Papa mit dem Baby-Face - alles nur ein Trick?
20.02.2009 | 12:47 Uhr 2009-02-20T12:47:00+0100
London. Die Eltern einer Teenager-Mutter in Großbritannien haben sich eine abenteuerliche Geschichte um einen 13-jährigen Vater angeblich nur ausgedacht, um mit einem Verkauf an die Boulevardzeitungen viel Geld zu verdienen.
Die Geschichte von Alfie, der letzte Woche mit 13 Jahren Vater geworden ist, beruht möglicherweise auf einer Lüge. Britische Medien berichten, dass die Eltern der 15-jährigen Mutter Chantelle den Jungen nur vorschieben, weil sich das Thema mit seinem Baby-Gesicht lukrativer habe vermarkten lassen.
Es ist schwer vorstellbar, dass die kleine Maisie eine Parabel für die schmutzigen und chaotischen Verhältnisse sein mag, in denen sie womöglich entstanden ist. Doch die jüngste Wende in dem Fall macht Maisies Geschichte schockierender, als sie es ohnehin schon war. Nach neuen Informationen sollen die Eltern der Teenagermutter darauf bestanden haben, dass Chantelle den wahren Kindsvater verschweigt und stattdessen Alfie benennt. Auf diese Weise wollten die Steadmans aus Essex angeblich so viel Geld wie möglich aus der Geschichte schlagen. Alfies Kindergesicht, so ein Freund von Chantelles Eltern, habe sich wesentlich besser an die Boulevardpresse verkaufen lassen als das der anderen potenziellen Väter.
Viele potenzielle Väter
Mindestens zwei weitere Jugendliche aus dem Sozialbauviertel behaupten, Maisies Vater zu sein; einige Medien zitieren sogar zehn Jungen, die alle im Zeitrahmen der Empfängnis mit der 15-Jährigen geschlafen haben wollen. Alfie hat in herzzerreißenden Interviews immer wieder betont, er liebe Chantelle und nur er käme als Vater in Betracht.
Britische Medien bieten über 250 000 Euro für Interviews und Fotos, Zehntausende sollen bereits geflossen sein. Chantelle ist indessen mit der kleinen Maisie in ein Versteck geflüchtet, Alfie richtet sich mit einem Zettel im Kinderzimmerfenster an herumlungernde Reporter: „Könnt ihr bitte einfach weggehen, sodass ich mein Baby sehen kann?” Über dem Fall hängt mittlerweile eine höchstrichterliche Nachrichtensperre, die die Privatsphäre des Babys und der Teenager-Eltern zu schützen.
11:58
Nehmen wir mal einen Moment an, die Meldung über den sog. Betrug an der Yellow Press entspreche der Wahrheit, dann kann man konstatieren: Es spricht zwar absolut nichts dagegen die sog. Boulevardmedien mit erfundenen Geschichten abzuzocken, diese und ihre Leser haben nichts anderes verdient. Aber Kinder da mit hineinzuziehen ist unter aller Sau.
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