NRW prüft neue Wege in der Psychiatrie
30.12.2009 | 10:10 Uhr 2009-12-30T10:10:00+0100Düsseldorf. Erstmals lässt die NRW-Landesregierung untersuchen, ob zur Behandlung psychisch kranker Menschen die Unterbringung in einer offenen oder geschlossenen Klinik besser ist. Bisher arbeitet der weitaus größte Teil der psychiatrischen Kliniken in NRW ausschließlich mit geschlossenen Türen.
Es geht um das Wohl von insgesamt rund 190 000 Patienten, die pro Jahr in den etwa 100 Psychiatrien in NRW landen. Auf Druck der FDP-Fraktion im Landtag erhalten Wissenschaftler auf dem neuen Gesundheitscampus in Bochum 100 000 Euro, um zu erforschen, ob eine der beiden Organisationsformen dieser Kliniken etwa bei Patienten mit Psychosen besser für den Heilungsprozess ist. Bisher arbeite der weitaus größte Teil der psychiatrischen Kliniken in NRW ausschließlich mit geschlossenen Türen, so der Gesundheitsexperte der FDP-Landtagsfraktion, Stefan Romberg, der selbst Nervenheilarzt ist. Er hält das für problematisch. „Patienten macht das zusätzlich extreme Angst, wenn sie eine Klinik betreten, bei der sie spüren: Ich komme hier rein, aber nicht wieder raus.”
Kritiker wie Romberg plädieren schon seit langem für mehr niederschwellige Angebote für psychisch Kranke. Für Kliniken, die grundsätzlich offen sind und „Intensivräume” nur für solche Patienten bereit halten, die aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung zwangsweise untergebracht werden müssen. Das betrifft etwa ein Zehntel aller Fälle in Nordrhein-Westfalen.
„Seit über 100 Jahren gibt es einen Streit in der Psychiatrie, ob Patienten besser in offenen oder geschlossenen Abteilungen untergebracht werden”, so der Arzt und FDP-Politiker. Die Gesundheitswissenschaftler sollen nun helfen, den Streit zu beenden. Romberg hielte es schon für einen Erfolg, wenn die Untersuchung belegen würden, „dass die Qualität der Versorgung bei offenen Türen zumindest nicht schlechter ist”.

17:25
Im Artikel wird formuliert das 190.000 Patienten pro Jahr in der Psychiatrie LANDEN, so als wäre es dort wie im Gulag. Im Kommentarbereich werden unhaltbare Theorien über willkürliche Einlieferungen von sich gegeben.
Man sollte das Thema in erster Linie Leuten überlassen, die schon mal die Schwelle einer solchen Einrichtung übertreten haben und nicht irgendwelche Behauptungen nachquatschen.
14:37
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12:12
ES MUSS MEHR FACHPERSONAL HER!
ICH BIN ALTENTHERAPEUTIN; WENN MAN DIE MENSCHEN DORT ABHOLT WO SIE IM MOMENT GEISTIG SIND; DASS HEISST; SIE VERNÜNFTIG BEGLEITET; DANN KANN MAN SCHON VIEL AUSRICHTEN!
ES WÜRDE NE MENGE AN MEDIKAMENTE SPAREN UND DIE LEUTE WÄREN VERNÜNFTIG BETREUT!
ABER WAS WIRD EINGESTELLT?
ALTENBETREUER! SIE SIND GÜNSTIGER; HABEN IN DREI MONATEN EINEN KURS ABSOLVIERT FERTIG!
DIE MEISTEN WISSEN GARNICHT WELCHES FACHPERSONAL DRAUSSEN RUMLÄUFT; WOLLEN SIE AUCH GARNICHT; DENN ZU TEUER!
ES MUSS SICH ENDLICH WAS ÄNDERN IN DIESEM BEREICH!!!
11:49
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11:24
wenn berücksichtigt wird,wie oft willkürlich patienten auf grund falscher angaben von angehörigen o.a.eingewiesen werden (oder auch ärztlichen fehldiagnosen)wenn dann noch verschlossene türen hinzukommen,ist es kein wunder wenn die menschen noch mehr panik bekommen.
11:20
@2-
egal,Hauptsache inne Klinik.
11:06
@ 1
Stimme ich zu. Aber den Politikern ist nicht mehr zu helfen.
11:00
Vielleicht könnte sich der ein oder andere Politiker einer Therapie in solch einer Klinik unterziehen. Kurtaxe für eine problematische Stadt wie Essen zu fordern, deutet schon auf erste Anzeichen geistiger Verwirrtheit hin. Solchen Männern sollte geholfen werden!