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Urteil

Abgas-Skandal: Händler muss VW nicht zurücknehmen

16.03.2016 | 09:45 Uhr
Richter Ingo Streek im Landgericht Bochum: Ein Kläger hatte den Kaufpreis für sein Auto von VW zurückgefordert. Foto: dpa

Bochum.  Ein VW-Kunde wollte vor Gericht den Kaufpreis seines vom Abgas-Skandal betroffenen Autos einklagen. Die Richter entschieden dagegen.

Volkswagen-Kunden können nach einer Entscheidung des Landgerichts Bochum nicht auf einen Rückgabeanspruch für vom Abgas-Skandal betroffene Fahrzeuge setzen. Die Mängel an einem VW Tiguan mit manipulierten Abgaswerten seien nicht so erheblich, dass der Käufer vom Kaufvertrag zurücktreten könne, sagte Richter Ingo Streek am Mittwoch in einem der bundesweit ersten Urteile im Zusammenhang mit dem Abgasskandal vor dem Landgericht Bochum.

Der Fall könnte die Justiz nun weiter beschäftigen. Der Kläger-Anwalt hatte bereits angekündigt, die nächsthöhere Instanz anrufen zu wollen – dann könnte der Streit letztlich sogar beim Bundesgerichtshof landen.

VW erwartet Klagewelle

Volkswagen muss sich im Zuge des Abgasskandals mit einer ganzen Klagewelle auseinandersetzten. Zuletzt hatten Profi-Investoren vor dem Landgericht Braunschweig über drei Milliarden Euro Schadenersatz gefordert. Auch in den USA, wo der Abgas-Skandal durch die Umweltbehörde EPA öffentlich gemacht wurde, sind bereits zahlreiche Sammelklagen von Autobesitzern und Investoren eingegangen. (rtr)

Abgas-Skandal: VWs juristische Probleme

Kommentare
16.03.2016
10:38
Abgas-Skandal: Händler muss VW nicht zurücknehmen
von rudizehner | #1

Während VW in den USA derzeit gaaaaanz kleine Brötchen backt, Verträge wandelt und die betrogenen Kunden mit Gimmicks überhäuft, werden die deutschen...
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2016-03-16 09:45
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