Das aktuelle Wetter NRW 8°C
Tarifabschluss

Ärzte an kommunalen Krankenhäusern bekommen mehr Geld

06.03.2013 | 15:53 Uhr
Ärzte an kommunalen Krankenhäusern bekommen mehr Geld
Der neue Tarfivertrag bringt Ärzten an kommunalen Krankenhäusern für das laufenden Jahr 2,6 Prozent mehr Lohn.Foto: dpa

Düsseldorf.  Mehr Geld für die rund 50.000 Ärzte an kommunalen Kliniken: Nach dreitägigen Verhandlungen haben sich Gewerkschaft und Arbeitgeber auf einen Tarifabschluss geeinigt. Die Ärzte bekommen rückwirkend zum 1. Januar 2,6 Prozent mehr Lohn und ab 2014 weitere 2,0 Prozent mehr.

Die rund 50.000 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern bekommen mehr Geld: Gewerkschaft und Arbeitgeber einigten sich nach dreitägigen Verhandlungen darauf, die Gehälter der Ärzte rückwirkend zum 1. Januar um 2,6 Prozent und ab 2014 um weitere 2,0 Prozent steigen zu lassen. Das teilten die Ärztegewerkschaft Marburger Bund und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) am Mittwoch in Düsseldorf mit. Der Marburger Bund bezifferte das Gesamtvolumen der Gehaltssteigerungen auf 5,2 Prozent.

Die Ärztegewerkschaft rechnete in die Steigerung auch Regelungen bei der Vergütung von Bereitschaftsdiensten ein. Zudem verständigten sich die Tarifpartner auf Änderungen bei den Arbeitszeitregelungen. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 23 Monaten.

Mehrkosten von 400 Millionen Euro für kommunale Kliniken

Die kommunalen Krankenhäuser werden laut VKA durch den Abschluss mit insgesamt rund 400 Millionen Euro belastet. Der Marburger Bund hatte ursprünglich unter anderem sechs Prozent mehr Gehalt gefordert.

Lesen Sie auch
Keine Annäherung in Tarifverhandlungen

In den Tarifverhandlungen für die gut 50.000 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern hat es am Freitag weiterhin keine Annäherung gegeben. Die Gespräche wurden auf den 4. und 5. März vertagt. Rund tausend Ärzte demonstrierten am Rande der Verhandlungen für mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen.

"Wir haben nach langen und zähen Verhandlungen ein akzeptables Ergebnis erzielt, das keine Jubelstimmung auslösen wird, aber in der Gesamtbetrachtung durchaus vorzeigbar ist", erklärte der Verhandlungsführer des Marburger Bundes, Rolf Lübke. VKA-Verhandlungsführer Joachim Finklenburg bezeichnete die Gehaltserhöhungen als "vertretbar". Bei der Krankenhausfinanzierung müsse es aber zu "grundlegenden Verbesserungen" kommen. (afp)



Kommentare
07.03.2013
00:42
Ärzte an kommunalen Krankenhäusern bekommen mehr Geld
von fogfog | #4

bald kommen auf einen pfleger drei ärzte. und wer von den vieren macht wohl die ganze
arbeit???

06.03.2013
23:29
Ärzte an kommunalen Krankenhäusern bekommen mehr Geld
von MalNachgedacht | #3

@2: Selbst schuld. Die Ärzte nutzen ihren hohen Organisationsgrad (bis vor kurzem noch 98,5% Mitglieder im Marburger Bund) und legen Dir nunmal kollektiv die Bude lahm, wenn es nicht passt.

Das Pflegepersonal geht ein bischen bei der PDL oder Pflegedirektion rumheulen und kommt am nächsten Tag kleinlaut wieder zur Arbeit.

06.03.2013
21:54
Ärzte an kommunalen Krankenhäusern bekommen mehr Geld
von rogerausmh | #2

und am anderen Personal wird weiter gespart.

06.03.2013
21:09
Ärzte an kommunalen Krankenhäusern bekommen mehr Geld
von Karlot | #1


Welch ein Glück! Die Ängste der Krankenhausärzte vor Verarmung ist erst einmal gestoppt.

Aus dem Ressort
Hat Karstadt eine Zukunft? Vieles hängt von René Benko ab
Karstadt
Banges Warten bei 17 000 Karstadt-Beschäftigten: Der Aufsichtsrat berät am Donnerstag über die Zukunft der sanierungsbedürftigen Warenhauskette. Wird am Ende des Treffens das Aus für eine große Zahl der Häuser verkündet?
Mülheimer Presta-Werk bekommt von Thyssen-Krupp eine Chance
Industrie
Thyssen-Krupp will dem Presta-Werk in Mülheim „eine faire Chance“ geben, im konzerninternen Ringen um Aufträge weiter mitzuwirken. Um eine Zukunft zu haben, müsse der Standort, der aktuell 350 Mitarbeiter hat, aber wirtschaftlicher werden. Die Zukunft des Werkes hing zuletzt am seidenen Faden.
DIHK-Chef warnt, Dauerstreiks würden Wirtschaft hart treffen
Streiks
Für Pendler und Reisende ist der Lokführer-Streik mindestens nervig, für die deutsche Wirtschaft könnte er verheerend werden: DIHK-Geschäftsführer Martin Wansleben warnt in einem Interview, längere Streiks könnten die wirtschaftliche Entwicklung empfindlich beeinträchtigen.
Praktikum kostet junge Oberhausenerin das Arbeitslosengeld
Soziales
Die Oberhausenerin Sabine M. ist auf Jobsuche. Die Zeit bis zur Einstellung nutzt sie und macht ein Praktikum. Obwohl es unbezahlt ist, wird ihr das Arbeitslosengeld gestrichen - zu Recht, sagt die Agentur für Arbeit. "Eigeninitiative ist wohl nicht erwünscht", bilanziert die junge Frau bitter.
Patrick Pouyanné wird neuer Konzernchef des Öl-Riesen Total
Nachfolger
Nach dem Unfalltod des Total-Direktors Christophe de Margerie setzt der französische Ölkonzern erst einmal auf ein Führungstandem. An die Spitze rückt Raffinerie-Direktor Patrick Pouyanné. Bis Ende 2015 steht ihm Ex-Chef Thierry Desmarest als Vorsitzender des Verwaltungsrats zur Seite.
Umfrage
Die Stadt Duisburg will Schul-Parkplätze an Lehrer vermieten – aber auch an Anwohner. Eine gute Idee?

Die Stadt Duisburg will Schul-Parkplätze an Lehrer vermieten – aber auch an Anwohner. Eine gute Idee?