Agentur für Arbeit mit 1,4 Milliarden Überschuss

Nürnberg..  Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat erneut mit einem Milliarden-Überschuss überrascht. Im Jahr 2014 habe die aus Beiträgen von Arbeitgebern und Beschäftigten finanzierte Arbeitslosenversicherung ein Plus von 1,4 Milliarden Euro erwirtschaftet, sagte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise. „Die Bundesagentur-Finanzen haben sich im abgelaufenen Jahr sehr solide entwickelt.“ Ursprünglich hatte die BA für 2014 nur mit einem Plus von 160 Millionen Euro gerechnet.

Der Überschuss soll nach Weises Worten in die Rücklagen fließen, das BA-Finanzpolster für Krisenzeiten wachse damit auf 3,3 Milliarden Euro. Schwere wirtschaftliche Krisen, die ähnlich wie im Jahr 2008 ein milliardenschweres Kurzarbeiterprogramm erforderlich machen könnten, ließen sich damit aber nicht bewältigen, räumte Weise ein. „Bei langen Wirtschaftskrisen droht der Bundesagentur eine finanzielle Lücke von 20 bis 30 Milliarden Euro“, sagte der BA-Chef.

2014 habe die Bundesagentur unter anderem von der auf Rekordhöhe gestiegenen Beschäftigung in Deutschland profitiert. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten sei im Jahresschnitt um 500 000 gewachsen und habe dafür gesorgt, dass die Beitragseinnahmen 300 Millionen Euro über der ursprünglichen Kalkulation lagen. Hingegen lägen die Ausgaben für das Arbeitslosengeld I 2014 um 700 Millionen Euro über Plan, weil Kurzzeitarbeitslose länger ohne Job waren.