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Anleger-Klage gegen frühere Maschmeyer-Firma AWD gescheitert

30.08.2012 | 14:51 Uhr
Anleger-Klage gegen frühere Maschmeyer-Firma AWD gescheitert
Der frühere AWD-Chef Carsten Maschmeyer hat in dem Prozess ausgesagt, den Anleger gegen das Unternehmen geführt haben.

Köln.  Anleger, die sich vom Finanzdienstleister AWD um insgesamt 750.000 Euro betrogen sehen, sind mit ihrer Klage gescheitert. Nach der Vernehmung des früheren AWD-Chefs Carsten Maschmeyer sah das Oberlandesgericht Köln keine Anhaltspunkte, dass überhöhte Provisionen gezahlt wurden.

Das Oberlandesgericht Köln hat Schadenersatzklagen von 16 Anlegern gegen den Finanzdienstleister AWD in Höhe von 750.000 Euro zurückgewiesen. In der Vernehmung des früheren AWD-Chefs Carsten Maschmeyer und anderer Zeugen habe das Gericht keinen Beleg für die von den Klägern behaupteten überhöhten Provisionszahlungen gefunden, sagte ein Gerichtssprecher am Donnerstag.

Die Kläger hatten in den 90er-Jahren Anteile an einem Immobilienfonds erworben, der jedoch die Renditeerwartungen nicht erfüllte. Vor Gericht bemängelten sie neben den überhöhten Provisionszahlungen die unrealistischen Renditeberechnungen im Fondsprospekt und eine unklare Darstellung der "weichen Kosten". Sie forderten deshalb eine Rückabwicklung des Geschäfts.

Nach Überzeugung des Gerichts sind die Ansprüche der Kläger jedoch verjährt. Zudem sei der Prospekt nicht fehlerhaft gewesen. Die Angaben seien hinreichend nachvollziehbar, urteilte der Senat. Er ließ die Revision zum Bundesgerichtshof nicht zu. Dagegen können die Kläger allerdings Nichtzulassungsbeschwerde einlegen. (dapd)

Kommentare
03.09.2012
11:35
Anleger-Klage gegen frühere Maschmeyer-Firma AWD gescheitert
von sak1 | #9

Q baband:

Sie scheinen nicht lesen zu können, nicht den gerichten, sondern politiker, aber das läuft ja alles in allem ganz anders, dafür gibt es ja...
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Anleger-Klage gegen frühere Maschmeyer-Firma AWD gescheitert
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2012-08-30 14:51
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