Airport-Plan: Tiefensee will mehr Starts ab Düsseldorf
31.05.2009 | 16:00 Uhr 2009-05-31T16:00:00+0200
Essen. Wenn es nach Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) geht, dann erheben sich am Flughafen Düsseldorf bald mehr Maschinen in die Lüfte. Denn das neue Flughafenkonzept der Regierung sähe den Airport gern wachsen - zu Ungunsten regionaler Flughäfen. In Weeze nimmt man's gelassen.
Mehr Flüge ab Düsseldorf. Darauf dringt die Bundesregierung in ihrem Flughafenkonzept 2020, das jetzt im Kabinett verabschiedet wurde. Den Ausbau kleinerer Flughäfen will sie dagegen einschränken und die Genehmigungen dafür strikt an der Wirtschaftlichkeit ausrichten. Mit dem Vorstoß, mehr Starts am Düsseldorfer Airport zuzulassen, setzt Berlin auch die NRW-Landesregierung unter Druck, die bisher keine eigenen Konzepte vorgelegt hat.
Für die Entwicklung der Region Rhein-Ruhr ist das Wachstum des Flughafens in Düsseldorf „von hoher Bedeutung”, stellt Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) fest. Kritisch fügt er hinzu: „Kleinste Störungen” lösten dort heute Verspätungen aus. Engpässe könnten sich auch „negativ auf die Sicherheit auswirken”. Weitere zentrale Forderung: Düsseldorf und Köln/Bonn sollen „zusätzlich Interkontinentalverkehr” aufnehmen.
Pistennutzung eingeschränkt
Das Flughafenkonzept 2020 der Bundesregierung, das in dieser Woche vom Kabinett verabschiedet wurde, fordert „Wachstum” des Flughafens Düsseldorf-Lohausen – und kritisiert damit indirekt das Land NRW. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) weist ausdrücklich auf die wichtige Funktion des Drehkreuzes hin, das durch „Engpässe” beeinträchtigt sei.
Hintergrund: Die Landesregierung hat bislang keine Zukunftspläne für den zentralen Start- und Landeplatz in NRW in der Schublade. Sie schränkt derzeit die volle Nutzung der Pisten ein. Nur in der Hälfte der Betriebszeit dürfen beide gleichzeitig im Einsatz stehen. Gerichtsurteile stützen das.
Die Folge: Vor der Wirtschaftskrise musste der Flughafen Düsseldorf bis zu 13 Prozent der Anträge von Fluggesellschaften auf Landerechte abweisen. Selbst heute ist er voll ausgelastet, kann nicht allen Anträgen entsprechen.
Tiefensee will härter durchgreifen
Die Bundesregierung mahnt an, die „genehmigungsrechtlich fixierten Kapazitätsgrenzen” könnten zu „Verkehrseinbußen zugunsten des benachbarten Auslands” führen – unausgesprochen: Die heutige Politik stärke die Flughäfen in Amsterdam und Brüssel.
Verkehrsminister Tiefensee, den offensichtlich der rasche, unkontrollierte Wildwuchs in der deutschen Flughafen-Landschaft stört, will jetzt härter durchgreifen. „Der Bund wird künftig eine stärkere Rolle wahrnehmen und sein Bundesinteresse entsprechend geltend machen”, heißt es im Kabinettsbeschluss.
Das eindeutige Bundesinteresse ist: Die Konzentration auf die großen Flughäfen mit mehr als zehn Millionen Passagieren jährlich. Düsseldorf weist 17 Millionen Fluggäste aus. Der Trend, den Berlin durchsetzen will: Kleineren Flughäfen wird der Ausbau erschwert, den großen Airports durch beschleunigte Verfahren erleichtert.
Pochen auf Betriebswirtschaftlichkeit
Brisant sind die Vorgaben aus Berlin für Ausbau und Erweiterung von mittleren und kleineren Airports. Dies soll künftig nur dann möglich sein, wenn Bedarf und betriebswirtschaftliche Tragfähigkeit nachgewiesen werden. Es sei „nicht vertretbar, dass ausschließlich aus regionalen oder lokalen Erwägungen Flugplätze ausgebaut werden, die sich auf Dauer betriebswirtschaftlich nicht tragen”.
Tiefensees Flughafenkonzept könnte damit die Pläne in Dortmund beschränken, wo die Startbahn verlängert werden soll. Der Flughafen ist von Zuschüssen der Stadtwerke abhängig, die einen jährlichen Verlust im zweistelligen Millionenbereich abdecken müssen.
Dass damit gerade Billigflieger-Startplätze wie Weeze am Niederrhein getroffen werden könnten, stört die Regierung in Berlin nicht. Ihre Analyse: „Das Wachstum im Segment Low Cost dürfte künftig deutlich geringer ausfallen”.

10:05
Was würde ein Umwelt- oder Gesundheitsminister zum Ausbau des Staftflughafens Düsseldorf sagen? Niemand würden diesen Flughafen in der heutigen Zeit an dieser Stelle mehr planen. Warum erwägt man nicht - wie in München - den Bau eines neuen Flughafens? Dieser Flughafen kann nicht wachsen, ohne dass die Menschen krank werden.
20:21
So einen Blödsinn kann nur ein Minister der SPD von sich geben. Nach dem ich innerhalb der letzten 6 Monate zweimal als Entwicklungshelfer in dem kommunistischen Moldawien war kann ich nur sagen: Es wäre eine Nationale Katastrophe, wenn die Roten, Rot Roten und Grünen nach der nächsten Bundestagswahl wieder in der Regierung vertreten wären.
12:41
Es wird endlich Zeit für einen Großflughafen in NRW. Die Bayern haben das in München schon lange erkannt. Aber das klein in NRW unter der langen Herrschaft von SPD / Grünen hat den Klüngel erst möglich gemacht.
09:21
Ich wohne ebenfalls in der Nähe des Mülheimer Flughafens und in der Einflug- bzw. Abflugschneise des Düsseldorfer Flughafens. Meine Nachbarn genauso wie ich empfinden den Fluglärm der großen Maschinen aus Düsseldorf als extrem störend. Wobei das tagsüber nicht einmal das Problem ist - nein....es landen ständig Maschinen auch noch nach 23.00 Uhr in Düsseldorf und wer um diese Uhrzeit dann bereits im Bett liegt und mitbekommt wie die Maschinen ihre Geschwindigkeit drosseln, der steht kerzengerade im Bett weil er Angst hat, dass das Ding gleich im Garten landet. Über Tag kann man so etwas vielleicht aufgrund des allgemeinen Lärmpegels gut wegstecken - aber abends spät ist es eine Zumutung. Ebenfalls sind die ständigen Hubschrauberrundflüge des Mülheimer Flughafens kaum auszuhalten die insbesondere an Sonn- und Feiertagen stündlich über einen hinwegfliegen.
Wegziehen kann auch nicht die Lösung sein. Denn unter Umständen wird eben einfach die Ein- und Abflugschneise verlegt....genau dorthin, wo man dann seinen neuen Wohnsitz hat.
Wer früh morgens oder des nachts bei klarem Himmel mal nach oben schaut, der wird erschrecken. Wo dieser Flugwahn und noch hinführen wird? Ein Hoch auf unsere politischen Klimaexperten....pah!
23:59
Tifensee - nach der nächsten Wahl ist alles von gestern.
23:49
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21:31
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21:11
Also ich habe acht Jahre in der Nähe des Frankfurter Rhein/Main Airport (Kelsterbach) gewohnt. Zu einer Zeit, als die USA noch ihre Transport-Airbase in vollem Umfang unterhielt. Luftlinie zum Terminal ca. 6 Km, zur Airbase ca. 10 Km. Ich muß schon sagen, dass es zum Teil schon sehr nervig war. An Nachtschlaf bei offenem Fenster war nicht zu denken. Alleine der FRA hat ein derart lautes Grundrauschen, das ist unfassbar. Als dann der Irakkrieg 1 anfing, gingen nachts auch noch die Galaxy-Versorgungsflüge hin und her. (Info Galaxy: Großtransportjet der Airforce mit 4 Strahltriebwerken).
Das war kein Vergnügen.
Somit kann ich jeden verstehen, der in der Nähe eines (Groß-) Flughafens wohnt.
Es ist stressig. Wenn möglich, weg da. ;-)
20:29
Ossis wollen nur noch bestimmen. Im Osten haben sie die Klappe gehalten und schön parriert.
Dieser Verkehrsminister soll sich lieber für ein Mautsystem einsetzen, wobei die deutschen Autofahrer entlastet werden.
Fast überall zahlen wir Maut, nur in D fährt man umsonst. Unverschämte Spritpreise der 4 Multis.
Steuerbelastungen bis zum kotzen. Leute tut etwas.
20:00
Sollte Düssssseldorf heißen !!!