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Mehr No Name geht nicht

19.11.2009 | 21:50 Uhr

Die Belgier kennen Herman Van Rompuy, die Nicht-Belgier nicht. Baroness Ashton kennen nicht mal die Briten. Das ist das neue Spitzen-Tandem der EU.

Ehrenwert, durchaus mit Sachkompetenz ausgestattet. Aber mehr No Name geht nicht. Man muss kein Fan des gescheiterten Kandidaten Tony Blair sein, um das zu bedauern.

Die Posten des Präsidenten und Außenministers sind Resultat eines Kompromisses im einstigen EU-Verfassungskonvent. Dass damit der Stein der Weisen gefunden wurde, behauptet niemand. Ob die Funktionen ineinandergreifen, wird erst die Praxis zeigen. Aber ein Zweck war stets klar: Präsident wie Außenminister stehen für eine international anspruchvollere Union. Sie sollten helfen, die EU aus ihrer Zwittergestalt aus wirtschaftlicher Macht und politischer Ohnmacht zu erlösen.

Die Erstbesetzung spricht eine andere Sprache: Wir sind wieder ganz bescheiden, in den Ansprüchen an uns selbst und an die große weite Welt dort draußen. Die darf und soll sich weiter an die Nationalgrößen Merkel, Sarkozy oder Brown halten. In Brüssel reicht Handwerk. Aus Brüsseler Sicht ist es eine Selbstabwertung.

Knut Pries

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