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APEC-Staaten wollen mit Freihandel und Reformen Krise eindämmen

09.09.2012 | 10:14 Uhr
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Freier Handel, Reformen und Stärkung der öffentlichen Finanzen: Auf diese Prinzipien haben sich die Mitglieder der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) bei ihrem Gipfeltreffen in Wladiwostok am Sonntag geeinigt, um ihre Wirtschaft vor den Auswirkungen der Krise in Europa zu schützen. Russlands Präsident Wladimir Putin sprach von einem "konstruktiven" Treffen.

Wladiwostok (dapd). Freier Handel, Reformen und Stärkung der öffentlichen Finanzen: Auf diese Prinzipien haben sich die Mitglieder der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) bei ihrem Gipfeltreffen in Wladiwostok am Sonntag geeinigt, um ihre Wirtschaft vor den Auswirkungen der Krise in Europa zu schützen. Russlands Präsident Wladimir Putin sprach von einem "konstruktiven" Treffen. Am Rande der Konferenz kam es zu zahlreichen bilateralen Gesprächen zwischen Vertretern der 21 Mitgliedstaaten; Russland und Japan einigten sich auf ein gemeinsames Energieprojekt.

Die APEC warnte eindringlich vor Lebensmittelengpässen. Die verlässliche Bereitstellung von Nahrungsmitteln "ist eines der akutesten Probleme unserer Zeit", sagte Putin. "Ohne Versorgungssicherheit bei Lebensmitteln können wir unser Ziel nicht erreichen, die Lebensqualität unserer Bürger zu verbessern." Unter den 21 Mitgliedsstaaten der APEC herrscht offenbar auch die Sorge, dass steigende Lebensmittelpreise zu politischen Unruhen führen könnten.

Russland will mehr Gas in Asien verkaufen

Russland und Japan brachten am Rande des Gipfeltreffens ein gemeinsames Energieprojekt auf den Weg. Putin und der japanische Ministerpräsident Yoshihiko Noda hätten der Unterzeichnung eines Memorandums über die Lieferung von Flüssiggas beigewohnt, teilte der russische Energiekonzern Gazprom mit. Seit der Abschaltung der meisten Atomkraftwerke hat die japanische Nachfrage nach Flüssiggas deutlich zugenommen. Das umgerechnet rund zehn Milliarden Euro teure Projekt sei von großer Bedeutung für die Erschließung der asiatisch-pazifischen Märkte, sagte Gazprom-Chef Alexej Miller. Russland will neben seinem traditionellen Absatzmarkt für Gas in Europa künftig auch in Asien Fuß fassen. Japan habe dabei höchste Priorität, sagte Miller.

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dapd

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2012-09-09 10:14
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