Das aktuelle Wetter NRW 8°C
Notlandung

Airlines streichen nach neuer Panne alle "Dreamliner"-Flüge

16.01.2013 | 10:34 Uhr
Airlines streichen nach neuer Panne alle "Dreamliner"-Flüge
Wegen offenbar erneuter Probleme mit den Batterien musste ein "Dreamliner" von Boeing notlanden.Foto: Reuters

Tokio.  Nach der Notlandung einer Boeing 787 "Dreamliner" haben die Fluggesellschaften All Nippon Airways (ANA) und Japan Airlines alle Flüge mit dem Flugzeugtyp bis einschließlich Donnerstag abgesagt. Das teilten die Unternehmen mit. Der "Dreamliner" musste wegen Problemen mit den Batterien in Japan landen.

Die Fluggesellschaften All Nippon Airways (ANA) und Japan Airlines  haben alle Flüge ihres "Dreamliner" abgesagt. Bis Donnerstag sollen alle Flugzeuge des Typs Boeing 787 am Boden bleiben, teilten die beiden Unternehmen am Mittwoch mit.

Eine Maschine aus Boeings pannengeplagter Superflieger-Reihe "Dreamliner" ist am Mittwoch in Japan notgelandet. Wie die betroffene Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) mitteilte, mussten alle 137 Passagiere und Crewmitglieder nach der Landung auf dem westjapanischen Flughafen Takamatsu die Maschine verlassen, nachdem Rauch in der Maschine bemerkt worden war. Fünf Personen seien leicht verletzt worden, ein Passagier wurde wegen Rückenbeschwerden laut örtlichen Medien ins Krankenhaus gebracht. Angesichts einer ganzen Serie von Pannen wollten ANA und der heimische Konkurrent JAL den Betrieb des "Dreamliners" vorerst aussetzen.

Der jüngste Vorfall ereignete sich auf einem Flug von Yamaguchi im Westen Japans nach Tokio. Rund 35 Minuten nach dem Start habe man in der Maschine Rauch bemerkt. Daraufhin leitete der Pilot in Takamatsu eine Notlandung ein und ließ alle Passagier über Notrutschen das Flugzeug verlassen. Einen Löscheinsatz habe es nicht gegeben.

US-Luftfahrtbehörde will Modell prüfen

Der Pilot habe ausgesagt, dass ein Instrument im Cockpit Batterieprobleme angezeigt und es einen ungewöhnlichen Geruch gegeben habe. Bereits in den vergangenen Tagen hatten die Japaner wiederholt Pannen beim "Dreamliner" gemeldet, unter anderem den Verlust von Treibstoff oder Probleme mit der Computersteuerung für die Bremsen.

Die Japaner waren die Erstkunden für Boeings "Dreamliner" . Die Pannenserie bei dem hochmodernen Langstreckenflieger hat inzwischen auch die US-Luftfahrtbehörde auf den Plan gerufen. Die FAA kündigte vor wenigen Tagen an, das Modell genau unter die Lupe zu nehmen. Die staatlichen Experten werden dabei ein besonderes Augenmerk auf die elektrischen Systeme sowie auf die Mechanik legen. (dpa)



Kommentare
Aus dem Ressort
Brüssel prüft Vorwürfe zur Finanzierung der Jugendherbergen
Wettbewerb
Ein privater Hostel-Betreiber aus Berlin klagte bei der EU-Kommission gegen staatliche Subventionen, die deutsche Jugendherbergen erhalten. Nach Angaben des Jugendherbergswerks sind es jährlich drei Millionen Euro für 513 Standorte. Brüssel prüft jetzt etwaige Wettbewerbsverzerrungen.
Karstadt-Chef plant offenbar weiteichende Sparmaßnahmen
Karstadt
Kurz vor der dem mit Spannung erwarteten Treffen des Karstadt-Aufsichtsrats am Donnerstag hat Interimschef Miguel Müllenbach die Belegschaft der Warenhauskette nach einem Medienbericht auf tiefe Einschnitte eingestimmt. Die Sanierung werde „einschneidende Veränderungen“ nach sich ziehen.
Unternehmen dürfen älteren Arbeitnehmern mehr Urlaub geben
Arbeitsrecht
Ältere Arbeitnehmer dürfen aufgrund ihres Alters mehr Urlaub als Jüngere bekommen. Das Bundesarbeitsgericht wies am Dienstag entsprechende Klagen ab. Beschäftigte eines Schuhherstellers waren vor Gericht gezogen, weil ihre Kollegen ab 58 Jahren zwei Tage mehr Urlaub bekommen.
iPhone 6 und iPhone 6 Plus – Das können Apples Großhandys
iPhone 6
Größer, flacher, runder: Das neue iPhone 6 und sein riesiger Bruder iPhone 6 Plus folgen dem Trend zu Smartphones mit großzügigen Bildschirmen. Doch lohnt sich der Umstieg? Eins steht nach dem Test unserer Redaktion fest: Die Zeit, in der ein iPhone unverwechselbar war, ist vorbei.
Neues Apple-Update auf iOS 8.1 bügelt viele Schwächen aus
Apple
Apple hat eine neue Version seines Betriebssystems für iPhones und iPads bereitgestellt. Das Update auf iOS 8.1 stopft Sicherheitslücken und bringt verbesserte sowie neue Funktionen. Außerdem gibt es auch ein neues Tool zum Versenden von Kurznachrichten.
Umfrage
Weil sie laut sind und Feinstaub aufwirbeln hat die Stadt Graz vor kurzem Laubbläser verboten. Würden Sie sich ein solches Verbot auch im Revier wünschen?

Weil sie laut sind und Feinstaub aufwirbeln hat die Stadt Graz vor kurzem Laubbläser verboten. Würden Sie sich ein solches Verbot auch im Revier wünschen?