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Belastung

Ab Dienstag fließt der Lohn in die eigene Tasche

13.07.2009 | 11:18 Uhr
Ab Dienstag fließt der Lohn in die eigene Tasche

Frankfurt. Von jedem verdienten Euro bleiben den Bundesbürgern nur 46,7 Cent. Die Belastung durch Steuern und Abgaben ist in 2009 so hoch wie seit sechs Jahren nicht. Deshalb arbeiten die Menschen in Deutschland laut einem Bericht der Bild-Zeitung erst ab Dienstag für den eigenen Geldbeutel.

Die Belastungen der Bundesbürger durch Steuern und Sozialabgaben sind in diesem Jahr nach Berechnungen des Bundes der Steuerzahler so hoch wie seit 2003 nicht. Bis zum Dienstag, 08.42 Uhr, und damit sechs Tage länger als 2008 arbeiten die Beschäftigten in diesem Jahr rechnerisch nur für Staat und Sozialkassen, wie die «Bild»-Zeitung berichtete. «Das gesamte Einkommen, das die Steuer- und Beitragszahler vorher erwirtschaftet haben, wurde rein rechnerisch an den Staat abgeführt», sagte der Präsident des Steuerzahlerbundes, Karl Heinz Däke, dem Blatt.

Nach Berechnungen seiner Organisation müssen die Arbeitnehmer in diesem Jahr 53,3 Prozent ihrer Brutto-Einkünfte an den Fiskus und die Sozialkassen zahlen, sie können also nur 46,7 Prozent gehalten. So hoch war die Belastung laut Steuerzahlerbund zuletzt im Jahr 2003. So gehen von jedem Euro Einkommen 32,7 Cent für Steuern ab. Davon 7,2 Cent Mehrwertsteuer, 10,8 Cent Lohn-/Einkommensteuer und Soli-Zuschlag, 2,2 Cent Energiesteuern sowie 12,5 Cent für sonstige Steuern wie Erbschaft-, Kfz-Steuer. An die Sozialkassen werden laut Steuerzahlerbund 20,6 Cent abgeführt. Davon 10,3 Cent Rentenversicherungsbeiträge, 7,9 Cent Krankenkassenbeiträge, 1,4 Cent für die Arbeitslosenversicherung und 1 Cent für die Pflegeversicherung.

Steuerzahlerbund sieht gesunkene Einkünfte als Grund

Die Belastung ist dieses Jahr gestiegen, obwohl die Lohnsteuer im Rahmen des Konjunkturpakets leicht gesenkt wurde und die Sozialbeiträge zurückgingen. Zur Begründung verweist der Steuerzahlerbund auf die gesunkenen Einkünfte. Die Belastungsquote habe sich erhöht, weil die Einkommen stärker gesunken seien als die Abgaben.

Däke sprach sich vor diesem Hintergrund für Steuersenkungen aus. «Trotz der Finanzkrise werden auch 2009 die dritthöchsten Steuereinnahmen aller Zeiten erwartet», sagte der Steuerzahlerbund-Präsident. «Nachhaltige Steuerentlastungen sind daher nicht nur finanzierbar sondern auch dringend geboten, wenn der Steuerzahlergedenktag künftig deutlich früher sein soll.»

DerWesten

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Kommentare
14.07.2009
09:07
Blockierter Kommentar.
von rene.bogdanski | #12

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

14.07.2009
01:01
Ab Dienstag fließt der Lohn in die eigene Tasche
von thiesbuerger | #11

Immer derselbe Mist. Jedes Jahr.
Es wird langsam langweilig.

Wer gegen Steuern ist oder gegen die Versicherung sozialer Risiken, der soll auch sagen, wie wir sonst unser Gemeinwesen finanzieren sollen und wie jeder sonst für seine
soziale Sicherheit aufkommen soll.
Vielleicht durch private Versicherungen, damit wir den Versicherungskonzernen noch mehr Gewinne in den Rachen werfen?

14.07.2009
01:00
Ab Dienstag fließt der Lohn in die eigene Tasche
von dasKollektiv | #10

und dem deutschen Michel ist das noch nie aufgefallen???

13.07.2009
15:41
Ab Dienstag fließt der Lohn in die eigene Tasche
von scorpionx | #9

schön, dass es in diesem jahr reichlich möglichkeiten gibt,
diesen missstand zu beseitigen ...

wahltag ist zahltag !!!

für soziale gerechtigkeit und gegen krieg -> mein herz schlägt links ...

13.07.2009
14:14
Ab Dienstag fließt der Lohn in die eigene Tasche
von supply | #8

Schön für die, die noch Lohn bekommen...nur die frage: wie lange bekommen die noch Lohn?

13.07.2009
14:06
Ab Dienstag fließt der Lohn in die eigene Tasche
von das_ende_der_welt_ist_nahe | #7

#6 : genau, danke fürs stichwort : wie gehts eigentlich dem transrapid ? wird mal wieder zeit, sich bei youtube das gestottete des alm-öhis anzuhören ....

13.07.2009
13:37
Ab Dienstag fließt der Lohn in die eigene Tasche
von dsfdsfdsf | #6

@jo:
ich denke nicht, dass ich noch von der rentenversicherung profitieren werde, wenn es soweit ist. wieviel rente wird denn wohl in 30 jahren gezahlt? und wie wird das verhältnis von eingezahltem zu ausgezahlter rente sein?ich seh da schwarz.
wenn ich nur darauf bau werde ich später wohl niemals über die runden kommen. irgendwie ein beschissenes system.

@ein läufer
der staat bist du-wir alle....sowas gabs noch nie. wie war das mit den schweinen und den trögen gleich noch...
wenn man sich ansieht, wie teilweise von politikern das geld aus dem fenster geworfen wird kann sich doch nur wundern (finanzhilfen, transrapid,flüge von politikern...endlose liste...)
jeder ist sich selbst dere nächste, aber im moment ist es ganz extrem weil sich die politiker ja noch nicht mal mehr die mühe machen richtig zu lügen...siehe die derzeitige rentendiskussion.
wen soll man denn da wählen? versprechen doch alle viel, aber ändern wird sich nichts...

13.07.2009
12:50
Ab Dienstag fließt der Lohn in die eigene Tasche
von B. Schmitz | #5

hauptsache die oberen scheffeln sich die Taschen voll und können aus dem vollen schöpfen. Politiker erhöhen sich die Diäten, weil sie ja soooooo wenig verdienen. Wir Steuerzahler werden doch wirklich für blöd gehalten.Wichtig ist ja für die Politiker, dass unsere Steuergelder in Pleitefirmen gesteckt werden. Manager & Co. haben hier doch freie Bahn und können Gelder verschleudern.

Zu der Frage wo bleiben die Gewerkschaften ist zu sagen: Die wollen doch auch nur ihr Schäfchen im trockenen haben und denken auch nur an ihre eigene Tasche.

13.07.2009
12:27
Ab Dienstag fließt der Lohn in die eigene Tasche
von Ein Läufer | #4

@schaumalan

Der Staat bist DU !!! Wir alle...!

13.07.2009
12:01
Ab Dienstag fließt der Lohn in die eigene Tasche
von Jo | #3

Ganz genau, mit dem kompletten Steuergeld kaufen sich Frau Merkel und Konsorten nun ein paar Flaschen Schampus und jede Menge Kaviar und lässt es sich gutgehen...

Was ich sagen will: ist ja nicht so, dass man von den Abgaben nicht profitiert. Insbesondere von den Beiträgen in die Kranken- und Rentenversicherung kann man schneller profitieren als einem lieb ist.

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