Arbeitsmarkt zum Jahresende stabil

Düsseldorf..  Der im Dezember übliche Anstieg der Arbeitslosigkeit fiel in NRW diesmal weitgehend aus – auch weil in den Außenberufen, etwa auf dem Bau, wegen des milden Winters weitergearbeitet werden konnte. So erhöhte sich die Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat nur um 1600 auf 727 800. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 22 852 weniger Menschen ohne Job. Gleichzeitig stieg die Beschäftigung weiter an – um 12 500 Berufstätige auf NRW-weit nun 6,41 Millionen Menschen.

„Diese überaus stabile Entwicklung des nordrhein-westfälischen Arbeitsmarktes, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte, ist erfreulich“, sagte Christiane Schönefeld, NRW-Chefin der Bundesagentur für Arbeit. Davon profitieren besonders die Jüngeren: Von den Unter-25-Jährigen waren Ende des Jahres mehr als 6000 weniger ohne Arbeit als noch im Dezember 2013.

Das Problem bleiben die vielen Langzeitarbeitslosen in NRW. Doch auch sie profitierten zuletzt von der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt, ihre Zahl sank im Vorjahresvergleich um 6100. Das sind allerdings immer noch 321 100 Menschen, die bereits länger als ein Jahr vergeblich eine neue Stelle suchen.

Das Ruhrgebiet liegt mit einer Arbeitslosenquote von 10,7 Prozent nach wie vor deutlich über dem NRW-Durchschnitt. Der Vergleich zum Vorjahr fällt aber auch hier positiv aus: Im Dezember waren mit 250 000 Menschen knapp 10 000 weniger arbeitslos als Ende 2013.