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Umweltzone Ruhrgebiet

Neue Schilder braucht das Land

29.09.2008 | 00:26 Uhr

Ruhrgebiet. Die Umweltzone fällt sehr kleinteilig aus, für jede Stadt ist eine spezielle Lösung gefunden worden. Ein Überblick.

Am Freitag öffnete in Gelsenkirchen ein neues Büro seine Türen. In den Zimmern 70 und 71 des Rathauses in Buer kümmern sich bis zu vier Mitarbeiter um das Ausstellen von Ausnahmegenehmigungen. Denn laut einer Untersuchung des Kraftfahrtbundesamtes werden rund 7500 Fahrzeuge in Gelsenkirchen keine Plakette erhalten. Rund 125 000 Autos gibt es in Gelsenkirchen. Allein die Stadt hat bisher mehr als 20 000 Plaketten verkauft. Das Aufstellen der 122 Schilder kostete 16 000 Euro.

In Mülheim liegt die Umweltzone zwischen der A 40-Anschlussstelle Mülheim-Styrum und der Stadtgrenze zu Oberhausen. Die Mülheimer Innenstadt liegt, entgegen einem ersten Entwurf, nicht in der Zone. Der hatte Anfang des Jahres noch zu Protest bei den Gewerbetreibenden gesorgt. Sie bemängelten, dass Mülheims Geschäfte den Kürzeren zögen, weil das Rhein-Ruhr-Zentrum auch für Fahrzeuge ohne Umweltplakette zu erreichen sei. Die Schilder „Umweltzone” sind in Mülheim allerdings noch nicht aufgestellt – weil sie nicht schnell genug produziert werden können.

Die gesamte Stadt Bottrop südlich der A 2, mit Ausnahme eines Teils des Stadtteils Fuhlenbrock, darf nicht mehr ohne Plakette befahren werden. Im Süden ist die A 42 die Grenze, im Westen die Güterbahn, im Osten die B 224. Zwischen 6000 und 7000 Bottroper Fahrzeuge müssen draußen bleiben, weil sie die vorgegebene Norm nicht erfüllen. 127 Schilder weisen aus, wo man ohne Plakette 40 Euro und einen Punkt riskiert.

Auch in Duisburg wird die Umweltzone Realität. Sie reicht im rechtsrheinischen Stadtgebiet von Walsum im Norden bis Huckingen im Süden und umfasst vor allem große Teile der Stadtbezirke Hamborn, Meiderich und Mitte. Die Stadtverwaltung rechnet mit rund 15 000 Fahrzeugen in Duisburg, die vom Fahrverbot betroffen sind. Sechs bis acht Wochen wird es dauern, bis alle Schilder montiert sind. Die Kosten werden mit 80 000 Euro angegeben.

In Dortmund gibt es einen Umweltzonen-Sonderfall: die Brackeler Straße. Das Problemkind in der Hitliste der staubigsten Straßen Deutschlands ist mit der landesweit strengsten Regelung bedacht. Auch Fahrzeuge, die „nur” die rote Plakette erhalten haben, dürfen sie nicht mehr befahren. Ansonsten umfasst die Umweltzone weite Teile der Innenstadt. 20 000 Euro soll die Beschilderung kosten.

Oberhausens Umweltzone misst 23,8 Quadratkilometer. Das sind 31 Prozent des Stadtgebietes. Sie umfasst die Bereiche Alt-Oberhausen, Buschhausen und Sterkrade Mitte. Laut Stadtverwaltung, fahren in Oberhausen 3000 bis 4000 ältere Diesel, die keine Plakette bekommen. 350 bis 370 Schilder wurden aufgestellt.

Aus den WAZ-Lokalredaktionen

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Kommentare
29.09.2008
14:25
Neue Schilder braucht das Land
von ess | #1

...es ist so dermaßen lächerlich.

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