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Sicherheit geht vor

11.09.2008 | 19:27 Uhr

Es gibt Wissenschaftler, die die Möglichkeit einer nachträglichen Sicherungsverwahrung für rückfallgefährdete und gefährliche Straftäter als „Show” abtun.

Es gibt auf der anderen Seite Kinder und Eltern, denen viel Leid erspart geblieben wäre, wenn die Richter genau dieses Instrument angewendet hätten. Um jedes Risiko auszuschließen. Sicherheitshalber. Keine Frage: Es sind zu allererst die Kriminalitäts-Opfer, die Hilfe und Zuwendung verdienen. Aber der Rechtsstaat schreibt auch vor, dass jeder Straftäter das Recht hat, zu wissen, wie lange er in Haft sitzen wird. Eine nachträglich, nach einem Urteil angeordnete Sicherungsverwahrung ist ein schwerer Eingriff in dieses Recht. Der Bundesgerichtshof hat aus guten Gründen hohe Hürden für die Anwendung dieses Instruments gesetzt. Die Rechte der Täter sind somit gewährleistet. Es ist daher zynisch zu argumentieren, dass sich „nur” drei von 67 Tätern nach ihrer Entlassung als besonders gefährlich erwiesen hätten; im schlimmsten Fall töten sie erneut einen Menschen. Gibt es auch nur den geringsten Zweifel an der Ungefährlichkeit eines Häftlings – lebenslänglich. Sicherheitshalber.

Norbert Robers

Kommentare
12.09.2008
13:32
Sicherheit geht vor
von Marion Fischer | #2

Es gäbe keine Rechtfertigung vielleicht ungefährliche Menschen dauerhaft wegzusperren? Wären diese Menschen unschuldig, so hielten sie sich erst gar...
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2008-09-11 19:27
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