Arbeitsagentur braucht zwei Milliarden weniger Zuschuss
20.02.2010 | 15:15 Uhr 2010-02-20T15:15:00+0100
Nürnberg .Die Bundesagentur für Arbeit braucht aus dem Bundeshaushalt dieses jahr voraussichtlich zwei Milliarden Euro weniger als geplant. Das geht aus internen Schätzungen hervor. Grund sind demnach die „deutlich besseren Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt“.
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg braucht nach internen Schätzungen in diesem Jahr rund zwei Milliarden Euro weniger aus dem Bundeshaushalt als bisher geplant. Entgegen der ursprünglich erwarteten 4,1 Millionen Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt rechne man nun intern mit 3,7 oder 3,8 Millionen, sagte BA-Sprecherin Anja Huth am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur DAPD.
“Das würde bedeuten, dass etwa 14 Milliarden Euro Zuschuss nötig sind“, fügte sie hinzu und bestätigte damit einen Bericht der „Bild“-Zeitung. Zunächst war die Bundesregierung von einem Bedarf von 16 Milliarden Euro ausgegangen. Neu festgelegt werde die Zahl aber erst nach Vorlage des entsprechenden Gutachten der Bundesregierung im Frühjahr.
„Die Kurzarbeit greift“
Der Etat soll Mitte März verabschiedet werden. Bis dahin gilt die vorläufige Haushaltsführung.Hintergrund des niedrigeren Bedarfs sind „deutlich bessere Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt“, wie Huth sagte. „Die Kurzarbeit greift. Die Unternehmen halten an ihren Beschäftigten fest. Das ist ein gutes Zeichen für den Arbeitsmarkt.“ (dapd)

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