Plus nimmt Rucola aus dem Sortiment
11.08.2009 | 18:52 Uhr 2009-08-11T18:52:00+0200
Essen. Der Lebensmitteldiscounter Plus/Netto hat in allen deutschen Filialen den Rucola-Salat aus den Regalen genommen. Das bestätigte eine Unternehmenssprecherin dieser Zeitung.
In Hannover hatte letzte Woche ein Kunde zwischen den Rucola-Blättern Stiele des Gemeinen Greiskrauts entdeckt, das nach Einschätzung von Experten beim Verzehr von größeren Mengen lebensgefährliche Leberschädigungen und Krebs hervorrufen kann. Laut der Plus/Netto-Sprecherin sei das Greiskraut ausschließlich in einer Charge gefunden worden, die in Niedersachsen und Teilen Hamburgs ausgeliefert wurde. „Vorsichtshalber haben wir alle Rucola-Fertigboxen bundesweit aus dem Sortiment genommen”, sagte sie. Dem Lieferanten soll die Gelegenheit gegeben werden, den Zwischenfall aufzuklären.
Gemeines Greiskraut
Laien können das in Deutschland weit verbreitete Ackerkraut nicht von Rucola-Blättern unterscheiden. Die Pflanze blüht oft ganzjährig und hat einen gelben Kopf, ihre Blätter sind behaart. Wie „Spiegel online” meldet, habe der fachkundige Hannoveraner Plus-Kunde die gefährlichen Blätter des Krauts erkannt und sämtliche Packungen im Markt aufgekauft.
Die Proben habe er zur Analyse ans Pharmazeutische Institut der Uni Bonn. In 150 Gramm Rucola fanden die Forscher laut „Spiegel online” 2500 Mikrogramm Kreuzkraut-Gift. Ein Mikrgramm täglich gilt als verträglich.

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