Schulleiterin: Integration muss man auch wollen
27.01.2009 | 19:07 Uhr 2009-01-27T19:07:00+0100Essen. 70 Prozent der Kinder, die die Dürerschule in Essen-Borbeck besuchen, sind Migranten. Das Thema Integration ist hier seit Jahren Thema. Denn für die Integration, sagt Schulleiterin Angela Effing-Sagel, sei die Schule wichtiger als das Elternhaus.
Die am Montag veröffentlichte „Berlin-Studie” hat sie daher wenig überrascht. „Natürlich hat man hier im Schmelztiegel Ruhrgebiet die geballte Problematik!” Allerdings erlebe sie hier im sozialen Brennpunkt die türkischstämmigen Schüler nicht als schwierigste Gruppe. „Unsere Türken sind bildungsbewusst, haben – anders als etwa Libanesen – gute Netzwerke und werden selbst initiativ.” So gab beispielsweise ein türkischer Elternverein Geld für acht zusätzliche Förderstunden pro Wochen und in der Schulkonferenz sitze eine sehr engagierte Mutter, die Kopftuch trage.
Dies sei ihr sehr wichtig, sagt Angela Effing-Sagel. „Denn selbstbewusste Eltern haben auch selbstbewusste Kinder.” Gerade muslimische Frauen seien aber oft unsicher. „Sie würden uns gern kennenlernen, trauen sich aber nicht. Oder dürfen nicht.” Weshalb es an der Dürerschule die „Rucksack”-Vormittage gibt: ein Projekt in Zusammenarbeit mit der RAA (Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien) für alle Mütter von Migranten der ersten beiden Klassen. Beim Frühstück lernen sie Deutsch und reden über den Unterricht, über Kindergeburtstage, Ernährungs- und Hygienefragen. „Und gestern waren diese Frauen mit uns Eislaufen, und am Sonntag essen”, erzählt Angela Effing-Sagel. „Während ihre Männer die Kinder hüteten!”
Wenn Integration so einfach sein kann, woran scheitert's dann? „Sicher an beiden Seiten”, glaubt Angela Effing-Sagel. „Integration muss man auch wollen.” Die Angst vor Fremdem aber sei genauso typisch deutsch wie die Sorge, dass jedwede Kritik als Ausländerfeindlichkeit interpretiert würde. Kein Pardon beispielsweise kenne sie beim Thema „Schwimmunterricht”. Schwimmen gehöre zum Bildungsauftrag ihrer Schule – auch für muslimische Mädchen. „Wer damit nicht einverstanden ist, lebt im falschen Land. Das sage ich den Eltern. Kein einziges Kind hat danach die Schule verlassen.”
Schulschwänzen dagegen ist für sie kein Thema. Wenn die Kinder nicht kämen, müsse sich die Schule fragen, was sie verkehrt mache.” An der Dürerschule gebe es rund 75 Ganztagsplätze – die den Bedarf bei weitem nicht deckten. Darüberhinaus bemühe man sich, attraktiv zu sein – „ohne jeden Tag Zirkus zu machen!”

01:06
So lange solche antideutschen Lehrer in Deutschland das sagen haben wird sich nichts ändern.
Die Schulleiterin wird bestimmt von den Ausländer auf ihrer Schule ausgelacht !
Zu naiv was die da labert !
15:20
Frau Schulleiterin ist aber ganz schön blauäugig mit
ihren Kommentaren.
Als Leiterin einer Grundschule hat man /frau naturgemäß weniger gegen das Schulschwänzen anzukämpfen als die Lehrer in den weiterführenden Schulen. Je älter die Schüler werden, desto größer ist die Neigung zum Fernbleiben.
Ich möchte die Reaktion der Frau Schulleiterin erleben, wenn ein vermummtes Mädel sich weigert
im Badeanzug mit Jungen zu schwimmen. Das Rückgrat der Dame möchte ich insbesondere dann sehen, wenn die Bezirksregierung durch die Eltern eingeschaltet wird. Der Fall wird in der Primarstufe selten vorkommen, somit hat Frau Schulleiterin leichtes Spiel.
Na ja, die Uhr tickt manchmal anders :-)
runningvalentino
11:54
der Kommentar bezog sich auf einen gelöschten Kommentar. Danke der WAZ dafür, das war auch äußerst unqualifiziert.
11:31
Wer einen solchen Kommentar abgibt, läuft scheinbar mit Scheuklappen durch unsere Stadt. Das ist die Realität. Vielleicht schaut man auch mal hinter die Fassage der Konfessionsschulen? Da findet man mehr Ausländer als man erwarten würde.
23:54
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