Das aktuelle Wetter NRW 15°C
Öffentlicher Dienst

Angestellte der Länder bekommen 5,6 Prozent mehr Geld

09.03.2013 | 12:17 Uhr
Angestellte der Länder bekommen 5,6 Prozent mehr Geld
Die Gewerkschaften hatten für die Angestellten im Öffentlichen Dienst 6,5 Prozent mehr Lohn gefordert. Am Ende haben sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf ein Plus 5,6 Prozent geeinigt.Foto: dpa

Potsdam.  Die rund 800 000 Angestellten der Länder erhalten in zwei Stufen insgesamt 5,6 Prozent mehr Geld. Darauf hätten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften bei ihren Tarifverhandlungen in Potsdam geeinigt, berichteten mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Verhandlungskreise.

Für etwa 800.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder gibt es in diesem und im kommenden Jahr in zwei Stufen eine Gehaltserhöhung um insgesamt 5,6 Prozent. Auf einen entsprechenden Tarifabschluss verständigten sich die Tarifgemeinschaft der Länder sowie die Gewerkschaften Verdi und dbb Tarifunion am Samstag in der dritten Verhandlungsrunde in Potsdam. Die Bundestarifkommission von Verdi habe zugestimmt, hieß es aus Verhandlungskreisen.

Der Einigungsvorschlag sieht den Angaben zufolge rückwirkend vom 01. Januar 2013 ein Gehaltsplus von 2,65 Prozent und ab 01. Januar 2014 nochmals 2,95 Prozent vor. Gefordert hatten die Gewerkschaften ein Plus von 6,5 Prozent bei einer Laufzeit von nur einem Jahr. Da die Vereinbarung in der Regel auf Beamte und Pensionäre übertragen wird, sind annähernd drei Millionen Beschäftigte und Ruheständler betroffen. Die öffentlichen Haushalte könnte der Abschluss nach einer Faustformel bei voller Wirksamkeit ab 2014 jährlich etwa fünf Milliarden Euro kosten.

Erster großer Tarifabschluss in diesem Jahr

Die Einigung im öffentlichen Dienst der Länder wäre der erste große Tarifabschluss in diesem Jahr. Demnächst stehen die Tarifrunden in der Metall- und Elektrobranche und im Einzelhandel an. Für die etwa 3,7 Beschäftigten der Metallbranche fordert die IG Metall 5,5 Prozent mehr Lohn.

Der Verhandlungsführer der Länder, Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD), und der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, hatten in der Nacht eine schriftliche Fassung des Einigungsvorschlages ausarbeiten lassen. Darüber berieten am Vormittag die Gremien wie die Bundestarifkommission von Verdi, deren Zustimmung ausstand.

Lesen Sie auch:
NRW-Finanzminister kritisiert Tarifabschluss der Länder

Norbert Walter-Borjans (SPD) rechnet aufgrund der ausgehandelten Lohnerhöhungen mit über 300 Millionen Euro Mehrkosten für Nordrhein-Westfalen. Damit sei das Ziel in Frage gestellt, mittelfristig einen ausgeglichenen Landeshaushalt zu erreichen.

Keine Einigung über einheitliche Regelung für Lehrer-Gehälter

Die Gespräche waren am Freitagabend kurz vor Mitternacht unterbrochen worden. Als Knackpunkt erwies sich der von den Gewerkschaften geforderte Einstieg in eine bundeseinheitliche Regelung zur Gehaltseinstufung der rund 200.000 angestellten Lehrer. Eine Einigung darüber wurde nach Angaben aus Verhandlungskreisen nicht erzielt. Einen Erfolg verbuchten die Gewerkschaften demnach aber bei der Urlaubsregelung: Es werde nun für alle ein Urlaubsanspruch von 30 Tagen festgeschrieben. (rtr/afp/dpa)



Kommentare
10.03.2013
18:27
Angestellte der Länder bekommen 5,6 Prozent mehr Geld
von astor97 | #27

Die Überschrift ist eine Frechheit... warum sagt man nicht, dass es unter 3 Prozent sind...und ich habe hier gelesen.. die WAZ ist eine Volkszeitung... aber wenn schon alle das Volk verar...... warum soll da die Zeitung zurück stehen... schönen Tag noch....

10.03.2013
08:38
Angestellte der Länder bekommen 5,6 Prozent mehr Geld
von SchachtXII | #26

Gibt genug Angestellte im ÖD, die nur etwas über 1000€ im Monat verdienen. Wer will denen eine Lohnerhöhung absprechen? Alle mal aufm Teppich bleiben. Neid ist eine Seite, Missgunst eine ganze andere.

10.03.2013
08:24
Angestellte der Länder bekommen 5,6 Prozent mehr Geld
von Sushi73 | #25

Ich habe einen Bekannten, der bei der Polizei arbeitet. Fragen Sie den mal, wie erstklassig es ist, am WE oder bei mehrtägigen Einsätzen sich für ein paar läppische Euros Flaschen, Steinen, von Zwillen abgeschossene Muttern, Molis und dergleichen um die Ohren werfen zu lassen.....
Und dann wird mit dem Finger auf die Beamten gezeigt? Weil die (unter bisherigem Realverlust durch viele indirekte Kürzungen wie Weihnachtsgeld/ Urlaubsgeld, Betrag für die Beihilfe, Verlängerung der DAltersstufen, etc.) mal 4,,2% bekommen?
Hat sich ein Beamter beschwert, als Konzerne wie Porsche, etc., ihren MA fette Prämien ausgezahlt haben? Oder bei anderen Abschlüssen mit erheblich größeren % - Zuwächsen? Nein, haben sie nicht. Wenn der Beamtenjob so wahnsinnig lukrativ und sicher ist, warum bewerben sich nicht viel mehr (geeignete) Leute????

10.03.2013
08:13
Angestellte der Länder bekommen 5,6 Prozent mehr Geld
von Sushi73 | #24

@SMcCullen#20:
Sehr zutreffend formuliert!!,
Ich halte, wie der eine oder andere hier formuliert hat, auch zu jeder erdenklichen Tages- und Nachtzeit meine Rübe hin. An sonn- und Feiertagen gibts fette 2,50€ pro Stunde als Ausgleich. Nachts noch viel weniger, und das wird noch versteuert. Für 8h Bereitschaft erhalte ich eine Stunde Mehrdienst, die ich weder realistisch auszahlen lassen kann (netto 10€) und selten durch Freizeit vergütet bekomme. Es gibt Beamte, deren Gefahrenzulage von 154€ brutto durch die Tarife der Versicherungen geradezu wieder aufgefressen werden.
Ich kann diese ganzen Halbwahrheiten über den ÖD / Pensionen nicht mehr hören....
Das geht los bei Unwahrheiten wie: Beamte zahlen keine Steuern, Beamte zählen nicht für ihre Pensionen (der Pensionsbeitrag erwirtschaftet sich eigentl. durch ein geringeres Einkommen, d. h. der fiktive Betrag wird direkt einbehalten, aber nicht zurückgelegt. Sondern dem Haushalt entnommen. Aufschrei der Bevölkerung dann eingeschlossen!

09.03.2013
21:58
Bitte nichts schön reden
von vbrockho | #23

5,6 Prozent sind sachlich falsch. Gefordert waren 6,5 Prozent bein EINEM Jahr Laufzeit!!! Für dieses EINE Jahr haben die Gewerkschaften gerade mal 2,95 Prozent ausgehandelt.Selbst wenn man das zweite Jahr hinzunimmt, kommen mit Jahresschnitt 4,2 Prozent heraus.

09.03.2013
20:01
Angestellte der Länder bekommen 5,6 Prozent mehr Geld
von tom009 | #22

wowwwwwwwwwwww

ihr die jetzt wieder auf die gewerkschaft schimpft.

ich kapiere es nicht.
glaubt ihr eigendlich wenn ihr alle aus den gewerkschaften austretet das die arbeitgeber egal wo dann noch sooooo bereit sind euch mehr lohn zu zahlen?????

wo sind denn eigendlich die nichtmitglieder von gewerkschaften bei lohnverhandlungen???

ihr mault bloß immer und anschließend haltet ihr brav die hand auf.

schade das nichtmitglieder bei lohnerhöhungen mitkassieren.
normalerweise müsstet ihr das geld zurückzahlen da es euch ja nicht zusteht.

wie gesagt
warum versucht ihr nichtmitglieder nicht mal für eure kollegen/innen mal bei der nächsten gelegenheit was zu erreichen.

mal sehen wie weit ihr kommt.

und ihr als nichtmitglieder dürftet euren mund erst garnicht aufmachen.

erst wenn ihr es mal selber geschafft habt für eure berufsgruppe/n was rauszuholen erst dann dürftet ihr euch wieder zu wort melden.

09.03.2013
19:45
5,6 Prozent für zwei Jahre und das Hauptproblem fallen gelassen.
von Flinn1 | #21

Da wundere ich mich aber sehr! Wieso ist das wichtigste Ziel fallen gelassen worden? Wo man doch schon so weit war... Was ist denn nun mit den Angestellten?

Mal gut, dass ich kein angestellter Lehrer und Gewerkschaftsmitglied bin. Dann müsste ich meine Mitgliedschaft kündigen und der Gewerkschaft ein paar passende Briefe dazu schicken.

Differenz zwischen angestellten Lehrern und verbeamteten Lehrern bis zu 500,00 € netto.

Ab Januar 2014 bis zu 533,50 € netto !!!

09.03.2013
19:04
@ der Merker und andere, die glauben, lohn- und Gehaltsempfänger wären von Ihrer Gnaden, weil sie und nur sie etwas leisten und erwirtschaften
von SMcCullen | #20

Haben Sie schon mal etwas von Infrastruktur gehört?
Auch davon, dass produzierende Betriebe selbstverständlich eine Verwaltung haben, die denneoch nicht als konsumptiv gilt?
Genau so ist es mit dem ÖD. Wie kommen Sie denn im Winter mit dem Auto zur Arbeit, wenn es geschneit hat? Wer hat eigentlich Ihre schulische Ausbildung geleistet, auf Grund derer Sie einen Job haben, bei dem Sie nicht mit der Hand Kartoffeln lesen müssen? Wer hat die Ärzte ausgebildet, die Sie als Dienstleister beanspruchen? Wer bewacht im Notfall Ihren Betrieb gegen Einwirkung von außen? Wer bewacht die, die schon immer mal gerne Ihren ganz persönlichen Wagen fahren wollten? Die Liste kann beliebig verlängert werden. Sie wollen UNSERE Dienstleistung und verlangen, dass wir bescheiden vor Ihnen auf den Knien rutschen, weil das Geld nicht vom Himmel fällt. Ich sage Ihnen mal was: Sie werden genau die "motivierten" Beamten bekommen, von denen Sie hier schwätzen, einfach so weiter machen...

2 Antworten
Angestellte der Länder bekommen 5,6 Prozent mehr Geld
von DerMerkerNRW1 | #20-1

Kenne ich zu Hauf aus dem Freundes und Bekantenkreis mit hohem Krankenstand und fest eingeplanten Kuren!

Dummschwätzer sterben nie aus
von SMcCullen | #20-2

In diesem Sinne: Prost auf Ihr langes Leben

09.03.2013
16:54
Hier jammern alle Angestellten des öffentlichen Dienstes
von ruhrgebieti | #19

Aber ich finde diese Lohnerhöhung nicht so schlecht. In anderen Branchen gibt es nicht so viel Geld mehr.

Tut mir leid, aber hier meckern echt die Falschen.

2 Antworten
Angestellte der Länder bekommen 5,6 Prozent mehr Geld
von MichaP | #19-1

Das sehe ich genauso, auch mussten andere und Rentner zusätzich noch Nullrunden verkraften.

Angestellte der Länder bekommen 5,6 Prozent mehr Geld
von Flinn1 | #19-2

Wieso?

Sollte die Schere zwischen Angestellte und Beamten weiter auseinander gehen, und so siehts doch aus, dann jammern hier schon die richtigen. Angestellten.

09.03.2013
16:33
Angestellte der Länder bekommen 5,6 Prozent mehr Geld
von ZakMacHagen | #18

Danke @ arttremonia
jetzt weiß ich endlich, warum ich so viel Geld verdiene. Ich muss
keine Steuern zahlen. Geballte Intelligenz hier unterwegs. LOL

Aus dem Ressort
Die Zukunft des Ruhrgebiets heißt Logistik
Gewerbeflächen
Die Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr und die RAG Montan Immobilien wollen mehr Logistik-Unternehmen ins Ruhrgebiet holen. Sie kritisieren, dass es in den Städten Vorbehalte gegen die Branche gebe. Sie sprechen sich zudem dafür aus, die regionale Wirtschaftsförderung mit mehr Kompetenzen...
Thyssen-Krupp will CO2 aus Stahlwerk für Chemiefabrik nutzen
Umweltschutz
Thyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger blickt in die Zukunft: Der Essener Konzern plant ein Stahlwerk ohne Umweltverschmutzung durch klimaschädliches Kohlendioxid. Hüttengase aus dem Stahlwerk in Duisburg sollen als Rohstoff für die Chemieproduktion dienen. Doch bis es soweit ist, dürfte es noch...
Schulte-Ufer bietet Alleinstellungsmerkmal aus dem Sauerland
Unternehmen
Der Haus- und Küchengerätehersteller Schulte-Ufer ist auf Töpfe mit Kupferböden spezialisiert. Erst vor kurzem hat das Unternehmen, das in Sundern 50 Mitarbeiter beschäftigt, eine Umfrage unter 2200 Personen im Auftrag des Fernsehsenders ntv nach den beliebtesten Kochgeschirr-Marken gewonnen.
Rüstungsbranche droht wegen Beschränkungen mit Abwanderung
Rüstung
Die deutsche Rüstungsbranche fürchtet wegen der strengen Kontrolle von Waffenexporten um ihre Geschäfte. Kehren die Hersteller Deutschland den Rücken und wandern in Länder mit weniger Auflagen ab?
Bahnindustrie fordert mehr Investitionen in Schienenverkehr
Verkehr
Die Bahnindustrie hat eine deutliche Aufstockung der Investitionen in das deutsche Schienennetz gefordert. "Die Eisenbahn fährt derzeit massiv auf Verschleiß. Diese Unterfinanzierung muss endlich aufhören."
Umfrage
Die Schotten haben sich gegen die Unabhängigkeit entschieden, Großbritannien bleibt intakt. Wie finden Sie das?

Die Schotten haben sich gegen die Unabhängigkeit entschieden, Großbritannien bleibt intakt. Wie finden Sie das?