You drive me crazy, baby
05.06.2009 | 18:41 Uhr 2009-06-05T18:41:00+0200Telefonieren beim Autofahren erhöht die Unfallgefahr. Fahranfänger hinterm Steuer ebenso.
Und genau deshalb möchte ein Professor aus Utah die ungute Kombination aus beidem verhindern. Zu diesem Zweck hat er aber nicht etwa ein Telefonie-Abstinenz-Programm aufgelegt, sondern einen speziellen Autoschlüssel entwickelt.
Sobald der Schlüssel im Schloss steckt, übernimmt er per Bluetooth die Kontrolle über das Handy des Fahrers. Der kann dann nur noch eine Notrufnummer wählen und sieht ansonsten ein pädagogisch wertvolles Stopp-Schild. Das Gerät soll außerdem während der Fahrt eingehende Anrufe mit einer situationsgerechten Ansage beantworten: „Ich fahre gerade Auto. Aber ich melde mich, sobald ich sicher an meinem Ziel angekommen bin.” Da helfen auch keine Markenklamotten mehr, der Coolness-Faktor dürfte sich bis zum Erreichen der Lebensmitte im Nullbereich einpendeln.
Am liebsten hätten die Forscher auch noch, dass die Wunderwaffe nebenbei eine Art Logbuch zum Fahrverhalten führt und sowohl Eltern als auch Autoversicherung informiert.
Überwältigt von ihrer visionären Energie haben die Elfenbeinturmbewohner an der Uni allerdings einen wichtigen Faktor ignoriert: der Schlüssel taugt nur, wenn die Bluetooth-Funktion am Handy auch aktiviert ist. Wie man sie ganz leicht abschaltet, wissen am besten die Jugendlichen, nicht aber ihre Eltern oder Professoren.
Katharina Borchert ist Chefredakteurin des Internetportals DerWesten
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