Wenn Schnarchen zur Krankheit wird

Dicht gedrängt stehen Interessierte regelmäßig am Stand der Selbsthilfegruppe Schlafapnoe, die auch diesmal wieder beim Gesundheitstag im Parktheater dabei sein wird.
Dicht gedrängt stehen Interessierte regelmäßig am Stand der Selbsthilfegruppe Schlafapnoe, die auch diesmal wieder beim Gesundheitstag im Parktheater dabei sein wird.
Foto: Josef Wronski/IKZ
Was wir bereits wissen
Der Vorsitzende des Bundesverbandes Schlafapnoe, Werner Waldmann, kommt zum Iserlohner Gesundheitstag.

Iserlohn..  Geschnarcht wird in unzähligen Schlafzimmern. Schnarchen ist oft ein Problem im Zusammenleben zweier Menschen. Doch es kann sich um eine gefährliche Krankheit handeln, wenn in der Nacht immer wieder der Atem stockt.

Die Atemwege fallen komplett in sich zusammen, so dass keine Luft mehr hindurchgeht. So kommt es zu den Atempausen, die vom Schnarcher selbst nicht wahrgenommen werden. Das kann bis zu drei Minuten dauern; doch spätestens dann sendet der um den lebensnotwendigen Sauerstoff gebrachte Organismus ein Alarmsignal ans Gehirn, und es kommt zu einer Weckreaktion. Der Schnarcher wacht kurz auf, was ihm meist nicht bewusst wird. Durch dieses Erwachen strafft sich die Muskulatur seiner Atemwege, sodass er wieder Luft bekommt. Mit einem explosionsartigen Schnarchgeräusch saugt er die Luft in seine Lungen. Eine unbehandelte Schlafapnoe kann schwerwiegende Folgeerkrankungen nach sich ziehen: Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes, Impotenz.

Bundesverbands-Vorsitzenderhält einen Vortrag

Einen Experten in diesem Bereich konnte das Orgateam mit Unterstützung der Selbsthilfegruppe Schlafapnoe für den zehnten Iserlohner Gesundheitstag gewinnen. Werner Waldmann ist Vorsitzender des Bundesverbands Schlafapnoe und Schlafstörungen Deutschland, außerdem Herausgeber von „das schlafmagazin“ und „Medizinjournalist“. Er hat unter anderem bereits zahlreiche Ratgeber und Sachbücher veröffentlicht. Waldmann ist es ein besonderes Anliegen, das inzwischen als Volkskrankheit anerkannte Leiden der Schlafapnoe bekannt zu machen und Betroffene zu motivieren, sich bei einem entsprechenden Verdacht untersuchen und auch behandeln zu lassen. Im Rahmen seines Vortrages will der Fachmann die Krankheit und die derzeitigen Möglichkeiten, sie in den Griff zu bekommen, vorstellen.

Wer über den Vortrag hinaus noch Fragen hat, kann beim Gesundheitstag im Parktheater-Foyer den Stand der Schlafapnoe-Selbsthilfegruppe besuchen, die Mitglieder sind – wie in den vergangenen Jahren – auch diesmal wieder dabei. Die Gruppe um Freddy Klahold hat dann unter anderem so genannte CPAP-Masken im Gepäck. Dabei handelt es sich um eine Beatmungsform, die die Spontanatmung des Patienten mit einem dauerhaften Überdruck kombiniert. Auch weitere Selbsthilfegruppen werden sich wieder vorstellen.