Sozialwissenschaftler: Die Angst der Jugend nimmt zu
12.02.2009 | 14:45 Uhr 2009-02-12T14:45:00+0100Essen. Durch die Wirtschaftskrise haben sich die Zukunftschancen der jungen Generation massiv verschlechtert, meint der Bielefelder Sozialwissenschaftler Klaus Hurrelmann. Er warnt vor Aufständen.
Wenn auch größere Bemühungen um den Berufseinstieg nicht mehr fruchteten, steige die Unzufriedenheit, so Hurrelmann zu WAZ. „Die Angst, nicht ins Erwachsenenleben eingelassen zu werden, könnte zu Protesten führen”, glaubt der renommierte Jugendforscher.
Die Jugend sei zwar unpolitischer denn je, doch zugleich habe sie ein großes Interesse an einer gesicherten Zukunft. Geringes politisches Wissen gepaart mit schlechteren Zukunftsaussichten könne in offene Aktionen umschlagen. Ein emotionaler Funke könne dafür ausreichen. Hurrelmann, Leiter der Shell-Jugendstudie 2006, wagt die Prognose, dass dies in zwei bis vier Jahren passieren könnte.
"Bemerkenswert, dass die junge Generation so still hält"
„Jahr für Jahr entlassen wir 80.000 junge Menschen ohne Schulabschluss in die Gesellschaft. Viele bleiben ohne Berufsausbildung. Dies ist ein erschreckend großes Heer von Leuten, denen gesagt wurde: Wir brauchen euch nicht.” Dies erzeuge eine große Unzufriedenheit. Hurrelmann: „Es ist bemerkenswert, dass die junge Generation so still hält.” Hurrelmann fordert die Politik auf, sich der prekären Lage der Jugend offensiv zu stellen. Die Wirtschaftskrise dürfe nicht auf Kosten der Jugend bewältigt werden.

20:28
Tipp an alle jungen Leute:
Macht euch selbstständig bzw. wählt einen freien Beruf!
17:33
Die Revolte der Jugend wird dann kommen, wenn sie erkennen muß und erfährt, das die finanziellen Trostpflaster der Gesellschaft - Sozialleistungen - mit denen noch sozialer Friede regelrecht erkauft wird, aufgrund fehlender Finanzmittel nicht mehr im gewohnten Umfang und nur mit sinkender Tendenz gewährt werden können und im Grunde als Kredite auf die eigene Zukunft finanziert sind.
Wer glaubt denn allen Ernstes, dass die BRD nicht ähnlich wie die DDR als abgehalftertes System den gang der Geschichte antreten wird?
Die historische Chance zum Neuanfang wurde 1990 vertan. Seitdem wurde international und im Einklang auch national regelrechte Misswirtschaft und ungezügelte Profitgier gepflegt. Wer glaubt, dass hierfür keine Quittung kommen wird? Die Jugend wird die Rechnung aufmachen - ganz sicher ....
15:15
Ich denke, dieser Artikel sollte wirklich den Politikern und vorständen diverser Firmen unter die Nase gerieben werden! Da ich selbst Schülerin eines Gymnasiums bin habe ich so ziemlich genau die Sorgen, die Hurrelmann anspricht: Viele Jugendliche sind jetzt schon ohne jegliche Chance, in einen festen Beruf einzusteigen.
Doch dieses Thema hat sich ja nicht erst vor zwei Tagen ergeben, es besteht schon länger. Ich sehe an meinem Freund der seit ca. 10 Jahren (mittlerweilse ist er 25) in ein und der selben Firma: Er hatte schon gute Konditionen: Sein Vater hat ihn als IT-Techniker empfohlen. Zuerst war es nur ein Ferienjob, jedoch ein fester. Bei Beginn der nächsten Ferien wurde ihm Angeboten, wieder in die IT-Abteilung zu kommen. Mittlerweile studiert er und will nicht auf Pump oder mittels BAFÖG studieren (wer das prinzip kennt weiß, dass man das Studium mit einem Berg von Schulden verlässt, die das Leben lang abbezahlt werden müssen). Hinzu kommt, dass Wissen sehr viel kostet (meines Wissens pro Semester um die 700,-€). Kaum einer kann sich da noch eine gute Ausbildung leisten! Oft ist es so, dass junge Menschen mit gut abgeschlossenem Studium eher angenommne werden. Doch das ist ein Teufelskreis: Entweder arbeiten und Studium, was jedoch sehr schwierig zu organisieren ist, nur Studieren (wo sollen jedoch die 700,-€/Semester her kommen??) oder nur Arbeiten und dann wird der Aufstieg ggf. sehr schwer und noch mühseliger.
Ich sehe ja selbst, was auf mich zukommen wird, wenn ich mein Abitur habe! Selbst meine Eltern müssen um ihren Arbeitsplatz bangen! Wie soll es dann uns Jugendlichen gehen, die gerade in das Berufsleben einsteigen möchten? Was haben wir für Chancen? Wenn die Erwachsenen mit Lebenserfahrung und (in dem meisten Fällen) schon durchlebten Krisen schon so Probleme haben und bangen? Wie werden wir reagieren, wenn die Vorstände sich ordentlich Geld in die Taschen stecken und dann kleine Arbeiter entlassen werden müssen, damit deren Champagner bezahlt werden kann?
Es ist furchtbar, was in dem Berufsleben für Schweinereien abgehen! Ich kenne kaum einen ohne Zukunftsängste. Und wie soll ich einen guten Abschluss machen, wenn dauernd die Angst im Nacken sitzt? Wenn man unter Dauerstress steht und verzweifelt, weil keine finanzielle Absicherung mehr bestehn?
Eine große Bitte an die Politiker: Helft euren Wählern und deren Kindern sonst (so denke ich), wird das kein schönes Land mehr sein, wenn wir dauernd zittern und bangen müssen!
19:24
In den zwei Artikeln von Christopher Onkelbach ist,denken wir,sehr gut gesagt wie Jugendliche denken und was sie zu befürchten haben.
Die Jugend zeigt Desinteresse an Schule,Politik und der Wirtschaftslage.Jedoch wird es ihnen auch nicht leicht gemacht.
Die Politik muss der Jugend entgegenkommen und sie dazu animieren,dass sie Gefallen an unserer Wirtschaft findet,sich einsetzt und mit großem Interesse daran arbeitet,etwas zu bewirken.Der Höhepunkt für uns ist,dass wir jetzt schon wissen,dass unserer Rente später ziemlich mager ausfallen wird.Der Staat verschuldet sich,die Jugend darf zahlen.
Letzten Endes müssen wir Milliarden an Schulden zahlen,aber wie sollen wir dies tun wenn wir keine Arbeit haben?!
Unser Fazit ist:Die jugend muss sich mehr für die Politik interessieren und somit ihre Meinung äußern,und die Politik muss versuchen die Äußerungen der Jugend zu respektieren bzw. zu akzeptieren und diese auch in deren Handeln mit einzubeziehen.
Karolina Janecka,Mayleen Kleeman,Jennifer-Jacqueline Lechleitner,Kathrin Bader,Maureen Wehling & Sonja Sareyka
18:47
Unserer Meinung nach finden wir, dass die Wirtschaftskrise schwere Auswirkungen auf unsere Zukunft hat. Wenn der Staat es nicht bald wieder auf die Reihe bekommt, sieht es sehr schlecht für die heutige Jugend aus. Das ganze Budget wird für Banken und andere große Unternehmen verschwendet. Die kleine Leute sowie man sie Umgangssprachlich nennt, haben überhaupt nichts mehr zu sagen und müssen am Ende alles ausbaden.
Anstatt das,das Geld für Bildung d.h. in Schulen, Universitäten, Lehrmaterial, Lehrkräfte und in Firmen fließt die ausbilden.
Jedoch sind wir es, die bis zu unseren 67ten Lebensjahr arbeiten müssen, wenig Rente erhalten und die Schulden zahlen die der Staat heute verursacht.
16:08
Kommentar zu den Artikeln Miese Aussichten und Die Angst der Jugend nimmt zu von Christopher Onkelbach.
Aus der Sicht von uns Schülern ist die momentan bestehende Situation
wie folgt, dass das mangelnde politische Interesse den leeren Versprechen
der Politiker zu Grunde liegt.
Uns ist bewusst, dass wir trotz unserer qualifizierten Abschlüsse später trotzdem nur geringe
Chancen auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz haben.
Die meisten Jugendlichen glauben daran, dass man ihnen trotz großer Bemühungen und Rebellion kein
Gehör schenken würde.
Man sollte nicht nur den 80.000 Jugendlichen, die ohne Abschluss entlassen werden, wie Hurrelmann
argumentiert, eine Hilfestelllung zukommen lassen, sondern auch den Schülern und Studenten, die
sich bis zum Abschluss bemüht haben.
Der Staat hat dafür Sorge zu tragen, dass ein Teil der Jugendlichen einen Studien- oder Ausbildungsplatz erhält,
um auch später die aufkommenden Schulden überhaupt bezahlen zu können.
Um überhaupt bis zu einem Abschluss zu kommen, wäre es notwendig reformierte Sonderausstattungen z.B. im Bereich
Musik oder Technik zu erhalten.
Das Konjunkturpaket ermöglicht dies nicht, sondern nur teilweise die Renovierung der Gebäude.
Dies trägt nicht zu einem besseren Lernprozess bei.
10:39
#23:
Wie Sie ja selber notieren: Diese Wissenschaft ist alleine schon deshalb überflüssig, weil jeder vernünftige Mensch mit halbwegs entwickelter Beobachtungsgabe zu gleichen Ergebnissen kommt. Wes Geistes Kind Hurrelmann ist, zeigt sein Marketing in Wikipedia!
18:24
KLaus Hurrelmann ist sicher einer der Wissenschaftlr, die eben nicht unnötig und überflüssig sind. Er hat sich noch nie durch populärpsychologische Pseudoweisheiten hervorgetan wie andere, war (oder ist?) jahrelang als Dozent für seine Studenten erreichbar, diskussionsbereit und immer am Zahn der Zeit. Auf ihn z.B. hätte man vor zwanzig Jahren hören sollen, er hat nämlich dieses Desaster wie andere vernünftige Menschen vorrausgesagt.
18:04
Grosses Interesse an gesicherter Zukunft, aber kein politisches Interesse. Ja Kinder, wer soll denn dafür sorgen, dass Eure Zukunft gesichert wird. Kümmert Euch doch mal selbst um die Politik und engagiert Euch.
17:47
Ich kann die Jugendlichen verstehen. Was haben sie von einer Ausbildung? Je fleißiger man arbeitet um so mehr wird man bestraftt, denn je höher das Gehalt umso mehr muss man abgeben.
Dann merkt man wie das Gehalt Jahr für Jahr immer weniger wird und dafür die Firmenwagen der Chefs immer dicker.
Warum also fleißig sein und die Reichen und Beamten noch reicher machen?
Dann sich doch lieber von den Leuten, die arbeiten, sich von ihrem versteuerten Lohn versteuerte Waren kaufen durchfüttern lassen. Weiter so!