Propaganda gegen Gott
13.01.2009 | 21:35 Uhr 2009-01-13T21:35:02+0100AUF EIN WORT In London fahren sie schon länger, in Madrid auch. Jetzt ist auch in Genua ein Bus unterwegs, mit der Aufschrift: "Die schlechte Nachricht ist, dass Gott nicht existiert. ...
... Die gute, dass du ihn nicht brauchst." Das ist halbwegs witzig und trotzdem ziemlich töricht.
Der christliche Glaube ist stärker, als mancher glaubt. Weshalb sonst sollten Menschen Geld ausgeben für solche Werbung? Übrigens ist sie kontraproduktiv; durch sie erlangt vor allem das Christentum Aufmerksamkeit. Das war wohl kaum die Absicht.
Die bleibt allerdings dunkel. Die Aktion sei eine Einladung zur Diskussion, heißt es. Heilige Einfalt! Falls irgend jemand diskutiert, wird er niemanden umstimmen, und der Genuese wird denken: Que palle. So´n Quatsch.
Atheismus setzt auf Aufklärung. Er könnte es ruhig dem Verstand jedes Einzelnen überlassen, welchen Weg er gehen will; Propaganda gegen Gott ist (auch eines Atheisten) unwürdig.

16:01
Wenn der genannte Spruch in den Augen der Autorin schon Propaganda ist, was sind dann ihre eigenen Behauptungen?
Was hier so alles veröffentlicht wird - dabei gibt es so viele auf gegenseitigem Respekt beruhende, ausgefeilte Meinungen zu dem Verhältnis zwischen Theismus, Atheismus und Agnostizismus.
Bei diesem Niveau bin ich froh, die WAZ nicht gekauft zu haben.
15:24
Welch eine Enttäuschung: Die Autorin ist des Italienischen nicht mächtig ( es müßte heißen: che palle) und sie leistet sich als sonst geistreiche Kulturredakteurin eine ausgesprochene Entgleisung: che palle ist absolute Vulgärsprache, meinen Kindern hätte ich so eine Wendung nie durchgehen lassen. Da hilft auch die Übersetzung nicht.
Roland Volkmer, Essen
13:40
Also, wenn man an jeder zweiten Straßenecke von Kirchen, Christlichen Gesellschaften und ähnlichen Vereinen mit der guten Botschaft bombardiert wird, wenn selbst Krawallsender wie RTL Christliche Propaganda senden, dann darf man als Atheist doch wohl auch mal die eigene Meinung sagen, UND DAS AUCH LAUT! Dieses ewige herumgetappse vor der Religion, die man ja zu respektieren hat, weil Glaube sowas tolles ist, ist doch wohl der letzte Müll. Wenn die Christen nicht meinen die Welt dauernd von Plakaten und Fernsehschirmen mit ihrer Überzeugung bombardieren zu müssen, dann werden auch Atheisten Ruhe geben. Aber so lange religiös motivierte Intoleranz, Dummheit, Denkfaulheit, Borniertheit und Arroganz einen solchen Bestandsschutz genießen das christliche und andere Fanatiker meinen, sie könnten ungestraft dem Rest der Welt ist krankes Weltbild eines rachsüchtigen, orientalischen Fürsten aufdrücken der aus den tiefen der Unendlichkeit mit dem Finger wedelt, wenn das schon soweit geht das selbst in Deutschland, dem Land von Humboldt und Planck die ersten (privat-) Schulen die Evolution vom Lehrplan nehmen, dann dürfen die Stiefeltreter Gottes, die ja ach so viel alles besser wissen und ach so fest in ihrem Glauben sind damit rechnen das ab und zu auch mal ein paar vernünftige Menschen das Maul aufmachen!!
13:32
Als Journalistin mit Pinzipien, die sie ja sicher haben Frau Norbisrath, haben sie eine Quelle zu der Meldung, das in London solchen Busse unterwegs seien.
Bisher war mir nur von Bussen bekannt, die die Aufschrift tragen:
Theres probably no God. Now stop worrying and enjoy your life
Jetzt könnte man ja ganz einfach behaupten Is ja inhaltich fast das gleiche, wer aber auf so feiner Ebene den Atheismus in produktive Diskussion und banale Konfrontation trennen will sollte doch etwas genauer arbeiten. Den während ein Gott exisitiert nicht wirklich platt daherkommt lädt ein Es gibt wahrscheinlich keinen Gott doch genau zu dem ein, was sie forden nämlich dem
Er könnte es ruhig dem Verstand jedes Einzelnen überlassen, welchen Weg er gehen will
11:00
Aufklärung: Schon in der Schule lernt ein normaler Schüler den Unterschied zwischen Nachricht und Behauptung kennen. Eine Nachricht ist nachprüfbar . Der Glaube an Gott ist für den Menschen erlebbar. Eine Behauptung gibt die subjektive Sicht eines Menschen wieder.
Der Atheist behauptet, es gäbe keinen Gott, weil er nicht an ihn glaubt und deshalb nicht erlebt. Seine Meinung gibt er als N a c h r i c h t weiter. So ist die Aufschrift auf den Bussen tatsächlich Quatsch und dient weiter der Volksverdummung. Mit echter Aufklärung hat das nichts zu tun. Ein guter Journalist weiß das.
H.Klemm