Oft deutscher als deutsch
07.05.2009 | 17:07 Uhr 2009-05-07T17:07:00+0200London. Nicht nur das hohe Maß an Loyalität der hier lebenden Muslime gegenüber dem Staat überrascht in der neuen Islam-Studie des Londoner Gallup-Institutes. Überhaupt dürfte Deutschland von allen untersuchten 140 Ländern die wohl erstaunlichsten Ergebnissen geliefert haben.
Die schlechte Nachricht vornweg: Deutschland gilt europaweit als das Land mit der niedrigsten Integration. Weder in Holland, Großbritannien oder Frankreich fühlen sich so viele Menschen wie in Deutschland „isoliert”: 38 Prozent der Befragten gaben an, vor allem an ihre eigene Sicht auf die Dinge zu glauben, kein Interesse an anderen Glaubensrichtungen zu haben und sich von Andersgläubigen nicht respektiert zu fühlen. Dem gegenüber steht immerhin jeder Zweite, der „Leben und leben lassen” zum Motto macht und angibt, von religiösen Minderheiten zwar nicht zu lernen, ihnen jedoch respektvoll zu begegnen.
Das freundliche Desinteresse vieler Deutscher könnte Grund sein für die Verblüffung, die andere Zahlen provozieren. Muslime hierzulande haben mehrheitlich und fast doppelt so viel Vertrauen in das Justizsystem, die Regierung und die Wahlergebnisse als Deutsche. Kein anderes Land in Europa bekommt von der muslimischen Bevölkerung eine so hohe Wertschätzung entgegengebracht wie die Bundesrepublik. Von der Allgemeinheit wird gerade das häufig unterschätzt – nur 40 Prozent halten es für möglich, dass Muslime sich neben ihrer Religion mit dem Staat identifizieren würden.
Gemischte Wohnviertel erwünscht
Gallup zufolge sind es vor allem auch Muslime (62 Prozent), und eben nicht nicht-muslimische Deutsche (50 Prozent), die gemischtere Wohnviertel wünschen. Beim Wohlbefinden übertrumpfen Muslime ihre deutschen Mitbürger zusätzlich: Fast die Hälfte gibt an, zufrieden zu sein, wohingegen die meisten Deutschen jammern, dass sie „zu kämpfen” hätten.
„Unsere Ergebnisse zeigen, dass viele Einschätzungen in punkto Muslime und Integration weit neben der Realität liegen”, so Dalia Mogahed, Direktorin für Muslimstudien beim Gallup-Institut. „Das Vertrauen, das deutsche Muslime in die Institutionen des Landes setzen, zeigt, dass der islamische Glaube keine Loyalitätsdefizite verursacht.” In manchen Meinungen liegen Deutsche und Muslime sogar vollständig auf einer Wellenlänge: 27 Prozent beider Gruppen finden die Todesstrafe „moralisch akzeptabel” und 64 bzw. 65 Prozent finden, deutsche Feiertage förderten den sozialen Zusammenhalt. In anderen Ländern, wie Großbritannien, gehen die Ansichten in der Frage weit auseinander.
Im europäischen Vergleich schneiden deutsche Muslime insgesamt positiver ab: Nirgendwo ist ihr Vertrauen in Gerichte, politische Wahlergebnisse und die örtliche Polizei höher als in der Bundesrepublik. Selbst die ewige Streitfrage nach Deutschkenntnissen löst sich in der Gallup-Umfrage in Wohlgefallen auf: Dass Sprachkenntnisse und eine gute Ausbildung Dreh- und Angelpunkt von Integration sind, finden Deutsche und Muslime gleichermaßen – und zwar mit einer überwältigenden Mehrheit von fast hundert Prozent. Auch das ist europaweit ein Spitzenwert. Nach tatsächlichen Sprachkenntnissen ist allerdings nicht gefragt worden.

09:55
Oft deutscher als deutsch - sehr guter Witz.
Ansonsten kein Kommentar.
01:11
Achso, weil die Vorsitzende des Zentrums ein Kopftuch trägt bezweifeln sie die Objektivität der Studie??!!
Zudem ist das Tragen eines Kopftuchs keine Sitte sonder ein islamisches Gebot, es macht eine Person nicht besser oder schlechter und sagt nichts über ihre beruflichen Qualifikationen aus- sollte es zumindest nicht.
Wieso ist das Kopftuch für sie vordergründig und nicht die Person darin?
Im Gegensatz zu Deutschland stellt es für die USA anscheinend kein Problem dar, derlei Posten an Frauen mit Kopftüchern zu vergeben.
17:21
Chef des Gallup Zentrums für muslimische Studien Dalia Mogahed
Wir googeln kurz nach dem Namen Dalia Mogahed und finden folgendes:
http://www.onenationforall.org/component/option,com_deeppockets/task,contShow/id,52/Itemid,87/
Und wen sehen wir auf dem Bild? Richtig! Ein Wesen, dass ganz züchtig nach islamischen Sitte in ein Kopftuch umwickelt ist.
Hmmm…komisch, dass die Studie so positiv für die Mohammedaner ausfällt.
Komisch, komisch …..
EIn Interview mit dem Kopftuch kann man sich hier anschauen:
http://video.google.com/videoplay?docid=2458619416990870703
13:42
Na scheint ja dann alles prima zu sein, mit den lieben MIgranten. Ich werde demnächst mal ernsthaft an einen Umzug von Düsseldorf nach Berlin- Neukölln nachdenken. Duisburg-Marxloh hätte da aber durchaus auch seinen Reiz.
10:39
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10:20
Die bei uns lebenden Ausländer können ebenso wenig wie wir Deutschen über einen Kamm geschoren werden. Migrationtheoretisch wandern schwerpunktmäßig die Eliten eines Landes (weil sie ihre Lebensbedingungen optimieren möchten) und die Unterschichten (aus Not) in andere Länder aus, während die Mittelschicht meist im eigenen Land verbleibt. Gerade die - wenigen - aus der Mittelschicht stammenden Migranten sind es aber, die sich bei Aufrechterhaltung ihrer Identität gut integrieren und schließlich deutscher als deutsch wirken (was über das Ziel vielleicht etwas hinausgeht). Gerade diese Leute bringen noch einen Familiensinn und eine Leistungsbereitschaft mit, welche unsere 68-er (die sicher auch viel sinnvolles geleistet haben) zum Schaden der Gesellschaft abgeworfen haben. Während wir einerseits integrationswillige und -fähige Migranten brauchen und diese als große Bereicherung ansehen sollten, gibt es keinen Grund, die gesamte Unterschicht Südostanaloliens bei uns anzusiedeln. Anstatt öffentlich ein überpositives Bild der Ausländer zu zeichnen, sollten wir unsere eigenen Interessen klar definieren und offen sagen, wen wir brauchen (und schätzen) und wen nicht.
09:05
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08:28
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00:11
Wer hat diese aussagelose Studie finanziert?
09:05
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