Schüsse in der Grugahalle
23.03.2009 | 21:31 Uhr 2009-03-23T21:31:00+0100Essen. Beim persischen Neujahrsfest hat ein Afghane in der Essener Grugahalle um sich geschossen und zwei Landsleute verletzt. Der Schütze ist verschwunden; das Motiv ist unklar - die Polizei steht vor Rätseln. Eine 15-köpfige Mordkommission der Essener Kripo ist eingerichtet.
Eine 15-köpfige Mordkommission der Essener Kripo arbeitet sich seit Montagfrüh an einer bisher rätselhaften Schießerei in der Grugahalle ab. Fest steht bisher nur: Beim Festival „Nowrooz 2009 Mega Concert” zur Feier des uralten Frühlingsfestes aus dem Mittleren Osten hat ein Afghane um sich geschossen und zwei 21-jährige Landsleute verletzt. Einer ist nach einer Notoperation außer Lebensgefahr, der zweite Mann wurde nur leicht verletzt. Der Schütze ist ebenso verschwunden wie ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, dessen Rolle in dem Drama noch völlig unklar ist.
Wilde Gerüchte um Familienkonflikt oder Kulturkampf
Schon über den Ablauf der Auseinandersetzung gibt es wenig Klarheit. „Die sprechen plötzlich ja so gut Deutsch”, sagt ein Polizist bissig. Und Corinna Danielzik, Veranstaltungsmanagerin der Grugahalle, sagt am Nachmittag: „Die Gerüchte werden immer zahlreicher und immer wilder.” Was die Polizei inzwischen halbwegs sicher weiß: Die Schüsse fielen, als das Festival schon vorbei war, gegen 1.15 Uhr am Montagmorgen. Trotzdem waren noch rund 600 Besucher in der Halle, und nebenan in der Messe wurde gerade die Weltpferdemesse „Equitana” (213.000 Besucher) abgebaut.
Täter wie Opfer sollen am Vorabend beim ersten Nowrooz-Konzert in Hamburg gewesen sein und könnten sich gekannt haben. Zeugen berichten, ein Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens habe dem Täter bei der Flucht durch den Lastenaufzug geholfen. Dieser Mitarbeiter war am Montag spurlos verschwunden, steht aber nach unbestätigten Angaben nicht mehr unter Tatverdacht. Vermutungen, der Mann sei als Geisel genommen worden, bezeichnen Ermittler inoffiziell als „Blödsinn”. Damit bietet sich Spekulationen ein weites Feld. Familienkonflikt? Kulturkampf? Dafür gäbe es reichlich Anlässe in der langen Geschichte des Festes.
Vom Fest zur Protestkundgebung gemacht
Die Künstlerin aus Tadschikistan hat bereits 2008 eine erfolgreiche Deutschlandtournee absolviert. Ihre Tanzeinlagen sind spektakulär, ihre Stimme ist es weniger.
Über ihr Outfit beim „Nowrooz”-Festival urteilt ein Konzertbesucher: „Ihre Kleider – meine Güte! Das erste war aus der Originalverpackung von Straußensteaks umgearbeitet, und das zweite war zuvor wohl Omas Trauergardine gewesen.”
Nowrooz, auch Newroz genannt, ist das älteste Fest des Mittleren Ostens. Seine Wurzeln reichen zurück bis ins persische Reich der Antike. Es bezeichnet den Beginn des Sonnenjahres und fällt deshalb mit dem Frühlingsanfang zusammen. Gefeiert wird es von Indien und Pakistan über die kurdischen Gebiete des Iraks, der Türkei und Syriens bis in die ehemaligen östlichen Sowjetrepubliken wie Tadschikistan, Turkmenistan oder Kirgisien.
Mit dem Wiederaufflammen der Kurdenkonflikte im Irak und der Türkei politisierte die Arbeiterpartei PKK die Familienfeste mit Kinderbescherung und andere „Kulturfeste” in der Grugahalle zu Protestkundgebungen gegen die Türkei, was nicht selten zu Großeinsätzen der Polizei führte. Eine Erinnerung daran bekamen am 29. November etliche tausend Besucher der Motor Show in der Messe neben der Grugahalle, als sie sich vor Absperrungen und einem massiven Polizeiaufgebot wiederfanden: Die Polizei befürchtete damals Ausschreitungen wegen eines abgesagten kurdischen Festes. Angesichts der Polizeipräsenz beließen es die gut 800 Kurden damals bei einer Spontandemo „Freiheit für Kurdistan”.
Superstars aus Tadschikistan
Solcher politischer Umtriebe war „Nowrooz 2009” aus Sicht der Hallenleitung unverdächtig. Veranstalter der Party war das Hamburger Unternehmen „DAF Entertainment”, das seit 2008 in ganz Europa gehobene Partys für die afghanische Gemeinschaft veranstaltet. Zu der zählt DAF nicht nur Afghanen, sondern auch Exilanten aus dem Mittleren Osten und der Ex-Sowjetunion.
Zwei Superstars von DAF, die in Essen auftraten, sind die tadschikische Tänzerin und (manchmal auch) Sängerin Shabnam Suraya und ihr Partner Jonibek Murodov, der ihr Cousin oder ihr Mann oder beides sein soll. Beide hatten am Samstag mit diversen afghanischen Künstlern bei der Hamburger „Nowrooz”-Ausgabe im Audimax auf der Bühne gestanden und waren dann zum zweiten Konzert nach Essen eingeflogen worden.
01:31
hr habt das wohl immer noch nicht verstanden warum eure Jungs überhaupt da sind.
Die sind nicht in Kabul, Kunduz und Mazar-e Sharif stationiert damit es der afghanischen Bevölkerung besser geht und die Bundeswehr Solidarität zeigen möchte, NEIN! Denn wäre das der Fall, wären sie schon vor dem 11. Sept. dahin gegagngen.Sie sind einfach nur deshalb da, damit sie euch hier zuhause Sicherheit gewährleisten können. Also aus rein egoistischen Gründen.
Hand aufhalten? Wer sagt denn, das ich irgendwas von euch haben will? Kostenloses Studim? Ach, wenn man 500€/ Semester Studiengebühr bezahlt, ist das dann kostenlos?
Ich habe nicht gesagt, dass es schrecklich ist, sondern, dass ich meine Präferenzen habe.
Auch wenn der afg. Präsident dieses Gesetz unterschrieben hat, ist das NICHT eure Angelegenheit, sondern das des afg. Innenministeriums.
09:18
nameya:
@ 26 hat vollkommen Recht: hier die Hand aufhalten, aber sonst alles furchtbar hier finden.
Geh gefälligst j e t z t schon wieder zurück und nicht erst dann, wenn der Steuerzahler für dich
alles bezahlt hat - schon mal darüber nachgedacht? Und keine Burkas mehr auf den
Strassen zu sehen? Dass ich nicht lache! Und was ist mit dem jüngsten Gesetz, das Euer Präsident unterschreiben wollte, wenn nicht die
ziv. Welt protestiert hätte, und er daraufhin es
noch mal p r ü f e n will? Geh schön zurück und
freue Dich in Deiner Heimat - Du wirst Dich noch
zuücksehnen zu all den Annehmlichkeiten in unserem so schrecklichen und eigentlich nicht auszuhaltendem Land!!!
00:56
Sichere Quelle, es war notwehr, fragt euch warum 20 holländische männer zwischen 20-30 jahren auf ein konzert nach essen kmmen? 8 bezahlen und feiern mit der rest kommt amm ende dazu um will das geld stehlen und einen veranstalter abstechen. Sie kamen mit ankündigung dass sie Geld haben wollen.
Der ausdruck hasserfüllte Muslime ist rassistisch, weil nicht jeder moslem so ist wie diese dummen analphabeten die sich von hasspredigern ******** eintrimmen lassen. Aber egal darum geht es hier nicht.
Diese holländer sind in holland bekannt, sie haben einla auf einer hochzeit die mitgift erpressen wollen bekamen nichts- so erstachen sie den bräutigam.
Die Konzerte in Holland sind bereits kaum besucht, da eben diese Leute dort ihr unwesen triben und jetzt breitet es sich in der nähe der Grenze zu holland aus.
Gefahndet wird nach den falschen Leuten, warum meint ihr verdecken die verwundeten ihr gesicht? Wieso sind alle abgehauen als die Polizei kam?
Glaubt nicht alles was irgendwo geschrieben steht, ich weiß es diesmal wirklich selber sehr genau. Da ein Freund von mir da war und so einiges mit erlebt hat. Er sah auch wie die Leute bereits am anfang ihr unwesen trieben, sie wurden beschert mit essen trinken und vip backstagepassen, hauptsache sie stören das publikum nicht. Dann am ende der veranstaltung sahen sie ihren ruf gefährdet - große ankündigung bezahlt ihr kein geld machen wir euer konzert kaputt. So nun am ende haben sie nichts getan erhielten kein geld wollten es aber dann doch tun, zum ende kamen alle rein die security machtlos konnte nicht während des auslasses alle eingehenden kontrollieren und dann geschah so etwas sie wollten einen eranstalter umbringen umzingelten ihn feige mit ihren 20 mann und er sah nur die messer und schoss. Ja es klingt wie im Film aber es ist WAHR!!!!
Euer hass ist verständlich, doch euer fehler ist zu veralgermeinen zu extremst zu vereinfachen. Ich würde gern mit euch diskutieren und viele dinge ergründen, dennoch sehe ich meine aufgabe als erledigt hier die wahrheit zu schreiben.
11:06
Schüsse in der Grugahalle?
Da waren wohl die Friedlichen wieder am Werk.
08:38
@ Nameya
Es gefällt Ihnen nicht, hier zu sein?
Aber ein kostenloses Studium mit entsprechenden Unterhaltszahlungen lassen Sie sich hier gern finanzieren?
Den Tod deutscher Soldaten, die in Ihrem Heimatland die Einführung der Zivilisation schützen wollen, nehmen Sie zur Kenntniss?
13:32
@asdg:
Was meinst du was ich nach meinem Studium vor hab? Glaubst du es gefällt mir hier zu sein? Glaubst du etwa ich bin aus Spaß hier?
Die Zeiten der Burka sind in Afghanistan vorbei.
23:36
@Nameya
Wenn du stolz auf deine Heimat bist, dann solltest du dich vielleicht dort am Wiederaufbau beteiligen.
Und ne Burka steht dir bestimmt auch gut..
22:58
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10:32
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10:03
Ohne mich hier zu den anderen, vollkommen unerforderlichen Kommentaren äußern zu wollen, möchte ich mich kurz zur Berichterstattung der WAZ zu Wort melden. Ich finde ihre Zusatzinformationen zu der Veranstatlung gelinde gesagt journalistisch ungenügend. Ich zitiere: Sängerin Shabnam Suraya und ihr Partner Jonibek Murodov, der ihr Cousin oder ihr Mann oder beides sein soll. Diese Darstellung erzeugt im Leser das Bild einer Art Halb-Inzest und verstärkt das Gefühl, diesem anderen KLulturkreis moralisch überlegen zu sein (siehe weitere Kommentare). Auch, oder gerade weil darauf hingewiesen wird, das dieser Information keine klärende Recherche vorrausgegangen ist, hat sie in der Berichterstattung eines redaktionell betreuten Mediums nichts zu suchen. Auch bei eigenen Internetrecherchen konnte ich nichts näheres über diese Mutmaßung finden. Die offizielle Homepage von Fr. Suraya bietet keine Information, auch der englische Wikipediaeintrag erwähnt Jonibek nur als musikalischen Partner. Wenn die WAZ der Meinung ist, diese Information sei in der Berichterstattung über die Schießerei von Bedeutung, dann möchte ich als zahlender Leser darum bitten, dass sie eine ordentliche Recherche (Bspw Anruf beim Management) vornimmt. Zur Darstellung einer Einzelmeinung über Fr. Surayas Outfit in einem extra Infokasten brauche ich mich glaube ich nicht weiter zu äußern.
Zur Klarstellung: Ich habe weder diese Veranstaltung besucht, noch bin ich sonst wie interessiert an afghanischer Kultur. Was kich nervt, ist die schlechte Berichterstattung und mangelnde journalistische Sorgfalt in der WAZ.