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Klimaschutz

Bürger zahlen Milliarden für Klimaschutz

11.12.2009 | 22:37 Uhr
Bürger zahlen Milliarden für Klimaschutz

Essen/Berlin. Verbraucher und Steuerzahler finanzieren den Umbau der Energieversorgung mit Milliarden. Wie das Essener Institut RWI errechnet hat, kostet der Klimaschutz in Deutschland pro Kopf rund 440 Euro im Jahr. Künftig werden die Bürger wohl noch stärker zur Kasse gebeten.

Die einen reden von Investitionen in den Klimaschutz, andere sprechen ganz unromantisch von höheren Kosten für Verbraucher oder Steuerzahler. Unabhängig von der Perspektive: Schon jetzt zahlen die Bürger Milliardensummen für Steuern oder staatliche Programme, die direkt oder indirekt das Klima schonen sollen. „Die wahren Kosten des Klimaschutzes werden oft unterschätzt”, sagt Manuel Frondel, der Umweltexperte des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI).

Seinen Berechnungen zufolge summierten sich die Kosten, die Steuerzahlern und Verbrauchern allein im vergangenen Jahr für Ökostrom, Biosprit, Kraft-Wärme-Kopplung, Zertifikatehandel und entsprechende staatliche Subventionen entstanden, auf rund 36,3 Milliarden Euro. Rein rechnerisch bedeutet das: Pro Kopf kostet der Klimaschutz in Deutschland rund 440 Euro jährlich. RWI-Experte Frondel sieht eine steigende Tendenz. Im Jahr 2009 würden die Kosten unter dem Strich „vermutlich schon über 40 Milliarden Euro liegen”, sagt er voraus.

Vorbild Mehrwertsteuer-Erhöhung

Diese Summe reicht nach Einschätzung des Klimaforschers Ottmar Edenhofer allerdings nicht aus, die notwendigen Schritte gegen den Klimawandel zu finanzieren. Der Chefökonom am Potsdam Institut für Klimafolgen-Forschung rät, die Menschheit solle ein bis zwei Prozent des weltweiten Sozialprodukts jährlich aufbringen. „Für Deutschland würde das Ausgaben bedeuten, die in der Größe von einem oder zwei Prozentpunkten der Mehrwertsteuer liegen. Oder noch einfacher: Wenn jeder Deutsche vier Euro pro Woche aufbrächte, wäre ambitionierter Klimaschutz finanzierbar”, rechnet Edenhofer vor. Das macht pro Person durchschnittlich gut 200 Euro im Jahr – insgesamt also Kosten von 16 Milliarden Euro pro Jahr. Wohlgemerkt: zusätzlich zu den 440 Euro pro Kopf, die derzeit anfallen.

Wer behaupte, dieses Geld fehle an anderer Stelle, etwa an Schulen, in Kitas oder für die Altersvorsorge, der mache eine „Milchmädchenrechnung” auf, sagt Edenhofer. „Ich behaupte nicht, dass es einfach ist, den Wandel einzuleiten. Aber es ist möglich, ohne dass hier alles zusammenbricht. 2006 hat die große Koalition die Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte angehoben – und die Wirtschaft ist nicht die Knie gegangen”, betont Edenhofer.

Subventionen für Ökostrom

Eine zentrale Rolle in der Klimaschutz-Strategie der Bundesregierung spielt bisher das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), mit dem der Staat die Nachfrage nach Windrädern, Wärmepumpen oder Solarkollektoren ankurbelt. Im EEG ist festgeschrieben, dass Strom aus Wind, Wasser oder Sonne eine bevorzugte Behandlung erfährt. So müssen Netzbetreiber erneuerbare Energie zukaufen. Ökostrom-Produzenten erhalten eine feste Vergütung, die den Verbrauchern auf die Rechnung geschlagen wird. „Allein dafür, dass der Staat die Einspeisung von erneuerbaren Energien ins Stromnetz fördert, zahlt ein durchschnittlicher Haushalt etwa 50 Euro pro Jahr”, erklärt Frondel.

Der RWI-Experte kritisiert, in vielen Bereichen würden Steuergelder nicht effizient genug für den Klimaschutz eingesetzt. „Im Vergleich zur Windenergie ist die Erzeugung von Solarstrom extrem ineffizient. Windkraftanlagen verursachen nur die Hälfte der Kosten, erzeugen aber zehnmal soviel Strom”, sagt Frondel. „Solarstrom-Produzenten liefern zwar nur fünf Prozent des deutschen Ökostroms, erhalten aber rund 20 Prozent der Einspeisevergütung. Das ist ein krasses Missverhältnis.”

Windräder effizienter als Solar-Anlagen 

Frondel rät, die staatlichen Mittel anders einzusetzen. „Wenn man mit einem Euro möglichst viel Klimaschutz erreichen will, sollte man diesen Euro eher in Windkraft als in die Photovoltaik stecken”, sagt er. Da zuletzt immer mehr Photovoltaik-Anlagen gebaut wurden, seien die staatlichen Subventionen geradezu explodiert. Hintergrund: Obwohl die Preise für Solar-Anlagen seit Jahresbeginn um mehr als 35 Prozent gefallen seien, blieb die staatliche Förderung für diese Anlagen konstant hoch. Frondel regt an, die Subventionen auf eine bestimmte Höhe zu begrenzen.

Der generelle Trend allerdings ist klar: Die Kosten für den Klimaschutz werden weiter steigen. Man könnte auch von Investitionen sprechen.

Ulf Meinke, Hannes Koch

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Kommentare
12.03.2010
16:45
Bürger zahlen Milliarden für Klimaschutz
von gvb | #25

Diese ewigen Abzocker im Namen des Klimas. Alles Lug und Betrug in höchstem Maße UND abgesegten von ideologietreuen Politikern, bei denen mit jedem neuen Gesetz die Kasse klingelt. Bei uns klingelt es jedesmal gewaltig in den Ohren, bei der rigirosen Abzocke an der Tankestelle und sonstigem Energiegedöns. Rot / kotz hat da eine Grenze eingetreten, die wie eine Sperrmauer immer weiter aufgedrückt wird. Diese dumme linke Brut, diese ideologischen Kotzbrocken.
Ich kann mit meinem erarbeiteten Geld bestimmt ebensogut was anfangen, wie diese selbsternannte Umwelt- und Klimalügner.
Ohne meine Stimme bei den nächsten Wahlen. Die haben sie sich vertreten.

By the way.....wo ist eigentlich das ganze CO2 hingekommen, das uns die Dinos hinterlassen haben? Wurde das etwa in Flaschen im Meer versenkt, oder wird das wiederrechtlich und unversteuert als Wachstumsbeschleuniger in grünen Ökogärten verbraten????

12.03.2010
16:16
Bürger zahlen Milliarden für Klimaschutz
von derpradler | #24

Das sind Milliarden für Klima-Lügen, die geschäftstüchtige Macher der Bevölkerung stehlen!

17.01.2010
09:53
Bürger zahlen Milliarden für Klimaschutz
von SektoderSelters | #23

Es gibt eine ganz banale Frage, mit der man das Lügengebäude der Ökos und Gutmenschen zum Einsturz bringen kann:

Ist unser jetztiges Klima eigentlich normal?

Wir leben in einer Eiszeit, und die ist erdgeschichtlich nicht normal. Und vereiste Polkappen sind erdgeschtlich der Ausnahmezustand.

Natürlich kommt der Klimawandel - natürlich im wahrsten Sinne des Wortes.

Noch etwas zum Nachdenken: Vor lächerlichen 18.000 Jahren (das sind erdgeschichtlich nur wenige Sekunden) lag Berlin unter einem Gletscher.

16.01.2010
20:00
Bürger zahlen Milliarden für Klimaschutz
von vantast | #22

Da ich schon 68 bin und keine Kinder habe, kann mir eigentlich dies und die Erderwärmung egal sein. Aber für die vielen arglosen Tiere wünsche ich mir keinen Atommüll und keine weitere Erwärmung.
Und weiterhin kein Auto, kein Flugzeug, kein Aas essen, man kann auch ohne das gut leben.

27.12.2009
19:31
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von Beatrix.Gutmann | #21

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14.12.2009
23:50
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von udo.michel | #20

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14.12.2009
13:12
Bürger zahlen Milliarden für Klimaschutz
von Wolfgang_E | #19

Für Ökostrom, Biosprit, Kraft-Wärme-Kopplung, Zertifikatehandel und entsprechende staatliche Subventionen entstanden 2008 Belastungen in Höhe von 36,3 Milliarden Euro - wieviel für was?

Und wieviele Kosten enstanden durch Subventionen von Atomstrom, den notwendigen Transporten nebst Bewachungen, den Lagerungen sowie der Erforschung von Endlagermöglichkeiten?

Und was ist mit den Milliarden, die dabei die Strom- und Großkonzerne verdienen?

13.12.2009
18:04
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von rene.bogdanski | #18

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13.12.2009
11:40
Bürger zahlen Milliarden für Klimaschutz
von M.Kohlhaas | #17

Hat das RWI dabei berücksichtigt, dass die Energieversorger die Zertifikate geschenkt bekommen, sie aber trotzdem !!! als Kosten!! in die Preise für Strom etc. den Kunden berechnet haben ???
Da sieht die Rechnung wohl gleich anders aus:

13.12.2009
09:34
Bürger zahlen Milliarden für Klimaschutz
von Abgebrühte Berlinlustconibrut | #16

Solärkollektoren äuf Dächpfännen, womöglich neuen, gehts noch ? Wo ist die Älternätive ?

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