Parteien
Steinmeier bezeichnet NRW-Linke als Chaotentruppe
07.11.2009 | 11:45 Uhr 2009-11-07T11:45:00+0100
Berlin. Frank-Walter Steinmeier ist Fraktionschef einer Partei im Umbruch. Im Interview erklärt er, wie die SPD-Spitze mit parteiinterner Kritik umgehen will und grenzt sich deutlich von der Linkspartei ab. Die NRW-Linke ist für ihn eine Chaotentruppe, die man nicht ernstnehmen könne.
Nächste Woche hält Merkel die Regierungserklärung. Woran werden Sie die Kanzlerin messen?
Steinmeier: Der Koalitionsvertrag ist ein Dokument der Vertagung und Verunsicherung. Am kommenden Montag treffen sich die Koalitionäre – kaum dass die Tinte der Unterschriften trocken ist – schon wieder zu Nachverhandlungen. Dann kommen die hoffentlich mal zu Potte! Und wir hören in einer Regierungserklärung, was sie miteinander vorhaben in den nächsten vier Jahren. Und ich erwarte Klartext. Klartext auch, wer die Zeche zahlen soll für die Geschenke an ihre Wahlklientel – Steuerberater, Ärzte, Unternehmenserben –, die jetzt verteilt werden. Und wer trägt das Risiko für Kostensteigerungen im Gesundheitswesen, wenn Schwarz-Gelb einseitig nur die Arbeitgeberbeiträge senkt? Hier wird doch die Axt an die Grundsolidarität unserer Gesellschaft gelegt.
Haben Sie Angst, dass Sie auf dem SPD-Parteitag nächste Woche in Dresden als Reformer abgestraft werden?
Steinmeier: Nein. Ich stelle mich in Dresden nicht zum ersten Mal der Diskussion. Die Wahl ist für uns bitter gelaufen. Die Partei muss über die Ursachen reden dürfen. Das tue ich auch.
Noch mehr warnen Sie vor einer einseitigen Festlegung, warum?
Steinmeier: Die SPD ist eine Volkspartei. Sie war immer stark, wenn sie der Anwalt der kleinen Leute war und zugleich wirtschaftliche Kompetenz bewiesen hat. Wir müssen das eine pflegen, ohne das andere zu vernachlässigen. Daran mache ich die politische Mitte fest, und die will ich nicht aufgeben. Für die Position werde ich in Dresden streiten. Im Übrigen: Eine flotte Distanzierung von elf Jahren Regierungszeit würden uns die Wähler nicht abnehmen. Das stärkt Glaubwürdigkeit nicht – im Gegenteil!
Wie passt dazu ihr Plädoyer für Rot-Rot in Brandenburg?
Steinmeier: Die SPD regiert in Brandenburg seit 20 Jahren in unterschiedlichen Koalitionen und das höchst erfolgreich. Wie in Thüringen hat die SPD in Brandenburg nach dem Wahltag mit allen Parteien geredet. Matthias Platzeck hat danach beurteilt, was für das Land besser ist und mit wem sich ein Höchstmaß an SPD-Politik durchsetzen lässt. Dass die Antwort in Thüringen so und in Brandenburg anders ausfiel, war nicht geplant, macht aber das Prinzip klar. Man muss von Land zu Land entscheiden.
Was heißt das für NRW?
Steinmeier: In NRW ist die Partei Die Linke eine Chaotentruppe. Wenn die Linke ernst genommen werden will, muss die Berliner Führung ihren Laden in NRW noch kräftig umkrempeln.
Nicht zuletzt gibt es in NRW eine Wut über Opel. Wie geht die SPD damit um?
Steinmeier: Das ist doch ein ungeheuerlicher Vorgang. Ich verstehe die Wut. Immerhin wurden die letzten Details bis in die Stunden vor der Verwaltungsratsentscheidung verhandelt. Und nachdem alle offenen Fragen geklärt sind, fällt den Amerikanern ein, dass sie das ganze Geschäft nicht wollen. Aber was schlimmer ist: Die Opelaner und ihre Familien werden in völlige Ungewissheit und Angst zurückgestoßen. Jetzt muss schnellstmöglich ein Sanierungskonzept von GM auf den Tisch! Die Regierung ist jetzt in der Pflicht, das einzufordern. Und die Kanzlerin darf sich nicht unsichtbar machen. Ich erwarte von ihr ein klares Wort zu Opel in der Regierungserklärung.
Ist die Politik erpressbar?
Steinmeier: Natürlich steht Politik unter Druck, wenn so viel Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen. Es ist immer noch die Politik, die über Staatshilfen entscheidet. Und nur sie.
Streichen wir die Erpressung aus dem Protokoll. Dann bleibt immer noch die Frage, ob man den Umgang von GM so hinnehmen soll?
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Steinmeier: Wir können nicht zur Tagesordnung übergehen. „Bestrafung von GM”, wie manche das fordern, ist gleichwohl wenig weiterführend. Der Ärger ist das eine, sprechen muss man mit GM wegen der Arbeitsplätze in Bochum, Rüsselsheim, Kaiserslautern und Eisenach gleichwohl. GM kennt ein Konzept zur Erhaltung der vier Standorte und der Großzahl der Opel-Arbeitsplätze in Deutschland. Ich will hoffen, dass sich die Sanierungsvorschläge von GM daran orientieren. Bleiben die alten GM-Vorschläge vom Frühjahr Basis des Sanierungskonzepts, werden Mehrheiten für politische Hilfen kaum zu gewinnen sein.

14:31
Walter,Walter,wenn er pupt dann knallt er!Kleiner Mann zieh dich warm an finde ich super!Walter sollte
erst einmal vor seiner eigenen Türe kehren!Lächerlich,einfach nur lächerlich ist diese
Witzfigur!
20:11
Wer ist denn der größte Chaot ? Argenda 2010 sowie Hartz IV.
mein gott , walter Mach die Augen langsam auf..
04:18
Warum hat die sPD-Basis diesen Clown Steinmeier nicht auf ihrem Parteitag entledigt, weil die Basis nur noch aus alten Spinnern besteht!!
11:01
Herr Steinmeier lenkt auf ganz primitive Art vom eigenen Unvermögen ab.
Beispiel?
-er war für Rente mit 67 und jetzt
will er die R. mit 67 überdenken.
Da kann man Programme lesen so viel wie man will.
Für mich zählen allein die Ergebnisse.
Er wird mithelfen, daß die FDP bald stärker als die spd wird.
Kleiner Mann,
zieh dich warm an.
17:13
Nach den Erfahrungen der letzten Jahre und Monate, spreche ich insbesondere CDU, SPD und FDP soziale sowie wirtschaftliche Kompetenzen ab. Das wird auch den Bürgern immer klarer! Diese Parteien bedienen nur den Lobby-Willen von rd. 10 % der Bevölkerung aller oberster Einkommensklassen und der wirklich großen Unternehmen.
Genau deshalb gibt es Platz für DIE LINKE. Sie ist die Partei für eine breite Mehrheit der Bevölkerung und zwar vom Kind bis zum Rentner sowie der Freiberufler, der Selbständigen, der kleinen und mittelständischen Betriebe!
Wer dem widerspricht, der übernimmt nur die Angstparolen von Politikern verschiedener Lager, die an ihrer Macht festhalten wollen.
Wer schlau ist, der liest erst einmal die Programme der Partei, und zwar aus Kommunen, Land, Bund und EU, und bildet sich dann ein eigenes Urteil!
13:50
Steinmeier hat es nicht verstanden oder er ist zu blind um noch sehen zu können. 23 Prozent von maximal 70 Prozent wählenden Wahlberechtigten sind 16,1 Prozent aller Wahlberechtigten. Na dann man Prost Volkspartei!
17:12
#80
Soviel Schwachsinn hat wohl kaum jemand zu Papier gebracht..... DIE LINKE in NRW IST ernst zu
nehmen. Nennen Sie mir bitte eine vernünftige Alternative !!!! Nein? Weil es die nicht gibt......
15:15
DIE LINKE IST JETZT DIE SPD !
SELBST DIE CSU IST SOZIALER ALS DIE SPD !
EIN WECHSEL NACH DER WAHL HAT AUCH
NUR HALBHERZIG STATTGEFUNDEN,
VIEL SPASS BEI DEM WEITEREN ABSTIEG !
12:41
vielleicht ist die linke in nrw eine chaotentruppe.
vielleicht ist die 30-stunden-woche utopisch.
und sicher ist das recht auf rausch totaler schwachsinn.
aber spätestens seit sich deutschland durch eine anhaltend mediale hirnwäsche eine fdp in die regierung gewählt hat, ist es höchste zeit für eine extreme gegenposition.
schade, dass die einzig mögliche verbündete im kampf gegen den radikalkapitalismus sich weiterhin selbst demontiert. schade spd!
12:21
Der Wrack-tions Chef der seine spd in den Abgrund geführt hat, sollte schleunigst in der Versenkung verschwinden, statt sich zu anderen Dingen zu äußern . Dabei sollte er nicht vergessen den Seeheimer Greis mitzunehmen !