Steinmeiers Kuschelkurs
14.02.2009 | 13:50 Uhr 2009-02-14T13:50:00+0100
Berlin. Der SPD-Kanzlerkandidat sucht die Nähe zur FDP. Bei einer Buchpräsentation lobte er Parteichef Westerwelle und beschrieb ihn als „Minister im Wartestand”. Er sei ein „gewiefter Taktiker mit Instinkt für die Schlagzeile des nächsten Tages”, kurzum „ein Political Animal”.
Einen Außenminister Westerwelle, sagte der Außenminister Steinmeier, könne er sich nur in einer ganz bestimmten Konstellation vorstellen. Diese „eine Konstellation” musste er gar nicht näher beschreiben, war doch klar, dass der SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier nur ein rot-gelb-grünes Bündnis mit ihm als Regierungschef und dem FDP-Vorsitzenden als Minister meinen konnte.
In diesem Moment beschränkte sich Westerwelle auf ein vielsagendes Schmunzeln. Auch er musste nicht näher erläutern, dass seine Lieblingsoption nach der Bundestagswahl eine schwarz-gelbe Regierung ist. Aber zu Westerwelles Taktik gehört eben auch, dass er ein Ampelbündnis nicht mehr kategorisch ausschließt.
Es ging um die Rollenverteilung
Was ihn denn dazu bewogen habe, wurde Steinmeier gefragt, ausgerechnet eine Biografie über Westerwelle vorzustellen? Es habe eine entsprechende Bitte des Verlags gegeben. „Die Gründe, die dagegen sprachen, reichten meiner Ansicht nach nicht aus”, sagte der Außenminister übertrieben diplomatisch, weshalb Westerwelle frotzelte: „Das ist eine Antwort, die man nur im Auswärtigen Amt lernen kann.”
Immer wieder ging es um die Rollenverteilung. Nachdem sich Steinmeier über den „oppositionellen Budenzauber” der FDP beklagt hatte, konterte Westerwelle, es sei eben so, dass man in der Opposition „eine andere Aufgabe” als in der Regierung habe. Und dann schickte er die Andeutung hinterher: „Kann ja sein, dass Sie das auch feststellen werden.”
Ein gewisses Maß an Distanz
Ein gewisses Maß an Distanz zwischen SPD und FDP sollte wohl erkennbar bleiben, schließlich war der gemeinsame Auftritt in einem Raum der Bundespressekonferenz Signal genug. Steinmeier sagte zwar, er wolle nicht, dass seine Darbietung wie ein „Stalking-Versuch” der SPD aussehe. Doch im Redemanuskript des Außenministers befanden sich allerlei Nettigkeiten - etwa die Passage, in der Steinmeier den „Vollprofi” Westerwelle lobte. Er sei ein „gewiefter Taktiker mit Instinkt für die Schlagzeile des nächsten Tages”, kurzum „ein Political Animal”.
Der SPD-Kanzlerkandidat bescheinigte dem „Minister im Wartestand” auch eine neue Ernsthaftigkeit, nachdem Westerwelle lange unter dem Ruf als „Spaßparteivorsitzender” zu leiden hatte, der durch Aktionen wie den Besuch im Big Brother-Container, die 18-Prozent-Schuhe oder das „Guidomobil” auffiel.
"Fast beängstigend freundliche Vorstellung”
Westerwelle bedankte sich bei Steinmeier für die „fast beängstigend freundliche Vorstellung” und fühlte sich gar zur scherzhaften Klarstellung veranlasst, bei der sozial-liberalen Begegnung handele es sich lediglich um eine Buchvorstellung, nicht um Koalitionsverhandlungen. In seiner Biografie („...und das bin ich!” - Olzog-Verlag) beschreibt der Autor Majid Sattar den Liberalen als beispielhaft für eine neue Politikergeneration, die den Antrieb nicht aus der Verpflichtung zur Gesellschaftsveränderung ableitet, sondern als Möglichkeit zur Selbstverwirklichung empfindet.
Westerwelle sagte, er fühle sich fair beschrieben. Es stimme auch, dass er ein schlechter Beifahrer sei. „Ich bin sogar Deutschlands schlechtester Beifahrer.” Ob ihm das nicht Angst einjage, wurde Steinmeier gefragt. Doch der Außenminister wollte den Eindruck, er könnte mit Westerwelle ein gutes Team abgeben, nicht konterkarieren: „Ich glaube, dass hat er ganz und gar unpolitisch gemeint.”

12:32
Steinmeier und Westerwelle ? Passen beide gut zusammen! Deshalb gehören sie auch nicht gewählt!
10:17
Leute, es ist Wahlkampf! Da wird versprochen was das Zeug hält und später nicht eingehalten. Also alles nicht so ganz ernst nehmen.
18:54
Dann reist er auf unser aller Kosten supergestylt in aller Welt herum, um den Rest der Republik auszuschlachten und meistbietend an den Mann zu bringen. Er ist ein wichtigtuerischer Schaumschläger, der gerne den Lauten macht. Die beiden zusammen, hohe Repräsentanten Deutschlands? Mir wäre das peinlich.
18:03
Ob Schwarzgelb, Jamaika oder Ampel: Westerwelle wird nach der Bundestagswahl 2009 Außenminister, außer bei einer einzigen Konstellation nicht: Wenn die große Koalition weitermacht.
15:49
Bei der Restsoziokratie geht es bei der nächsten Bundestagswahl um die Frage ,ob sie noch über die 20 Prozent -Marke kommt und ob sie in weiten Teilen dieses Staates den Status einer Volkspartei halten kann.
Da hilft auch kein Schmusekurs mit den erzneoliberalen ,gelben Schmuddelkindern FDP
13:33
Guido der Selbstverwirklicher? Meinetwegen. Auch ein schlechter Ruf verpflichtet irgendwie. Aber ein Bundeskanzler Steinmeier mit Vizekanzler und Aussenminister Westerwelle? Der Horror bekommt langsam Konturen, die mir ernsthaft Sorgen machen.
12:42
He Steini der Spassguido hat schon einen festen Freund. Aus rot wird rosa???
Das Volk verarschen kann die SPD am besten mit der CDU.
Irgendwie ist die SPD so am Ende
das sie es mit jedem treiben möchte.
Aber Vorsicht das kann Aids geben, und dann geht es mit euch ganz zu Ende.
11:06
@alter schwede . Frisör wäre auch nicht schlecht gewesen
10:41
Steinmeier hat nur eine Chance Kanzler zu werden, wenn CDU und FDP die absolute Mehrheit nicht schaffen. Dann gibt es drei Möglichkeiten: 1. Große Koalition, 2. Jameika, 3. Ampel. Nur in einer Ampelkoalition könnte er Kanzler werden, denn für eine Koalition nur mit den Grünen wird es nicht reichen. Aber was bedeutet das für die SPD?
10:26
Das Steimeier die Nähe der FDP sucht, ist doch keine wirkliche Überraschung. Er setzt die Demontage der SPD und die sozialfeindliche Politik von Schröder und Müntefering fort. Daher passt die SPD auch gut zur Partei der Besserverdiener. Es lohnt sich nicht, über diese Partei noch zu reden. Jede Stimme für die SPD ist eine Stimme gegen das Volk und den Sozialstaat.