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Sonderweg als Sackgasse

18.12.2008 | 19:47 Uhr

KOMMENTAR Es war einer der letzten großen Erfolge, die der ehemalige Postchef Klaus Zumwinkel mit seinen guten Drähten in die Politik eingefädelt hat. ...

... Der Mindestlohn für die Briefträger war kein Akt des seinerzeit beschworenen Verantwortungsgefühls für jene, die bei Wind und Wetter mit harter Arbeit die Konzerngewinne steigern. Er sollte das auslaufende Monopol des früheren Staatskonzerns eine Weile verlängern, um die Konkurrenz klein zu halten. Wie viel der Post am Wohlergehen seiner Frontmänner und -frauen liegt, spüren diese gerade in den vielen, unbezahlten Überstunden.

Dass die Postboten jeden Cent und mehr verdienen, wird niemand bestreiten. Auch ist dies eine Branche, die einen Mindestlohn benötigt und verträgt. Doch wenn das so ist, müsse alle Unternehmen, also auch die jungen Postdienste, am üblichen Verfahren beteiligt werden. Dass die Post kurz vor dem Fall ihres Monopols noch schnell einen eigenen Mindestlohn aushandelt, der dann für alle gilt, kann nicht richtig sein. Diesen Sonderweg geht kein Gericht mit.

Von Stefan Schulte

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