Arbeitsmarkt noch erstaunlich robust
05.01.2010 | 20:01 Uhr 2010-01-05T20:01:00+0100
Düsseldorf. Auch wenn sich der Arbeitsmarkt 2009 erstaunlich robust gezeigt hat, erwarten Experten ein schwieriges Jahr 2010. Allerdings dürfte das nicht für alle Branchen zutreffen.
Die Kraftanstrengung vieler Arbeitnehmer hat den Arbeitsmarkt im Krisenjahr 2009 vor einem massiven Einbruch bewahrt. Alleine, weil durch den Abbau von Arbeitszeitguthaben und durch die Kurzarbeit jeder Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 50 Stunden weniger gearbeitet hätte, seien eine Million Vollzeitarbeitsplätze erhalten worden, teilte die Bundesagentur für Arbeit mit.
Auch im Dezember fiel der für die Wintersaison übliche Anstieg der Arbeitslosenzahl mit einem Plus von 60 000 moderat aus. Üblich sei ein Zuwachs von 100 000, hieß es. Die Arbeitslosenquote stieg bundesweit von 7,6 % im November auf 7,8 %. Unterm Strich waren zum Monatsende 3,28 Millionen Menschen arbeitslos. Ähnlich ist die Entwicklung in NRW, wo die Arbeitslosenzahl um 2280 auf 779 870 stieg und die Quote von 8,6 auf 8,7 %. Vor einem Jahr lag die NRW-Arbeitslosenquote noch bei 8,1 %.
Gute Aussichten in der Dienstleistungsbranche
„Die moderate Entwicklung zum Jahresende darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass dem Arbeitsmarkt ein schwieriges Jahr 2010 bevorsteht”, sagte die Chefin der NRW-Arbeitsagentur, Christiane Schönefeld. Im Ausblick des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hatte von 44 Branchenverbänden einzig die Lederindustrie die Erwartung geäußert, 2010 mehr Stellen zu schaffen als abzubauen.
Dennoch sieht die Arbeitsagentur NRW weiter Chancen auf dem Arbeitsmarkt. „In allen Dienstleistungssparten, sofern sie nicht wirtschaftsnah sind, sowie in den Bereichen Erziehung, Unterricht, Gesundheit und Sozialwesen gibt es sehr gute Aussichten”, sagt Arbeitsagentur-Sprecher Werner Marquis. Allerdings seien dies oft Branchen mit hohem Teilzeitanteil. Probleme erwartet die Arbeitsagentur vor allem im verarbeitenden Gewerbe und bei wirtschaftsnahen Dienstleistungen, also etwa Unternehmensberatungen.
Schwieriges Ausbildungsjahr
Wenn die Wirtschaft an Fahrt gewinne, werde die Bedeutung der Zeitarbeit wieder zunehmen, erwartet Marquis. „Wenn die Auslastung wieder steigt, werden erst negative Arbeitszeitkonten ausgeglichen und die Kurzarbeit beendet, dann werden Zeitarbeiter eingestellt”, so der Agentursprecher. In Krisenzeiten wollten sich die Unternehmen kaum durch feste Neueinstellungen binden. Generell könne man erwarten, „dass sich in den nächsten Jahren ein gewisser Strukturwandel zeigen wird”, so Marquis – weiter hin zu flexiblen Beschäftigungen.
Nachdem die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge in NRW bereits 2009 um 10 % zurückgegangen ist, erwartet die Arbeitsagentur einen weiteren Rückgang. „Vorübergehend schwierig” werde es zudem für viele, die in diesem Jahr ihre Ausbildung beenden. Andererseits gebe es weiter einen Fachkräftemangel, „die Krise hinter der Krise”, sagt Marquis und macht Mut: „Hochqualifizierte werden ihren Arbeitsplatz finden.”

11:32
Erschreckend für mich ist vor allem die Selbstverständlichkeit, mit der solche Zahlen genannt/interpretiert werden.
Mir schlägt der Ekel ins Gesicht, wenn ein Hagener AA-Chef angesichts zigtausender Schicksale von unspektakulären Monaten spricht.
Daß wir in dieser Hinsicht (echte, belastbare AL-Zahlen) belogen und betrogen werden, ist mittlerweile ebensolcher Standard.
Und Michel schläft... und schläft.. und schl...
08:21
Wir werden wirklich von der Regierung für doof gehalten. Ich glaube keiner Statistik. Man muss sich doch nur einmal die Seite der Bundesagentur für Stellenangebote ansehen. Was findet man dort: Zeitarbeitsfirmen über Zeitarbeitsfirmen und vereinzelt Firmen.
03:00
Die sogenannten Hochqualifiziertenhaben gute Chancen,und der Rest versumpft auf der Straße,oder säuft sich zu Hause vor die Hunde.Perspektivlosigkeit bis zum Abwinken.
23:08
Zur Verdeutlichung der ideologischen Ansichten von Franz, dem Vorsitzenden des Sachverständigenrates werfen wir einen Blick auf die Einflüsse, die auf ihn als junger Mann geprägt haben. Franz war ein Schüler der US-amerikanischen Schriftstellerin und Philosophin Ayn Rand. Diese und ihre zahlreichen Schüler forderten einen „rationalen Egoismus“. Sie vertraten einen radikalen Laissez-faire-Kapitalismus und wendeten sich gegen jegliche Sozialmaßnahmen. Doch am meisten Aufschluss über ihre Ideologie liefern die Romane Rands. In „Atlas wirft die Welt ab“ etwa gibt es am Ende den feierlichen Schwur „Ich schwöre, dass ich niemals zum Wohl eines Anderen leben werde und niemals von einem Anderen verlangen werde, für mein Wohl zu leben“. Am Ende erscheint, quasi als Zeichen der Erlösung und der zu erwartenden paradiesischen Zustände des grenzenlosen Egoismus, über den Menschen am Himmel ein $-Zeichen.
Von Ideen kommt Gefahr, zum Guten oder zum Bösen. Wenn dise Ideen Ideologien darstellen, die wissenschaftliche Erkenntnisse ignorieren, wenn sie eine Ideologie produzieren, die alle Menschen als ausschließlich egoistisches Wesen sehen will, in der Gerechtigkeit, Solidarität, Mitmenschlichkeit bloße Hindernisse für das Durchsetzen des Einzelnen darstellen, dann fällt es schwer zu erklären, was diese zum Guten verändern sollten.
Dieser Beitrag ist inspiriert durch Aussagen aus dem Vortrag „Die optimale Allokation durch den Markt als Ideologie?“ von Prof. Dr. G. M. Ambrosi (VWL) im Rahmen der Vortragsreihe „Zur politischen Kritik der Ökonomie“ an der Universität Trier.
22:51
Das Journalisten keine Ahnung von der Erstellung einer Statistik haben ist klar, aber das sie diese nur abschreiben können, da.........................sträuben sich mir die Haare.
Das einige Leser immer noch kritischer sind als ihre Zeitung, ist zwar schön, ändert aber nichts.
Die vorgelegten Zahlen sind nicht nur tendenziell falsch, sondern es steckt System dahinter.
Die Frage ist vielmehr warum werden die Zahlen so manipuliert und wer profitiert davon.
Wer von dem Druck auf die übrigen Arbeitnehmer profitiert ist eh klar.
22:26
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21:44
Guten Journalismus stelle ich mir anders vor, als Vorgaben unkritisch abschreiben, Herr Rünker + Co. bei derwesten!
21:32
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20:51
Arbeitsmarktzahlen und mehr!
Die Arbeitslosenlüge:
Die Arbeitslosigkeit ist von November auf Dezember um 60.000 auf 3.276.000 gestiegen.
Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!
Und wieder werden die Bürger von den Regierungsparteien und ihren Handlangern „für dumm“ verkauft.
Auch die Medien sollten Verantwortung zeigen und aufklärend mitwirken!
Werden Einmalleistungen hinzugezählt, haben 7,26 Mio. Personen im Jahr 2009 eine Förderung erhalten.
Da rühmt sich die schwarzgelbe Koalition zwischen allem Debakel schnell mit den offiziellen Arbeitslosenzahlen von Oktober 2009 = 3.229.000 und November = 3.215.000, Dezember = 3.276.000 (angeblich + 60.000), aber was steckt dahinter?
Einschließlich der Beschäftigtenäquivalents Kurzarbeit (gesamt = Vollzeit- und Teilzeitbeschäf-tigte) betrug die Unterbeschäftigung mit tatsächlich 4.850.000 ca. 17 Prozent mehr als im September 2008!
In der Unterbeschäftigungsrechnung nach dem Konzept der BA sind neben den Arbeitslosen die Personen enthalten, die an entlastenden Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder zeitweise arbeitsunfähig erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden.
Glaubt man dem Bericht der Arbeitsagentur kann man lesen, dass es 6.726.000 hilfebedürftige Personen gab, und 4.909.000 erwerbsfähigen Hilfebedürftigen gemeinsam mit 1.817.000 nicht erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in 3.558.000 Bedarfsgemeinschaften leben.
Die Zahl der Leistungsempfänger hat 2009 im Vorjahresvergleich zugenommen. Im Dezember erhielten 5.925.000 erwerbsfähige Menschen Lohnersatzleistungen nach dem SGB III oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II. Das waren 317.000 mehr als vor einem Jahr.
Im Monat Dezember befanden sich 1,67 Mio. Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.
Kurzarbeiter gab es im Oktober 89.000, im November 152.000 und im Dezember schätzungsweise 130.000 bis 140.000, wobei es auch 200.000 werden können.
Kommentar: Hier würde ich anregen, das Kurzarbeitergeld auf min. 36 Monate zu erhöhen, bei Rückzah-lungsverpflichtung „nicht bedürftiger Firmen mit Gewinnen“, innerhalb von bis zu 5 Jahren.
Im Juni 2009 verdienten insgesamt 1.323.000 Leistungsbezieher der Grundsicherung Ein-kommen aus Erwerbstätigkeit. Neue Zahlen liegen vermutlich „vorsorglich“ noch nicht vor.
Kommentar: Hier würde ich anregen, dass flächendeckend Mindestlöhne gezahlt werden und Arbeitge-bern hilfsweise Lohnzuschüsse gewährt werden können, bei Rückzahlungsverpflichtung „nicht bedürfti-ger Firmen mit Gewinnen“, innerhalb eines Zeitraums.
Ferner ist die Abschaffung der arbeitsmarktpolitisch unsinnigen Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre vorzunehmen.
Schätzungen Dritter gehen von 9.500.000 Leistungsbezieher (ohne Statistikbereinigungen) aus.
Was auch zu denken gibt:
Die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit teilt auf ihrer Site am 31.12.2009 mit, dass es dort 3.877.295 Bewerberprofile, 367.984 Stellen und 170.390 Ausbildungsstellen gibt.
Alles nachzulesen bei der Arbeitsagentur = Dezember:
http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000000/html/start/monat/aktuell.pdf
? Alter Film - hoch aktuell + spannend, über den Betrug:
http://daserste.ndr.de/panorama/media/arbeitsamt12.html