1,50 Euro Stundenlohn in Friseursalons
08.10.2009 | 20:19 Uhr 2009-10-08T20:19:00+0200
Köln. In Friseursalons werden Dumping-Löhne von 1,50 Euro gezahlt. Das hat das Hauptzollamt Köln bei einer Razzia in 150 Friseursalons entdeckt. 450 Arbeitgeber wurden befragt. Die Ermittlungen dauern an.
Im Kampf gegen Schwarzarbeit und Lohndumping hat das Hauptzollamt Köln 150 Friseursalons überprüft. Wie die Behörde am Donnerstag mitteilte, wurden Anfang Oktober in Köln, Bonn, dem Rhein-Erft-Kreis, dem Rhein-Sieg-Kreis, dem Rheinisch-Bergischen Kreis und dem Oberbergischen Kreis 450 Arbeitgeber und Beschäftigte befragt. Im Einzelfall wurden Stundenlöhne von nur 1,50 Euro bis 5,00 Euro festgestellt. Die Ermittlungen wegen Lohndumpings dauern an.
Nach vorläufigen Ergebnissen konnten acht Verstöße direkt vor Ort geahndet werden. Bei mehreren Personen wird zudem geprüft, ob Sozialleistungen zu Unrecht bezogen worden sind. In einigen Fällen besteht der Verdacht von Verstößen gegen Meldepflichten. Den Betroffenen drohen Bußgelder und Strafverfahren. (ddp)

20:33
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14:01
Ich hätte da noch einen Tip für die Redakteure: Seht Euch mal die Löhne bei den Zeitungszustellern der WAZ-Gruppe an, dann dürft Ihr Euch empören; aber, wer im Glashaus sitzt....
11:24
Guidos Mitte der Gesellschaft:
Für G. ist die Mittelschicht diejenige, welche die Hälfte des Spitzenverdiensts (Ackermann ca. 14 Mio. p.a.) einsackt, also 7 Mio. € p.a. für den privaten Verbrauch. Diese gilt es steuerlich zu entlasten (die sogenannte Null Steuer Regel, weil nach Ausschöpfung aller Steuertricks Null-Steuern fließen).
08:52
Guidos Traum....wir zahlen Bürgergeld, brauchen Unternehmer keine Löhne mehr zahlen....
08:41
Wenn selbst 5 Euro Haarschnitte nur alle paar Monate geleistet werden können .....
Daher will die FDP ja auch die Gehälter um 80 000 per Anno entlasten.
Und warum sollte man nicht für die 80 000-er Schulden machen?
Denn man hat doch für die 500 000-er auch Schulden gemacht?
Das ist doch gerecht.
Die 500-er können das nachfühlen.
07:15
Man , man immer sofort dieser Neid das ein anderer mehr haben könnte. Ich bezweifel Stark das Frisöre noch soviel nebenbei bekommen wie es früher einmal üblich war. (das weiss ich auch aus erster HAnd). Der Verdienst von Frisören war schon immer gering und durch Fön-selbst und alle-freisuren-5-euro wird das auch nicht besser.
Die Geiz ist geil Masche und lästern über den Schwächeren Methoden werden Deutschland den gar ausmachen. Oder haben es längst !
Qualität kostet eben Geld .... andere Länder sehen auch zu zuerst einheimische Produkte zu kaufen, auch für mehr Geld um den wirschaftlichen Kreislauf in Schwung zuhalten. Wer nur billig einkauft, sollte sich hier evtl geschlossen halten.
06:52
#2 dein name sagt alles passt zum kommentar
05:25
Das Abrutschen der Löhne im Friseurhandwerk in Niveaus zwischen 1,50€ bis 5,00€/Std. ist auch ein sehr, sehr gravierdender Gesichtsverlust für die Handwerkskammer. Diese jahrelange Ignoranz vor dem Lohndumping trägt nun Früchte. Schlimm ist, dass sich so das Handwerk als ein Zukunftsberufsfeld selbst zerlegt.
Wie soll man junge Menschen für das Handwerk gewinnen und Zukunftsmodelle aufzeigen, wenn das Handwerk selbst die Perspektiven wie Comic-Zeichensprachblasen zerplatzen läßt.
22:51
#27: Für die Leute mit den angeblich 1,50€ die Stunde lohnt sich die Arbeit bestimmt mehr als bei einem ehrlichen Friseur, der den Mindestlohn aus dem Tarifvertrag zahlt. Schwarz kommt da nämlich netto deutlich mehr raus.
Nur hat keiner Lust, das gegenüber dem Zoll zuzugeben. Der Arbeitnehmer sowieso nicht, da ihm so gar nichts nachgewiesen kann.
Der Arbeitgeber auch nicht, da ihn die Strafe wegen Lohndumping / Sittenwidrige Verträge sehr viel billiger kommt als die wegen Lohn- und Umsatzsteuerbetrug.
Der Zoll wiederum kann mangels Beweisen nichts machen, ausser in der Preseemitteilung brav nacherzählen, wie man ihn für dumm verkauft.
22:20
Friseur war einmal ein geachtetes Handwerk.
Salons waren bis zur Rente eine sichere Einkommensquelle mit arbeitsfreiem Montag.
Der Niedergang der Branche begann mit den ersten Billigläden, größtenteils auch heute noch in türkischer Hand.
Leider zeigt sich dieser Abwärtstrend auch in anderen Branchen.
Dazu hat auch beigetragen, daß viele Handwerke heute auch ohne Meistertitel ausgeübt werden dürfen. Natürlich mit entsprechend schlechter Qualität.
Zudem wird der heimische Arbeitsmarkt durch ein Überangebot ungelernter ausländischer Billigarbeitskräfte überschwemmt.