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Zementierte Schulstruktur

05.07.2009 | 19:46 Uhr

Davor haben die Eltern am meisten Angst: Wenn erst die Grundschullehrerin die Eignung für das Gymnasium ausgeschlossen hat, ist es mit dem Abitur vorbei. Weshalb viele Eltern gar nicht glücklich sind über die Verbindlichkeit der Empfehlung.

Die Landesregierung nimmt sich von dieser Angst nichts an: Im Schulgesetz sei schließlich die Durchlässigkeit verankert, heißt es nur.

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Doch braucht es nicht viel mehr als den gesunden Menschenverstand, um schnell zu dem Schluss zu kommen: Verkürzung der Gymnasialzeit und ein für begabte Haupt- und Realschüler machbarer Wechsel auf dieses Turbogymnasium schließen sich aus.

Dass Eltern unter diesen Voraussetzungen die Gesamtschule wählen, ist kein Wunder. Schließlich erspart sie die Abschulung und ermöglicht auch weniger guten Grundschülern das Abitur. Natürlich sind die Gesamtschulen unter diesen Voraussetzungen überlaufen, natürlich lehnen Eltern die Hauptschule ab.

Der Abstieg der Hauptschulen ist hausgemacht. Von einer Politik, die vorgibt, eben diese Hauptschule zu retten.

Birgitta STAUBER-KLEIN

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Kommentare
06.07.2009
11:05
Zementierte Schulstruktur
von vantast | #2

Offenbar interessieren sich die Leute nicht für die Zukunft ihrer Kinder und akzeptieren die Ideologie des drittklassigen Schulsystems der CDU. Konservative Wähler zeichnen sich eben nicht durch überflüssige Bildung aus. Aber in der Zukunft werden wir alle für die Vernachlässigung unserer Jugend zahlen müssen.....

05.07.2009
22:55
Zementierte Schulstruktur
von Gerfried Stanzel | #1

Der Kommentar Zementierte Schulstruktur sowie die beiden Berichte zur Schulsituation in NRW machen deutlich, welches ungerechte und bildungsfeindliche Schulsystem in NRW und den anderen deutschen Bundesländern herrscht. Deutschland ist und bleibt Weltmeister im Sitzenbleiben und Abschulen.
Dass dieses System aufrecht erhalten wird, ist eiskalte Machtpolitik. Denn es ist leider traurige Tatsache, dass die meisten Eltern ihr Kind nicht mit den Schmuddelkindern der Hauptschule auf einer gemeinsamen Schulbank sehen möchten.
Dazu kommt die Verlogenheit der Bildungs-Funktionäre und Politiker, die die Hauptschule erhalten wollen, aber nicht im Traum daran denken, ihr eigenes Kind dort anzumelden.
Dafür malt man lieber das Teufelsgespenst der Einheitsschule an die Wand, obwohl die gemeinsame Schule für alle weltweit Standard ist und selbst unsere Bundeskanzlerin Absolventin einer solchen Schule ist.
Wann erkennen endlich die meisten Wähler, wie sie belogen und betrogen werden, denn nur ein sozial gerechtes Schulsystem kann für eine gute Zukunft unserer Gesellschaft sorgen.

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