Ein Verlierer: VfL
VfL Bochum trennt sich von Kuntz
27.03.2008 | 23:55 Uhr 2008-03-27T23:55:00+0100Bochum. Der Fußball-Bundesligist strebt das Ende der Zusammenarbeit mit dem Sportvorstand bis Mitte April an. Nach Ansicht der Fans gibt es nach dem Machtkampf zwischen Aufsichtsrat und Kuntz vor allem einen Verlierer: den VfL.
In den letzten Tagen war die See um den VfL Bochum ruhig geworden, zu ruhig anscheinend. Denn gestern Abend sah sich der Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligisten genötigt, mit einer Erklärung kräftigen Wind über das stille Wasser zu schicken. Tenor: Wir haben alles gemacht, um Stefan Kuntz als Sportvorstand zu halten, aber er wollte ja nicht.
Was wohl nur der halben Wahrheit entspricht. Denn zu dem Zeitpunkt, als der Aufsichtsrat – laut der Erklärung von gestern Abend im Februar dieses Jahres – das Angebot gemacht hat, den Vertrag zu verlängern, lag längst ein anderes Papier auf dem Tisch, das eine Zusammenarbeit nach Ansicht des Vorstandes kaum mehr möglich gemacht hätte.
Streit um den Einfluss des Aufsichtsrats
Im November letzten Jahres sollte der Vorstand des VfL Bochum – also Ansgar Schwenken und Stefan Kuntz – unterschreiben, dass ab sofort jede Entscheidung über einen gewissen Rahmen hinaus zunächst vom Aufsichtsrat abgesegnet werden müsse. Der Rahmen soll dabei sehr eng gesteckt worden sein, so eng, dass der Vorstand ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben habe, ob dies überhaupt satzungskonform sei. Dem Gutachten folgte ein Gegengutachten des Aufsichtsrates, bis heute sollen weder Schwenken noch Kuntz das Papier unterschrieben haben.
Deshalb lehnte Kuntz im Februar auch das Angebot des Aufsichtsrates zu einer vorzeitigen Vertragsverlängerung ab, weil er die Basis für eine gedeihliche Zusammenarbeit nicht mehr gegeben sah.
Zu der Erklärung mochte Stefan Kuntz am Donnerstag nicht Stellung nehmen. „Ich möchte dem VfL Bochum nicht schaden, ich sage dazu nichts.”
Noch lange kein Schlussstrich
Laut der Pressemeldung des Vereins wird eine Beendigung der Zusammenarbeit mit dem 45-jährigen Kuntz, der seit Tagen beim abstiegsbedrohten Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern als neuer Vorstandsvorsitzender gehandelt wird, in der ersten Hälfte des kommenden Monats angestrebt. Seine Aufgaben im Lizenzspielerbereich wird kommissarisch Trainer Marcel Koller wahrnehmen, für die übrigen Aufgaben soll Ansgar Schwenken verantwortlich zeichnen, bis ein Nachfolger bestellt ist.
Es wird wohl noch eine ganze Zeit dauern, bis unter die ganze Angelegenheit ein Schlussstrich gezogen werden kann. Denn es bleiben nach wie vor viele Fragen offen.
Eine davon ist, warum das Gremium Aufsichtsrat mit Werner Altegoer an der Spitze es überhaupt zu einer Eskalation hat kommen lassen. Altegoer gab jüngst in einem Interview mit Reiner Callmund (http://www.calli.tv/) zu, dass er mit Kuntz „ein freundschaftliches Verhältnis” hatte, das gelitten habe.
Nach Ansicht vieler Fans hat Altegoer vordergründig einen Machtkampf gewonnen, den die meisten für völlig überflüssig halten. Für sie hat unter dem Strich vor allem einer verloren: der VfL Bochum.

16:20
@nullnullsieben: Hatte ich weiter oben schon mal geschrieben, passt aber gut zu Deinem Kommentar.
Auch wenn Stefan ein Pfälzer sein sollte....
Er hatte bestimmt Ziele mit dem VfL und mit Marcel Koller. Diese waren sicher höher als Platz 8 oder 9 in der Liga.
Stefan hätte es sicher noch ein paar Jahre gemacht in Bochum, hätte den Verein eine solide Basis verschafft, wenn man ihn hätte machen lassen. Und einem Klassemann wie Kuntz muss man dann halt Zugeständnisse machen.
Vielleicht wollte er auch Machtstrukturen, die er sicher aus seiner Vorzeit beim VfL kannte, modernisieren. Diese Strukturen hat wohl unterschätzt.
Vor allem hat er die Bräsigkeit des Herrn Altegoer unterschätzt. So was will sich Stefan offenbar nicht länger antun, schon gar nicht, wenn man, wie er, ein Klassemann ist und sich quasi aussuchen kann, wo man arbeitet.
Und Stefan zieht es wohl vor, seine Ziele mit dem VfL, an dem sicher, soviel kann ich sagen, auch ein paar Fasern seines Herzens hängen!, den Bach runter gehen zu lassen, als sich mit diesem primitiven Präsidenten auseinanderzusetzen.
Von daher steht für mich fest: Ein Präsident, der Stefan Kuntz nicht halten KANN, der ist unfähig und gehört auf die Straße gesetzt. Ein Präsi, der Stefan nicht halten WILL ist dumm und schädigt den Verein.
Der Werner macht uns alle lächerlich, sonst nix!
16:09
Noch viel schlimmer,ist der Kommentar im Reviersport,,Fehlender Respekt`` von Ulrich Homann!
So einen propaganda Dreck hab ich selten gelesen.
Der Text bezieht sich nur pro Altegoer,in seiner schlimmsten Form!!
Es reicht jetzt endgültig,muss man sich so etwas noch länger gefallen lassen?
Wacht endlich auf!
13:05
Die Erkenntnis, dass unser VfL von einem kranken alten bösartigen Mann geführt wird, tut mehr weh, als jede Niederlage.
Hat nicht jeder in der Liga den VfL gelobt als ein erfolgreiches Zukunftsmodell? Wie kann man eine solche Chance einfach so wegschmeißen? Was für eine Blamage.
Ich habe wenig Hoffnung für die Zukunft, Jungs.
23:36
Zu diversen vorhergehenden Kommentaren: Hier wird völlig die Bedeutung eines guten und nachhaltigen Managements für den Erfolg eines Vereins verkannt! Es ist auch lächerlich, wie über Herrn Kuntz hergezogen wird. Wirklich erfolgreiches Managment gelingt nicht aus Geldgier, sondern nur mit echtem Gestaltungswillen für das Ganze eines Teams und Vereins. Die Klischees über Funktionäre, Zusammenhalten-ist- alles und Geldgier sind abgedroschen und eindimensional.
22:47
Wer weiß wirklich was hinter den Kulissen des Vfl in den vergangenen Wochen passiert ist? Ist es wirklich Herr Kuntz alleine gewesen, der die Neuverpflichtungen getätigt hat oder hat er im Team mit anderen (M. Koller) gehandelt oder war er eigentlich nur derjenige, der die Formalitäten erledigt hat. Ich weiß es nicht! Wenn ein Funktionär allerdings bereits seit Monaten mit einem anderen Verein verhandeln sollte, da weiß ich genau was ich davon halte!!! Richtig, Herr Kuntz war ein Symphatieträger, allerdings ist das ein Peter Neururer auch gewesen. Also, abharken und Mund abputzen und für Herrn Kuntz alles Gute woanders.
18:20
Entschuldigung.....auch ein Stefan Kuntz ist nicht der VfL genausowenig ein Herr Altegoer....waren auch vorher schon im Uefa Cup und hatten tolle Spieler ( Bastürk, Freier, Fahrenhorst....) wir sind der Vfl und sollten auch weiterhin zu unserem Verein stehen....zu der Manschaft den Farben und dem Spiel....der Rest sind nur Funktionäre mit Pressegeilheit und Machtängsten.
14:19
Der alte Goer muss weg!
13:28
Ich möchte hier mal den folgenden Verdacht äußern:
Werner Altegoer schaut - was vieleoffenbar nicht sehen - auch aufs Geld !!!
Ich bin mir 100%ig sicher, dass unser Präsident an den zahlreichen Spielerverkäufen in der Vergangenheit ordentlich mitverdient hat, und dies auch in Zukunft tun will. Wahrscheinlich ist das der einzige Punkt, um den es bei dem ominösen Papier ging...dass Kuntz und Schwenken unterzeichnen sollten...
Wartet´s ab: Nach der Saison werden Leute wie Sestak , Epalle, Pferzel, Yahia oder Ono wieder für´n Appel und´n Ei verkauft und 2010 heisst es endlich wieder VfL gegen Burghausen
12:16
Wirklich klasse was der Herr Altegoer da macht. Nur weil er seine letzten Lebensjahre noch die Macht spüren will, müssen andere darunter Leiden. Und ab jetzt ganz deutlich unser VfL. So ist es...UNSER VfL. Wie soll denn ein Verein, der kein Geld hat neue gute Spieler holen? Das konnte nur einer und der hieß Stefan Kuntz. Ohne Ihn wären wr doch letztes Jahr abgestiegen. Und für die Zukunft sehe ich im Moment wirklich schwarz! Auch wenn jetzt ein Peter Neururer wieder im gespräch ist, dr dann seinen Monnwalk auf der Tribüne macht. Als Manager muss auch der sich erstmal beweisen. Ich kann nur hoffen, dass der Aufsichtsrat mal so langsam wie ein Aufsichtsrat entscheidet. Denn nur weil ei Mann sagt so wird es gemacht, heißt das noch lange nicht, dass alle mitziehen müssen. Und vorallem hoffe ich, dass die Mannschaft nicht unter sowas leidet und weiter erfolgreich sielt. Auch ohne gute Neuzugänge!
12:11
Besteht der Wirtschaftsrat eigentlich nur aus WA? Stefan Kuntz, egal in welcher Position, hat den VfL stets in einem positiven Licht erscheinen lassen. Ein Offizieller den man bei Interviews, im Gegensatz zu Ihnen Herr Altegoer, wenigstens versteht. Kuntz gehen zu lassen, da kann man doch gar nicht soviel essen wie man ko.... möchte.