalten nicht einhalten und warum konnte er in seiner Zeit der Konzern-Leitung Karstadt nicht rentabel betreiben.

Sollte die Antwort etwa darin liegen das er nur nach der Kohle geschielt hat und überhaupt an eine Sanierung des Konzerns nie und nimmer gedacht hat?
Er wußte doch von vorn herein, geht es gut und / oder geht es schief - die Kölner Privatbank und Arcandor-Großaktionär Sal. Oppenheim (Eigenwerbung mit >Partnerschaftlich - loyal - diskret< hatte Karl-Gerhard Eick ja garantiert, dass er, auch im Falle einer Insolvenz, in den nächsten fünf Jahren jeweils drei Millionen Euro erhalten werde.

Ein Schelm der Böses dabei denkt.

29.08.2009
18:14
Arcandor-Chef Eick hält Karstadt für sanierungsfähig
von hö | #8

warum bleibt her dr eick nicht u.bringt den kurs u.den rest des ladens auf vordermann,dann würde er seinenem namen alle ehre machen

29.08.2009
18:08
Arcandor-Chef Eick hält Karstadt für sanierungsfähig
von knoetterkopp | #7

Das er ( Eick ) seinen Wechsel von der Telekom zur Arcandor nicht bereut ist sicherlich verständlich. n der Aufgabe kläglich gescheitert erhält diese Pfeife auch noch für nur 6 Monate eine Entschädigung von 15 Millionen. Ob vertraglich okay oder nicht ist siviel Geld für sovile Dummheit nicht faßbar. Solche Verträge können eigentlich nur Idioten aushandeln oder eben Banker wie Sal. Oppenheim die letztendlich nicht persönlich dafür einstehen. Auf diese Leistungsriege kann unsere FDJ Kanzlerin aber mächtig stolz sein !!

29.08.2009
18:06
Arcandor-Chef Eick hält Karstadt für sanierungsfähig
von blackfx | #6

Sprach der Wirtschaftsboss zum Politboss ....
Halt Du Sie dumm, Ich mach Sie arm

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