Staatsschutz mahnt zur Besonnenheit
14.04.2009 | 23:59 Uhr 2009-04-14T23:59:00+0200
Essen. Nach der Schläger-Attacke auf Schüler in Essen-Borbeck mahnt der Staatsschutz zu Besonnenheit. Die Zahl rechter Gewalttaten steigt, dem Schwarzen Block der Neonazis gehöre aber noch lange nicht die Straße.
Ostersamstag in Borbeck: Mit Flaschen und Pfefferspray greift eine 15-köpfige Gruppe Schülervertreter auf der Straße an. Eine Stunde später in der City: 40 bis 60 RWE-Fans randalieren nach der Niederlage in Worms durch den Hauptbahnhof.
Noch keine Spur zur rechten Szene
Der Schreckensruf über die rechten Schlägerbanden liegt schnell auf der Zunge. Und in der Tat beobachtet der NRW-Verfassungsschutz das Heranwachsen einer gewaltbereiten rechten Splittergruppierung, der Autonomen Nationalisten.
Doch so simpel stimmt die Gleichung nicht, sagt die Essener Polizei. Der „schwarze Block” der Rechten sei bei Kundgebungen in Essen rund 50 Mann stark, sagt Clemens Mescher, Kommissariatsleiter vom Staatsschutz. Doch es sei keineswegs so, wie Antifaschisten warnen, dass dieser Gruppe die Straße gehöre: „Weder in Borbeck noch anderswo.” Im Borbecker Fall ermittelt der Staatsschutz, hat aber noch keine Spur zu Angehörigen der rechten Szene.
Schülervertretung will Verein gründen
Und: Unter den gewaltbereiten Fußball-Hooligans von RWE sei der Einfluss der rechten Szene in den letzten Jahren geschwunden, sagt Mescher: „Da hat das Fanprojekt gute Arbeit geleistet. Der Bezug der RWE-Fans zu den Rechten ist längst nicht mehr so deutlich.”
Dennoch: Nach den Daten des Verfassungsschutzes ist in NRW die Zahl rechter Gewalttaten im ersten Halbjahr 2008 um 16 Prozent gestiegen. Unter dem Motto „Jetzt erst recht” will die Landesschülervertretung deshalb den Verein „SchülerInnen gegen Rechts” ins Leben rufen. „Dadurch wollen wir Schüler unterstützen, Initiativen gegen Rechtsextremismus zu ergreifen”, sagt Sprecherin Lara Turek.

17:19
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15:00
@Selberdenker
Ob du ein Nazi bist oder nicht, mußt du schon vor dir selber beantworten. DIe Rhetorik, vor allem Begriffe wie *********** hast du jedenfalls drauf. Und ob das noch selber denken ist, lasse ich mal dahingestellt. Was hat zum Beispiel ein Handtaschenraub in Hagen mit dem Thema zu tun? Eben...
Das ist purer Rassismus und blanker Hass auf Ausländer...da stelle ich niemanden unschuldigerweise eben mal in eine Ecke....
14:58
dagegen habe ich noch nie irgendwo ein Nazi-Symbol oder -spruch gesehen
-> augen auf, der herr.
13:25
Lea muß wohl auch auf dem linken Auge blind seein, wenn sie die Schmierereeien auf den Autobahnen, Häsern, Zügen und Straßenbahnen noch nicht gesehen hat...Antifa, Ultras, ACAB usw...
12:27
Danke an Caro82, die das Geschehene unter den Online-Artikeln wiederholt als Augenzeugin bestätigt.
Ich kenne die Betroffenen persönlich und finde es entsetzlich, derartige Reaktionen (wie etwa Kommentar #8) hier verfolgen zu müssen.
Es werden Schüler, teils minderjährig, von einer 15-köpfigen Meute grundlos auf der Straße angegriffen und brutal zusammengeschlagen. Dabei werden Parolen wie Ihr linken Schweine, wir kriegen euch alle gebrüllt.
und dann heisst es, es werde übertrieben. ich bin angewidert.
Es geht nicht um Wahlkampf, es geht nicht darum, ob proKöln rassistische Hetze unter bürgerlichem Deckmantel verbreiten darf oder nicht.
Menschen wurden verletzt. Und dies lässt sich eindeutig auf die Fahne der Rechten schreiben. Nichts anderes ist hier Thema.
Und wo Kommentator #11 seine Augen hat, will ich gar nicht wissen.
12:04
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12:00
@caro82, sicherlich ist es so gewesen wenn du dabei warst. Die Rechtsradikalen sind halt hohle Schläger. Aber hier wird doch jeder der keine linke Meinung vertritt gleich in die Nazi Ecke gestellt und das ist sicher nicht in Ordnung.
In Köln darf Pro Köln nicht friedlich demonstrieren und zu ihrer Meinung stehen, weil Linke Schläger als Gegendemonstranten befürchtet werden. Das ist unser Land im Jahre 2009, der Artikel 5 GG ist nur eine leere Hülle. Wozu haben wir eine Polizei wenn sie friedliche Demonstranten und andere Bürger vor linken Autonomen beschützen können, oder wollen.
11:41
ich glaubs nicht, in jedem artikel das gleiche! Mit rechten Parolen durch die straße rennen und schlagstöcken auf schüler einschlagen.! Und dann wird hier gschrieben, dass sei nicht so gewesen und keine rechtradikaler hintergrund.....ich habs direkt mit angesehen, weils vor meiner Haustür geschehen ist!
11:39
Unglaublich, wie der Fall von Presse und Polizei wieder runtergespielt wird.
In Borbeck tauchen seit Wochen NPD-Plakate und Aufkleber auf, Jugendliche werden von 15 Schlägern blutig geprügelt und es gibt keinen Anschein auf Angehörige einer rechten Szene???
10:09
Das kommt vom schnellen schreiben. Es heißt natürlich: Hauptsache du beleidigst die umgebrachten Juden.....