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Ruhe bewahren

12.11.2009 | 16:47 Uhr

Es gibt wirkungsvolle Techniken, Stress und Nervosität abzuschütteln. Eine Auswahl

Yoga

Da kann der Himmel noch so trüb sein: Selbst Yoga-Anfänger lernen schnell den „Sonnengruß” – einen Bewegungsablauf aus 12 Übungen. Durch das konzentrierte Ausharren in einer Stellung und das bewusste Atmen sollen Körper und Geist in Einklang gebracht werden. Der Ursprung dieser Lehre liegt in Indien. Doch Yoga ist nicht gleich Yoga. So verfolgt man in westlichen Ländern damit keine spirituelle Erleuchtung, sondern innere Ruhe.

Progressive Muskelentspannung

So schnell funktioniert sonst kaum eine Technik, um sich selbst zu beruhigen: Konzentrieren, Muskeln anspannen, dann entspannen. Natürlich muss man – wie bei allen Dingen – auch diese Übungen trainieren. Der Vorteil: Schon beim ersten Ausprobieren fühlt es sich gut an. Progressive Muskelentspannung nach Edmund Jacobsen nennt man dieses Verfahren, mit dem man schön locker wird.

Visualisierungen

Von jetzt auf gleich am Strand spazieren gehen – mit Fantasiereisen ist das möglich. „Spüre den warmen Sand unter den Füßen.” Dabei liegt man zum Beispiel auf dem Rücken, mit geschlossenen Augen. So wird unter Anleitung entspannt – gern in Kombination mit anderen Techniken, wie etwa dem Autogenen Training.

Autogenes Training

„Ich bin ganz ruhig. Meine Arme sind gaaanz warm und schwer, angenehm schwer”. Anfänger des Autogenen Trainings lassen sich noch die beruhigenden Empfindungen einflüstern, doch mit ein bisschen Übung kann schon nach kurzer Zeit die innere Stimme diesen Part übernehmen. So lässt sich Stress bewältigen, psychosomatische Beschwerden lindern – und besser einschlafen.

Qi Gong

Wie Kampfkunst in Zeitlupe sieht Qi Gong manchmal aus. Seit den 1950er-Jahren versuchen Menschen, durch die sanften und langsamen Bewegungen, durch das Schwingen der Arme, durch Atem- und Meditationstechniken das Qi, also die allumfassende Lebenskraft, zu harmonisieren. Qi Gong gehört zur traditionellen chinesischen Medizin.

Sport, Spiel und Spaß

Es müssen nicht immer aufwändige Techniken sein: Manche Menschen ziehen sich Joggingschuhe an und laufen sich langsam frei. Andere vergessen im Hobby-Keller oder beim Karten-Spiel den Alltag. Wer in sich hineinhorcht, weiß ganz schnell, was ihn entspannt. Das kann auch das Tanzen bei lauter Musik sein. Und was jeder kann: Lachen. Auch das entspannt. Wer dafür ein bisschen Nachhilfe braucht, kann Lach-Yoga ausprobieren. Da wird das grundlose Lachen trainiert durch Übungen, die ein künstliches Lachen erzeugen, das sich dann in ein echtes, entspannendes Lachen verwandelt.

Maren Schürmann

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