Aldi Süd backt Brötchen in 1800 Filialen
21.12.2009 | 18:08 Uhr 2009-12-21T18:08:00+0100
Mülheim. Der Discounter Aldi Süd will in seinen knapp 1800 Filialen künftig Brot und Brötchen aufbacken. Das bestätigte die Mülheimer Konzernzentrale der WAZ-Mediengruppe. Damit folgt Aldi Süd anderen Lebensmittelhändlern wie Real, Edeka oder Metro, die längst eigene Backöfen eingebaut haben.
Einen Backshop testet Aldi seit geraumer Zeit zum Beispiel in Mülheim-Saarn. Per Knopfdruck werden das Körnerbrot oder das Baguette-Brötchen ausgeworfen. Sind die Produkte noch nicht fertiggebacken, wird der Kunde informiert und kann nach dem Einkauf zum Automaten zurückkehren. Nach langem internen Ringen habe sich Aldi Süd nun entschlossen, flächendeckend zu backen. Die „Süddeutsche Zeitung” beziffert den Investitionsbedarf auf 180 Millionen Euro.
Damit folgt Aldi Süd anderen Lebensmittelhändlern wie Real, Edeka oder Metro, die längst eigene Backöfen eingebaut haben. Walter Dohr, Geschäftsführer des Rheinischen Bäckerverbandes, geht davon aus, dass Aldi Süd ein System wähle, das wenig Personaleinsatz erfordere. „Die Öfen werden nur zweimal täglich mit tiefgekühlten Teiglingen befüllt”, vermutet Dohr.
Entsprechend scharf kann Aldi die Preise kalkulieren und verlangt für ein Weizenbrötchen 15 Cent. Beim Bäcker kostet es 25 Cent und mehr. „Wir fürchten die Konkurrenz nicht. Mit unserer Qualität können Aufback-Produkte nicht mithalten. Die halten doch nur zwei bis drei Stunden frisch”, sagt der Handwerkssprecher.

12:46
Meine Meinung:
Die Backwaren von Bäcker und Fabrik sind doch
kaum mehr zu unterscheiden. Bei Preis/Leistung schneidet die Fabrik besser ab.
Mein tägliches Brot kaufe ich bei Netto, hier schmeckt es besser als beim Bäcker und es sind
keine unnötigen Zusatzstoffe drin. Das Brot hält lange frisch (Roggenanteil) und hat keine Löcher.
Bäckerbrot ist oft so aufgeblasen, dass Löcher wie
im Schweizerkäse drin sind, in die die Butter verschwindet.
Qalität gibt es nur noch bei wenigen Bäckern,
die meisten verwenden die gleichen Backmischungen, Bäko und BASF lässt Grüßen.
09:06
Lieber Zeche,
der Handwerkssprecher heißt Dohr, sicherlich ist es übertrieben zu schreiben - es würde nichts ausmachen, jede Mücke sticht ist richtig - man wird es, wie immer spüren.
Der Kern der Aussage muss aber sein, das Herr Dohr die Bäcker im Rhein Ruhr Kreis vertritt, fallen dort die Handwerksbäcker aus, so muss auch Herr Dohr ausfallen oder einen Neuen Wirkungskreis suchen.
Ich nehme für mich als Selbstständiger aus diesem Forum mit, das wir als Unternehmen unseren geschätzten Kunden mehr Transparenz in Bezug auf unsere Brötchen geben müssen - es darf nicht passieren das Handwerkskunden die Meinung vertreten das alles nur aufgebacken wird, das wäre ja so als würde man dem Schreiner von nebenan unterstellen, er würde bei IKEA einkaufen und dann Björn nur noch zusammenbauen.
Liebe Grüsse an die WAZ und deren eifrige Leser,
Stefan Agethen
00:41
#28 Der Handwerkssprecher.brauch auch nicht um die Konkurrenz zu fürchten dessen Arbeitsplatz ist ja auch Sicher, Wenn ich Bäckermeister wäre und Selbständig wäre würde ich diesem sonst wo Hintreten.
http://heinzkolb.npage.de/
00:04
Als Bäcker liest man die ganzen Beiträge recht ungerne, weil - es zeigt sich leider das das Bild wirklich so schrecklich sein muss das es für einen Aldi genug zu tun gibt...:
Leider backen unsere Bäcker Ihre Brötchen nur noch auf
Lieber hömma, wir Bäcker backen nicht auf, wir wollen frisch vor Ort backen. Das geht nunmal nur wenn wir unsere Produkte im ungebackenen Zustand an die !Fachgeschäfte! - denn es arbeiten ja gelernte Fachfrauen dort - anliefern und dort dann, idealerweise nach Bedarf abbacken. Frisch und warm.
Lieber pedder,
Die etablierten Bäckereien und Konditoreien backen mittlerweile alle mit Fertigmischungen aus industrieller Herstellungen. Das ist billiger!
Es gab sicherlich Zeiten (70-90iger Jahre) wo das auf viele Brotsorten zutraf, schließlich hatte man dem Bäcker gezeigt wie einfach es sein kann. Billiger war das alle male nicht. Heute kommt das Thema Klima auf den Tisch, da kauft der Bäcker - lieber teuer aus der Region. Schließlich stärkt das auch die Region. Discountschienen stärken die Industrie, Industrielle Lohnanteile liegen bei 5-10% , Handwerksbäcker geben im Schnitt 45% Ihrer Verkaufspreise direkt an das Personal und 25% an Ihre Lieferanten, wußtest Du das?
Lieber bwbw,
ich habe selbst Bäcker gelernt und bin begeisterter Backshopkunde . Billig und gut !
Es ist schade, das Du nach Deiner Ausbildung nicht weiter gelernt hast, eine Ausbildung bildet den Sockel zu einem Beruf, das Verständnis kann man erst durch Vertiefung erlernen, ich bin mir sicher das Du dann auch ein Verständnis für Ernährung entwickeln würdest.
Lieber zeche,
Wir fürchten die Konkurrenz nicht, sagt der Handwerkssprecher.
Ist es Arroganz oder das Pfeifen im Walde? Jede Nadel sticht!
Was der Handwerkssprecher, Herr Dohr da ausdrücken möchte ist die einfache Rechnung das die Deutschen durchschnittlich nur 1x Woche zu einem Lebensmittelmarkt gehen, da mag es Ausnahmen geben - keine Frage. Aber an diesem Tag ist es seit geraumer Zeit flau für den Bäcker an der Ecke.
Im Großen und Ganzen geht es nur um eins - und das ist die Frage in welcher Gesellschaft man leben möchte und was man selber darstellen will. Wenn es die Jagd nach Preisschnäppchen ist die uns antreibt und nach weniger Kontakt mit anderen Menschen, dann fahren wir mit dieser Discounter an jeder Ecke richtig gut.
Wenn es die Idee sein soll das wir ein starkes Deutschland sein wollen, was kluge Köpfe hervorbringt, seiner Jugend ein Fundament bietet und auch noch einmal zur Ruhe kommt wenn es ausnahmsweise mal nicht nur um Umsätze geht, dann sollten uns allen schon lange klar sein das wir eine gefährliche Kiste fahren.
Jeder Bäcker der Wert darauf legt seinen Beruf zu pflegen legt ebenfalls Wert darauf das seine Kunden zufrieden sind. In unserem kleinen Unternehmen haben im letzten Jahr 2,2 Millionen Kunden eingekauft, es gab Beschwerden und Probleme - diese wurden fast immer gelöst, es gab aber auch zahlreiche Danke und natürlich auch Bitte. Es gab 17 Auszubildende die Ihren Beruf lernen durften und Werte und Normen vermittelt bekamen, es gab Kindergärten deren Kinder Mehl in die Hand nahmen und mal fühlten wie das so ist wenn man etwas selber schafft.
All dies setzen wir in Deutschland aufs Spiel, man betrachte den Fleischermarkt, der schon lange diese Discountwelle hinter sich hat - es sind wenige übrig - aber die sind meistens gesund und überzeugen mit Ihrer Qualität.
Ich arbeite täglich dafür das unsere Branche eine Zukunft hat, das mache ich gerne.
Mit lieben Grüßen in die Weihnachtsfeiertage und bis zum Nächsten Guten Morgen.
Stefan Agethen, Oberhausen
19:14
ich habe selbst Bäcker gelernt und bin begeisterter Backshopkunde . Billig und gut !
10:06
Leider backen unsere Bäcker ihre Brötchen nur noch auf, darum lieber gleich zu Aldi da sind sie wenigstens Preisgünstiger.
07:04
wer schon mal richtige bäcker brötchen gegessen hat , der weis das das die dinger von kamps und all den anderen möchte gern bäckern nach nichts schmecken. das gilt auch für den rest des sortiments. teuer und null qualität.
06:23
Jemand fragt- Warum nicht? Ein Grund den ich nennen würde wäre die Hygiene. Ich kenne einen Fahrer der für solche Wald und Wiesen Bäckereien anliefert. Sagt dort latschen die Fahrer quer durch die Backstuben, von wegen Schuhe abputzen oder Kopfbedeckung und Handschuhe. Darf ja alles nix mehr kosten. Aber die Evolution wird auch das beim Menschen noch regeln...
05:51
Es ist aber genau so, wie der Handwerksmeister sagt, die guten Bäckereien werden überleben.
Die Leute stimmen doch schon lange mit den Füssen ab, und das ist doch völlig richtig so.
02:48
@pedder: Wenigstens einer der es kapiert hat. Dankööö !!! Erst schrauben sich die Billigheimer die säurebildende Massenware kartonweise rein und schmeissen den Aldi´s die Euros hinterher, danach treiben sie mit ihrem Fressverhalten die Krankenkassenbeiträge hoch. Na super...ernährt euch mal ein bisschen gesünder...geht übrigens auch beim Discounter...