1000 Mercedes-Mitarbeiter sollen freiwillig gehen
05.11.2009 | 07:14 Uhr 2009-11-05T07:14:00+0100
Stuttgart. Rund 1000 Stellen bei Mercedes sollen im kommenden Jahr wegfallen. So will es die Daimler-Spitze. Allerdings gibt es für die Pläne ein Hindernis: Bis 2011 darf es im Unternehmen keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Nun hofft Daimler auf Freiwillige.
Der Autobauer Daimler will bis Ende März 2010 rund 1000 Stellen bei seiner Pkw-Sparte Mercedes in Deutschland streichen. Eine Unternehmenssprecherin sagte am Mittwoch in Stuttgart, Unternehmensleitung und Gesamtbetriebsrat hätten ein entsprechendes freiwilliges Programm zum Personalabbau vereinbart.
Das Angebot richtet sich den Angaben zufolge an Mitarbeiter bis zum Alter von 50 Jahren. Dabei bestehe auch die Möglichkeit, die Arbeitszeit für drei Jahre zu reduzieren oder sich befristet freisetzen zu lassen. Über die finanziellen Auswirkungen des Programms konnte der Autobauer zunächst keine Angaben machen.
Keine betriebsbedingten Kündigungen bis 2011
Personalvorstand Wilfried Porth sagte: «Auf der Basis unserer Vereinbarungen mit dem Gesamtbetriebsrat geben wir den Mitarbeitern in den deutschen Pkw-Werken die Möglichkeit, das Unternehmen zu verlassen. Dies ist die Konsequenz unserer Maßnahmen zu Kostensenkung und Effizienzsteigerung.»
Bei Daimler sind betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2011 ausgeschlossen. In Deutschland waren Ende September bei dem Konzern 163.500 Mitarbeiter beschäftigt. Das waren 5.200 weniger als im Vorjahreszeitraum.
Durch eine Äußerung von Daimler-Chef Dieter Zetsche hatten die Spekulationen über einen weiteren Stellenrückgang bei dem Unternehmen neue Nahrung bekommen. «Es ist eine Frage, wie wir aus der Krise kommen. Wir müssen realistisch sein, die Beschäftigtenzahlen werden 2010 nennenswert rückläufig sein», war Zetsche von der «Südwest Presse» zitiert worden.
Massiver Sparkurs
Der Konzern hatte wegen der Absatzkrise einen massiven Sparkurs angekündigt. Bislang sind die Kosten um 3,5 Milliarden Euro gesenkt worden. Im dritten Quartal hatte der Hersteller einen Mini-Gewinn von 56 Millionen Euro nach Steuern eingefahren. Für das erste Halbjahr hatte Daimler noch einen Verlust von rund 2,3 Milliarden Euro ausgewiesen. Bei dem Konzern sind zurzeit 27.400 Beschäftigte in Deutschland in Kurzarbeit, für 89.000 Mitarbeiter gilt eine Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich.
Beim letzten radikalen Sparprogramm hatte die Mercedes-Gruppe 9.700 Stellen abgebaut, 1.200 mehr als ursprünglich geplant. Der Konzern hatte die Jobs über Abfindungen und Frühpensionierungen gestrichen. (ap)

09:06
Gibt es eigentlich noch Gewerkschaften Rote Socke ?
19:05
Da kann die Gewerkschaft ja wieder fordern. Trötchen raus und reinpusten vor der Zentrale.
08:48
Und wieviele von den 1000 kommen aus der Vorstandsetage?
07:47
Und das werden nicht die Letzten sein.....aber wenn se Glück haben und Mercedes die Krise überlebt können se ja als Leihsklave für 30% des früheren Lohn wieder anfangen!
07:31
Wer räumt denn in der Zeit, wo es keine Arbeitsplätze gibt, freiwillig seinen Arbeitsplatz und muss noch mit einer Sperre der Agentur für Arbeit rechnen?
Unfähige Manager, Betriebsräte und Vorstände sollten mal als erstes ihre Kündigung einreichen. Sie können aber genauso gut auf ihre hochgestochenen Gehälter, Bonizahlungen usw. verzichten oder herunterschrauben. Abe das geht ja nicht. Sie wollen ja schließlich weiter leben wie die Marde im Speck. Der kleine muss ja mit weniger auskommen, damit es in Deutschland bald nur noch arm und reich gibt und keine Mittelschicht mehr.
Ich kann mir schon denken, wem nahegelegt wird zu gehen. Das sind die Mitarbeiter über 50 Jahre, die in dem Jugendwahn von Deutschland sowieso keine Stelle mehr bekommen. Die Firmen setzen doch mittlerweile nur noch auf junge, dynamische Mitarbeier. Sie bekommen ein geringes Gehalt und sollen die Erfahrung eines 50jährigen haben.
05:45
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20:34
Als erstes sollten mal die unfähigen Manager gehen...
19:45
och bei mercedes kannste auf ne dicke abfindung hoffen...hab nen kollegen der hatte ne befristung für 1Jahr wr vormals zwei jahre da hat 12.000€ netto gehabt
19:17
Ja sicher, ich geb freiwillig meinen Konzernarbeitsplatz auf.
Ohne eine dicke Abfindung wird wohl kaum einer seinen
Arbeitsplatz freiwillig verlassen.