Kritik an von Guttenberg
Wer schreibt eigentlich die Gesetzte?
12.08.2009 | 19:26 Uhr 2009-08-12T19:26:00+0200
Essen/Berlin. Verschwendung von Steuergeldern: Dies wird Wirtschaftsminister von Guttenberg vorgeworfen. Der Grund: Er hat externe Anwälte statt seine eigenen Mitarbeiter beauftragt, einen Gesetzenwurf zu schreiben.
Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg (CSU) ist wegen des Einsatzes externer Berater in die Kritik geraten. Ihm wird vorgeworfen, er habe den kompletten Gesetzentwurf zur staatlichen Zwangsverwaltung maroder Banken nicht von Mitarbeitern seines Hauses erstellen lassen, sondern von der Anwaltskanzlei Linklaters. Justizministerin Zypries warf ihm „Verschwendung von Steuergeldern” vor. Bundeskanzlerin Merkel stärkte Guttenberg dagegen den Rücken. Regierungssprecher Wilhelm sagte, die Kanzlerin sehe keinen Anlass zur Kritik.
"Eine hoheitliche Aufgabe"
Auch Verbände und Experten kritisieren Guttenberg. „Das ist eine problematische Entwicklung”, sagt Ulrich Müller, Vorstandsmitglied der Initiative „Lobby Control”, der WAZ. Schließlich sei das Schreiben von Gesetzestexten eine hoheitliche Aufgabe der demokratisch legitimierten Institutionen. Dass immer öfter Gesetze von Anwaltskanzleien geschrieben werden, sorgt auch den Staatsrechtler Hans Herbert von Arnim. „Es ist alarmierend, dass Ministerialbeamten ihre Kernfunktion, das Erarbeiten von Gesetzentwürfen, nicht mehr zugetraut wird”, sagte er. Obendrein sei nicht durchsichtig, wen solche Kanzleien zudem noch berieten, welche Bank oder welches Großunternehmen die Arbeit möglicherweise beeinflusse. „Die Öffentlichkeit hat die berechtigte Sorge, dass aus dem Gesetzgeber ein Gesetznehmer wird”, sagte der Parteienkritiker und Professor der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer. Dass die Anwälte Einfluss auf das Gesetz genommen hätten, weist das Ministerium zurück: „Blanker Unsinn.” In der Tat hätten die Linklaters-Leute nach einem Modell gearbeitet, das der Minister ihnen vorgegeben habe, erklärte das Ministerium.
Auch der Bund der Steuerzahler ist empört. „Das Personal des Wirtschaftsressorts kostet die Steuerzahler jährlich über 400 Millionen Euro”, sagte Bundesgeschäftsführer Reiner Holznagel. Dann könnten die Steuerzahler auch erwarten, dass die Beamten die Gesetzentwürfe selbst schreiben.

16:27
Hat denn immer noch keiner bemerkt, dass CDU/CSU/FDP reine Wirtschaftsparteien sind?
Warum sollten die denn etwas für den Bürger tun?
Der so genannte Souverän lässt sich doch in den Hintern treten und bedankt sich auch noch mit seiner Stimme dafür.
Die Steuern werden ja nach den Wahlen gesenkt.
Klar; für Millionäre und Wirtschaftsbosse.
blinker5902
09:37
Die Firma die das von Guttenberg Gesetz komplett geschrieben hat, arbeitet auch für alle großen Banken in Deutschland!
Also kann sich doch jeder vorstellen, zu wessen Vorteil dieses Gesetz gemacht wird.
Das ist reine Lobby Arbeit die Herr Guttenberg da betreibt.
Jetzt weiß auch jeder, warum er auch bei der FDP so beliebt ist!
Wenn Merkel zeigen will das sie die Chefin ist, dann muss sie Guttenberg entlassen!
09:31
Wir können nicht nur erwarten das beamte die Gesetze schreiben. Wir können auch erwarten das die Politiker ihren Beamten auch die richtigen Anweisungen geben. Dies ist in der Vergangenheit selten der Fall gewesen. Allein die schlampige und schmierige Gesetzesvorlage für Hartz IV, durch das Arbeitsministerium ,hat der BRD einen massiven Vertrauensverlust zugefügt. Frau Zypries war auch massiv an der Hartz IV-Gesetzgebung mitverantwortlich beteiligt. Als Neueinsteiger wäre ich ihr gegenüber auch sehr vorsichtig.