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Strafanzeige

Amazon soll rechtsextreme Bücher verkauft haben

24.07.2009 | 11:17 Uhr
Amazon soll rechtsextreme Bücher verkauft haben

Berlin. Das American Jewish Committee (AJC) will Strafanzeige gegen den Online-Händler Amazon stellen. Das AJC wirft Amazon vor, auf seinen Seiten volksverhetzende Schriften vertrieben zu haben.

Der Online-Buchhändler Amazon soll in Deutschland rechtsextreme Bücher verkauft haben. Gegen Amazon werde deshalb Strafanzeige gestellt, kündigte ein Sprecher der deutschen Vertretung des American Jewish Committee (AJC) im «Tagesspiegel» an. Amazon habe «volksverhetzende, strafbare Schriften» mit rechtsextremen und antisemitischen Inhalten auf seinen Internetseiten vertrieben, sagte der AJC-Sprecher dem Blatt. Die Anzeige solle der Staatsanwaltschaft München voraussichtlich am Freitag zugestellt werden. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte AFP, bisher lägen noch keine Kenntnisse über eine Anzeige vor.

Bei Stichprobe 60 volksverhetzende Bücher gefunden

Das AJC hat dem Bericht zufolge bei einer Stichprobe Mitte Juli auf den deutschen Seiten von Amazon 60 «volksverhetzende Bücher» gefunden. Auf entsprechende Hinweise zu den Funden habe Amazon nicht oder nur unzureichend reagiert. Die Bücher seien vor allem von Antiquariaten und Privatpersonen, aber auch von Amazon selbst vertrieben worden. Unter den Schriften sei auch der sogenannte «Rudolf Report» des deutschen Rechtsextremisten und Holocaust-Leugners Germar Rudolf. Dieser behauptet darin, dass im Konzentrationslager Auschwitz niemals Gefangene mit Gas getötet worden seien.

Wie der «Tagesspiegel» weiter berichtet, wirft das AJC Amazon vor, gezielt für Bücher mit volksverhetzendem Inhalt geworben zu haben. Mindestens seit Februar 2008 seien bei der Suchmaschine Google Anzeigen für den «Rudolf-Report» geschaltet worden. (afp)

DerWesten

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Kommentare
31.01.2010
14:46
Amazon soll rechtsextreme Bücher verkauft haben
von vantast | #17

Voltaire sagte: Ich bin nicht ihrer Meinung, aber ich werde mein Leben dafür geben, dass sie sie überall äußern dürfen.
So sollte es sein!
Man sollte auch Dummes sagen dürfen.

24.07.2009
20:50
Amazon soll rechtsextreme Bücher verkauft haben
von pistol_pete | #16

Der Holocaust ist nicht zu leugnen. Das einzige wa szu kritisieren ist, ist die Instrumentalisierung. In die eine oder andere Richtung.
#7 hat es schon ausführlich und sehr umfassend beantwortet. Der Verkauf dieser Bücher ist strafbar. Punkt. Ob man persönlich deren inhalt für gefährlich, volksverhetzend oder unwahr hält, macht da keinen Unterschied.

24.07.2009
16:35
Blockierter Kommentar.
von Beatrix.Gutmann | #15

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

24.07.2009
16:22
Amazon soll rechtsextreme Bücher verkauft haben
von dusted | #14

... ich denke, Leute die den Holocaust leugnen haben definitiv zu 100% unrecht ... unterhalten Sie sich doch einfach mal mit Menschen, die das erlebt (und überlebt) haben.

24.07.2009
16:03
Amazon soll rechtsextreme Bücher verkauft haben
von kritiker | #13

#12 JW
Niemand hat zu 100% Recht und niemand hat zu 100% Unrecht. Ich habe mich lediglich eine Zeit lang mit beiden Seiten befasst und finde es ganz allgemein nicht in Ordnung, wenn kritische Bücher verboten werden.
Ich habe übrigens mit Neofaschisten usw, nichts am Hut, da liegen Sie bei mir ganz falsch.

24.07.2009
15:06
Amazon soll rechtsextreme Bücher verkauft haben
von JW | #12

@kritiker: ... und sich dann seine EIGENE Meinung zu bilden...

Wollen Sie damit einräumen, das die Massenvernichtung keine historische Tatsache ist und dass Shoa-Leugner im Recht sein könnten?

UND WIEDER EINMAL BIETET DIE REDAKTION NEOFASCHISTEN EINE PLATTFORM.

24.07.2009
15:04
Amazon soll rechtsextreme Bücher verkauft haben
von blaubär | #11

Ich würde dem American Jewish Committee empfehlen alle diese Bücher einzusammeln und öffentlich zu verbrennen.

24.07.2009
14:58
Amazon soll rechtsextreme Bücher verkauft haben
von politikklüngelskerl | #10

Germar Rudolf. soll in seinem Buch behaupten, dass im Konzentrationslager Auschwitz niemals Gefangene mit Gas getötet worden seien.
Juden in Israel behaupten, keine Greueltaten gegen Palästinenser Anfang dieses Jahres im Gaza verübt zu haben.
Mal ganz ehrlich, würde die deutschen Vertretung des American Jewish Committee (AJC) gegen Juden, insbesonders gegen orthodoxe Juden, in Israel mit der gleiche Härte vorgehen weil dort Bücher verkauft werden welche die Vertreibung der Palästinenser aus Palästina verleugnen?
Auf der ganzen Welt wird gegen Rechtsdenkende protestiert, dabei sitzen die übelsten Brandstifter im eigenen israelischen Nest . Avigdor Lieberman und Benjamin Netanjahu.
Aber hier schwingt sich wieder die zionistische Reinigungskolonne auf um die ganze Welt zu säubern - während daheim ungeniert Rechtsextremismus gegen die palästinensische Bevölkerung ausgeübt wird.
Was eine verlogene Blase.

24.07.2009
14:55
Amazon soll rechtsextreme Bücher verkauft haben
von ranger | #9

Ich fordere hiermit eine Wahrheitskommission bestehend aus Vertretern von Grünen, SPD, Linken und ZdJ um zukünftige Bücher für das Volk freizugeben.

24.07.2009
14:14
Amazon soll rechtsextreme Bücher verkauft haben
von Amygdala | #8

American Jewish Committee könnte die Verkäufer doch auch direkt verklagen..oder Google die auf Amazon,com verlinken . Ist das zu kompliziert ? Ich frag nur ,weil die Lügen- Bücher sind dann immer noch nicht aus der Welt.

Na ja wie auch immer , wenn der AJC damit durch ist können die Herrschaften von der Literatur-Polente auch da mal nachschauen.
Palästinenser-Vertreibung soll aus Israels Schulbüchern weichen
http://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/politik/2009/7/22/news-126748311/detail.html
In Geschichtsbüchern der israelischen Juden ist lediglich von einem freiwilligen Auszug die Rede - wenn dieses Thema überhaupt erwähnt wird.

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