Arbeitsmarkt in USA belastet den Eurokurs

Frankfurt..  Ein starker US-Arbeitsmarktbericht hat den Euro gestern deutlich unter Druck gebracht. Nach der Veröffentlichung der robusten Zahlen aus Amerika fiel der Euro um über einen Cent auf 1,1326 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag noch auf 1,1447 (Donnerstag: 1,1410) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8736 (0,8764) Euro.

In den USA wurden im Januar mit 257 000 Stellen deutlich mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Zudem wurde die Beschäftigtenzahl in den beiden Vormonaten stark nach oben revidiert. Die Daten sprechen laut Experten für eine Leitzinserhöhung der US-Notenbank im Sommer. „Die Zinswende dürfte jetzt wieder etwas näher gerückt sein“, kommentierte Heinrich Bayer, Volkswirt bei der Postbank. Er sprach von einem „extrem starken“ Arbeitsmarktbericht. In den letzten Wochen hätten noch einige etwas schwächere Konjunktur- und vor allem auch sehr schwache Inflationsdaten eine Verschiebung der ersten Leitzinserhöhung nach der Krise nach hinten nahegelegt.

Steigende Zinsen in den USA würden den Dollar weiter stützen, da viele andere Notenbanken der Welt zuletzt ihre Geldpolitik weiter gelockert haben - darunter auch die EZB. Die am Vormittag veröffentlichten Zahlen zur Produktion aus Deutschland und Spanien blieben hinter den Erwartungen zurück, belasteten den Euro aber nur wenig. Das Thema Griechenland spielte am Devisenmarkt kaum eine Rolle, da es hier keine neuen Nachrichten gab.