Das aktuelle Wetter NRW 15°C
Arbeitsmarkt

Arbeitgeber stellen immer öfter nur befristet ein - Trendwende?

29.05.2012 | 10:46 Uhr
Arbeitgeber stellen immer öfter nur befristet ein - Trendwende?
Auf dem Arbeitsmarkt könnte sich eine Trendwende andeuten. Unternehmen würden junge Arbeitskräfte wieder öfter unbefristet einstellen.Foto: Bögeholz/WAZ FotoPool

Nürnberg.   Am deutschen Arbeitsmarkt könnte sich einen Trendwende andeuten. Laut einer Studie ist der Anteil der Befristungen bei Neueinstellungen im Jahr 2011 erstmals seit Jahren wieder gesunken. Allerdings bezog sich das nur auf eine bestimmte Altersgruppe, heißt es in einem Medienbericht am Dienstag.

Die deutschen Arbeitgeber stellen junge Menschen wieder seltener nur befristet an. Der Anteil der Befristungen an den Neueinstellungen sei von 57 Prozent im Jahr 2010 auf 41 Prozent im Jahr 2011 gesunken, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" vom Dienstag unter Berufung auf die Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linkspartei im Bundestag. Auch insgesamt sei der Trend positiv: Über alle Altersgruppen hinweg sei der Anteil befristeter Neuverträge von 49 auf 46 Prozent gesunken.

Die Zahlen gehen demnach auf Erkenntnisse des Instituts für Arbeitsmarktforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg zurück. In einigen Regionen und einigen Branchen zeichne sich ein Fachkräftemangel ab, sagte IAB-Forscherin Martina Rebien der "SZ". Die Betriebe setzten daher wieder verstärkt darauf, "qualifiziertes Personal zu gewinnen und weniger zögerlich einzustellen". "Es ist denkbar, dass auch deshalb weniger befristet wird", sagte Rebien.

Langfristig allerdings bleibe unter dem Strich ein Anstieg der befristeten Beschäftigung: Von 2000 bis 2011 stieg die Zahl entsprechender Verträge in allen Altersgruppen demnach von 32 auf 46 Prozent. (dapd)



Kommentare
30.05.2012
14:34
Arbeitgeber stellen immer öfter nur befristet ein - Trendwende?
von TVtotal | #1

Dazu passt die Meldung von der Bundesagentur für Arbeit das vor allen Dingen bei Zeitarbeitsfirmen Personalmangel herrscht....

Aus dem Ressort
Mülheimer Duo ist schon mit Mitte 20 Supermarkt-Filialleiter
Handel
Karriere im Einzelhandel: Michael Bartels und Marco Hüßelmann hatten das eigentlich nie im Sinn. Jetzt leiten sie gemeinsam einen Lebensmittelmarkt – und sind gerade mal Mitte 20. Am Ende der Karriereleiter sind sie noch nicht, denn abends geht’s wieder auf die "Schulbank".
Essener RWE-Turm soll 120 Millionen Euro kosten
Immobilien
Der Energiekonzern RWE will seine markanten Turm in der Essener Innenstadt verkaufen – und dann zurückmieten. Ein weltweit tätiger Immobilienvermarkter sucht jetzt einen Investor, der 120 Millionen Euro für das Bauwerk zahlt.
Was Ikea-Kunden zum lebenslangen Umtauschrecht wissen müssen
Ikea
Möbelriese Ikea wirbt damit, Ware ab sofort jederzeit umtauschen zu können - und das auch noch Jahre später. Das lebenslange Rückgaberecht gelte jedoch nur bei Ware, die ab sofort gekauft werde. Ihr Zustand ist dabei vollkommen egal. Mit einer Rückgabe-Welle rechnet das Unternehmen trotzdem nicht.
Gericht macht Weg frei für die Sanierung des Autobauers Saab
Kultmarke
Der Weg für die Sanierung des schwedischen Autoherstellers Saab ist frei. Ein Gericht hat einem Sanierungsverfahren unter Gläubigerschutz zugestimmt. Im ersten Versuch, solch ein Verfahren anzuschieben, waren die Verantwortlichen weniger erfolgreich gewesen.
Stadtwerke übernehmen Steag komplett für 570 Millionen Euro
Steag
Die Verträge sind unterzeichnet: Das Konsortium aus sieben Ruhrgebiets-Stadtwerken übernimmt die Evonik-Tochter Steag komplett. Für die 49 Prozent des Energie-Unternehmens, die noch nicht in ihrem Besitz waren, zahlen die Städte einen Kaufpreis von 570 Millionen Euro.
Umfrage
Die Städte in NRW fordern viele Millionen von Bund und Land, um marode Straßen zu reparieren . Wie zufrieden sind Sie mit dem Zustand der Straßen?