Aldi Süd bessert beim Tierschutz nach

Mülheim..  Der von Tierschützern wiederholt kritisierte Discounter Aldi Süd will sich mit einer neuen Einkaufspolitik für artgerechte und nachhaltige Haltungsbedingungen in der Tierzucht im Lebensmittelbereich, bei Textilien und Kleinlederwaren und Schuhen einsetzen.

„Aldi Süd übernimmt eine gesellschaftliche Verantwortung für die Einhaltung von tiergerechten und nachhaltigen Haltungsbedingungen“, teilte der Discounter mit. Das Unternehmen untersagt darin seinen Lieferanten den Einsatz von Eiern aus Käfig- oder Kleingruppenhaltung bei der Herstellung von Nudeln und Backwaren und bekennt sich zu einer Minimierung des Einsatzes kritischer Fangmethoden bei Fisch- und Meeresfürchten. Bei fleischhaltigen Produkten strebt das Unternehmen eine lückenlose Rückverfolgbarkeit an.

Zwar lobte der Tierschutzbund, dass Aldi den Einsatz von Eiern aus Käfighaltung untersagt. Doch bemängelten die Tierschützer, dass die Ankündigung des Discounters ansonsten „wenig wirklich konkrete und transparente Maßnahmen“ beinhalte. Aldi Süd müsse „endlich seine Dumpingpreis-Politik bei Fleisch, Milch, Eiern und anderen tierischen Produkten beenden“.