Nur eine Brücke
02.04.2009 | 19:05 Uhr 2009-04-02T19:05:00+0200Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die CCS-Technologie.
Was ist CCS?
CCS ist eine Technologie, bei der Kohlendioxid aus den Kraftwerksabgasen abgetrennt, in Pipelines transportiert und in unterirdische Lagerstätten in Norddeutschland gespeichert wird.
Wann kommt sie?
Die Energiebranche schätzt, dass erste Pilotanlagen ab 2015 laufen. Ab 2020 soll CCS marktreif sein.
Wo sollen die Pipelines verlaufen?
Die genauen Trassen steht noch nicht fest, allerdings die grobe Richtung. RWE etwa plant ein Demonstrationskraftwerk in Hürth bei Köln. Von dort soll die Pipeline über 530 Kilometer nach Schleswig-Holstein führen.
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen CO2- und CO-Pipeline?
Die CO-Pipeline transportiert giftiges Kohlenmonoxid, etwa aus Chemiewerken. Die geplante Trasse der Bayer AG durch Teile des Ruhrgebiets sorgt derzeit für Ärger. Die CO2-Pipeline führt Kohlendioxid, das etwa bei der Verbrennung von Kohle entsteht.
Sind CO2-Pipeline und Speicherung gefährlich?
Darüber streiten sich Experten. Beim Transport gilt die Technik als erprobt. Wie sich aber CO2 im Untergrund verhält, ist noch nicht hinreichend erforscht.
Was ist der Nachteil?
Die Technik mindert den Wirkungsgrad von Kraftwerken beträchtlich. Für die gleiche Strommenge müssen Kraftwerke mit CCS also mehr Kohle verbrennen. Auch ist der Speicherplatz weltweit begrenzt. Deswegen gilt CCS bei vielen Experten nur als Brückentechnologie.

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