Whitehall kämpft nach LEG-Kauf gegen Vorwürfe
14.07.2009 | 11:48 Uhr 2009-07-14T11:48:00+0200
Düsseldorf. In der vermeintlichen Affäre um den Verkauf der landeseigenen LEG-Wohnungen hat sich erstmals der Käufer zu Wort gemeldet. Whitehall Fonds weist die Vorwürfe der SPD als „ungerechtfertigte Irritationen” zurück. Diese hatte den Verkauf an mehrere Untergesellschaften kritisiert.
In der vermeintlichen Affäre um den Verkauf der landeseigenen LEG-Wohnungen hat sich erstmals der Käufer der 92 000 Wohnungen zu Wort gemeldet. In einem Schreiben an NRW-Finanzminister Helmut Linssen (CDU) weist Whitehall Real Estate die Vorwürfe der Opposition zurück. Das Konstrukt aus Untergesellschaften sei „bei derartigen Anteilsverkäufen gängige Praxis”, heißt es in dem Schreiben, das unserer Zeitung vorliegt.
Zu dem Vorwurf, der Finanzminister habe das Parlament über die wahren Käufer getäuscht, schreibt Whitehall an Linssen: „Ihnen und den übrigen Verkäufern gegenüber sind während des Verkaufsprozesses immer nur Whitehall und deren Berater einschließlich Goldman Sachs in Erscheinung getreten.” Zudem habe man „selbstverständlich Wert auf ein hohes Maß an Vertraulichkeit” gelegt. Die SPD-Opposition hatte auf Grund des Verkaufs an mehrere Untergesellschaften kritisiert, die LEG sei „an ein Geflecht von Briefkastenfirmen und Strohmännern verscherbelt” worden.
"Ordentliche, nach deutschem Recht gegründete Gesellschaften"
Laut Whitehall handele es sich bei den Käufergesellschaften Lancaster GmbH Co. KG und Rote Rose GmbH Co. KG „um ordentliche, nach deutschem Recht gegründete und in Deutschland ansässige Gesellschaften”. Lancaster werde indirekt von Whitehall Fonds kontrolliert, diese wiederum von Goldman Sachs verwaltet. Lancaster hält 82,7 Prozent an der LEG. Im übrigen sei der Mitgeschäftsführer der Lancaster Holding, anders als von der Opposition dargestellt, keine zwei Jahre alt, sondern Jahrgang 1966 – „diese Tatsache ergibt sich auch aus dem Handelsregister”. Die Rote Rose GmbH, die 15,4 Prozent an der LEG hält, wird von Gesellschaften des Privatfonds Perry Capital kontrolliert. Das Konstrukt sei nicht zur Umgehung der Grunderwerbsteuer gewählt worden, so Whitehall. In der Branche wird das bezweifelt. Die Steuer wird beim Kauf von über 95 Prozent der Anteile fällig. Es sei üblich, die Steuer über Aufsplittung zu vermeiden.
Nach den „ungerechtfertigten Irritationen” sei Whitehall „mehr denn je daran interessiert, die LEG als erfolgreiches und sozial verantwortungsvolles Wohnungsunternehmen zum Wohle der Mieter fortzuführen”, heißt es in dem Brief.

10:15
berannt = bekannt
10:14
egal welche faerbung die politiker haben
sie haben volksvermoegen verscherbelt
warum wurden nicht anstehende sanierungsmaßnahmen vor dem verkauf getaetigt
dann waehre auch berannt wo das instandhaltung
budget geblieben ist und der ertrag fuer die wohnungen waere weitaus hoeher gewesen
08:07
#4
die haben nicht nur was zu verbergen,
sie haben die LEG, laut landesrechnungshof, 36 millionen unter wert verkauft,
warum. will sich dort einer einen posten sichern.
der landesrechnungshof möchte gerne akten einsicht vom verkauf, der rüttgers verweigert es, des weiteren möchte der landesrechnungshof, akten einsicht bei der landeseigenen bank, verweigerung des MP.
das sind die geschäfte der CDU/FDP landesregierung.
22:48
@3
deine frage ist doch rein rethorisch.
wer nicht komplett alles offen legt hat was zu verbergen!
21:06
Und,
warum werden nicht alle Verträge einem Gremium zur Einsicht gegeben?
19:36
Wenn es unsere Politiker drauf hätten, würden sie erstmal ein Zwangsisolierung der verrotteten Hütten ohne Mieterhöhungsmöglichkeit gesetzlich anordnen.
Schließlich leben in den LEG Häusern überwiegend Menschen denen der Staat Wohnung und Heizung bezahlt.
Hauptziel einer Regierung muss schließlich die Entlastung der heimischen Wirtschaft von Sozialkosten sein. Da können die Immozocker ruhig mal ein bisschen bluten.
19:36
Ich glaube denen kein Wort. Warum denn diese anonyme Splitterei?