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Noch kein Höhenflug

27.04.2007 | 17:29 Uhr

KOMMENTAR Die Älteren werden sich erinnern: Einst ging die Sorge um, der Euro könnte eine wachsweiche "Esperanto-Währung" werden. Und nu? Von wegen Weichei. Der Euro ist hart. Sogar zu hart? Nein. Noch nicht.

Europas Wirtschaft ist in guter Form. Die Firmen sind zuversichtlich, investitionsfreudig. Sie können den Nachteil verkraften, mehr Dollar einnehmen zu müssen, um ihre Kosten in Euro bestreiten zu können. Viele Firmen haben keine Angst mehr vor einem hohen Euro-Kurs, auch, weil fast jeder Exporteur zugleich Importeur ist.

Die Verbraucher können sich unbeschwert über die Vorteile freuen. Dass der Urlaub in Übersee zum gleichen (Euro)-Preis luxuriöser ausfällt. Dass der importierte CD-Player noch billiger wird. Darüber, dass der harte Euro die Teuerungsrate bremst. Darauf freilich sollte endlich die Notenbank reagieren. Ein Ende der Zinserhöhungen wäre ratsam. Zumal dann der Anreiz für Devisenhändler entfiele, den Euro noch höher zu treiben. Auf Kurse, die wirklich wehtun.

Von Detlef Fechtner

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