Merkel hilft Rüttgers
25.10.2009 | 17:32 Uhr 2009-10-25T17:32:00+0100
Essen. Nach den Wahlen ist vor den Wahlen. Von Berlin nach Düsseldorf: Was bedeutet der Start der neuen Bundesregierung für die Landesregierung in NRW? Der Ministerpräsident kann durchaus zufrieden mit dem Ergebnis sein.
Für Jürgen Rüttgers ist die Sache glimpflich verlaufen. Schwarz-Gelb in Berlin rollt Schwarz-Gelb in Düsseldorf keine Felsbrocken in den Weg. Dass dies geschehen könnte, war Rüttgers' größte Sorge. Nun bleiben soziale Grausamkeiten, jedenfalls solche, die sich skandalisieren ließen, im Wesentlichen aus, im Gegenteil: Ein (geringer) Teil der Hartz-Vier-Empfänger und Familien zählen zu den Gewinnern der Veranstaltung in der Bundeshauptstadt.
Rheinländer und Niederrheiner in der Spitze
Auch beim Personal hätte es für den NRW-Regierungschef schlimmer kommen können. Nachdem Nordrhein-Westfalen bei der letzten Regierungsbildung leer ausgegangen ist, können nun vor allem Rheinländer und Niederrheiner zeigen, was sie können. Ronald Pofalla aus Kleve als wichtigster Regierungsmanager, das heißt aber auch: Von nun an wird man ihn in der Öffentlichkeit kaum noch sehen, (leider) auch seine Familie und die Kinder nicht. Kanzleramtsminister sind immer im Dienst.
Spannend wird die Berufung des Meckenheimers Norbert Röttgen zum Umweltminister. Zum ersten Mal in der bundesrepublikanischen Geschichte übernimmt ein Neoliberaler das Umweltressort, das sich in den 25 Jahren seines Bestehens vor allem über staatliche Regulierungen definierte. Wie wird Röttgen Globalisierung und Klimaschutz unter eine Haube bringen?
Der Miterfinder der Pizza-Connection
Typisch Angela Merkel ist die Nominierung des Neussers Hermann Gröhe zum Generalsekretär. Ein Mann der leisen Töne, einhundertprozentig loyal, evangelisch wie Merkel selbst, und: Miterfinder der schwarz-grünen Pizza-Connection, was damals in Bonn quasi revolutionär war, als die Union noch als konservativ galt. Von Guido Westerwelles Berufung zum Außenminister wird Rüttgers' Koalitionspartner FDP profitieren wollen: Westerwelle kommt aus Bonn. Wobei für alle gilt: Nur der Erfolg sorgt für Erfolg.
Schließlich muss Rüttgers keinen Minister nach Berlin abgeben. Weder den schwarzgrünen Integrationsminister Laschet noch den schwarzroten Arbeitsminister Laumann. Und letztendlich wird Rüttgers zu nutzen wissen, dass Schwarz-Gelb in Berlin holpriger und uninspirierter an den Start geht, als es in Düsseldorf bislang unterm Strich Regierungspraxis ist.
17:18
Wo sind die Gewerkschaften? Kopfpauschale. Abkehr von den Beitragsparitäten. Belastung der Schwachen. Welche Lobby haben Rentner, die die Vergangenheit bewältigt haben? Wo sind die Gewerkschaften? Sind sie nur müde geworden oder stecken sie mit den Machern unter einer Decke? Durch Deutschland muss ein anderer Wind wehen. Die Schere arm/reich muss sich mehr schließen. Warum geht das Gewerkschaftsvolk nicht auf die Straßen?
17:02
@von Gelsenkirchen: weil das freie, unabhängige Wahlen waren. Wenn hier so viele Millionäre und Zahnärzte leben und diese Parteien der Bessserverdiener wählen, ist das nur gerecht. Damals hatten auch viele Hitler gewählt.Gewerkschaften können das nicht nachträglich korrigieren, höchstens Stimmung machen.
14:20
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10:14
Jeder Sportler muss während seiner Ausbildung auch Verlieren lernen. Genau das vermisse ich z.B. beim Fussball: Schwalbe, Kopfstoss, Ellenbogen:.. packte Gustavo den Ellenbogen aus und traf Bruggink an der Brust ..
und so funktioniert es auch an allen Pateifronten. Es ist noch kein Ball gespielt und schon wissen es alle besser und die, die es offensichtlich nicht wissen, beschränken sich auf die Beschimpfung und Beleidigung des politischen Gegeners.
Wo kommt das in dieser massiven Primitivität eigentlich her? Bei einem Fussballer geht es ja sehr schnell um Millionen, für jeden Boxkampf werden seifenoperähnliche Kulissen bei wichtigen Fernsehsendern aufgeboten, und wenn Tennis ein körperbetonteres Spiel wäre, ja dann wäre der Boris bestimmt nicht nur in die Besenkammer gegangen, usw. usw. usw.,
..bestimmt auch deswegen, weil die Presse, so auch die WAZ, für jeden noch so primitiven Kommentar die Plattform zur Verfügung stellt und schlimm ist es auch, dass der Kommentar noch mit Pseudo-Unterschriften versehen werden kann, so verlangt der schmutzige Kommentar nicht einmal eine Unterschrift, halleluja
09:42
An # 8 Nur mal so:
Das bestätigen selbst die meisten der Genossen. Den Clement haben Sie noch vergessen.
00:25
Der größte Sozialabbau wurde von Schröder und Fischer vorgenommen; also von der SPD und den Grünen!
22:30
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20:56
RÜTTGERS
wir wissen, wo dein
CLUB - haus steht!!!
20:17
Ich würde mir wünschen, dass die Gewerkschaften mal aktiv werden,
und gegen diesen Sozialabbau tätig werden, ich war immer dafür solidarisch
zu sein, obwohl ich bis jetzt nicht Nutznießer war, warum gehen wir, Gewerkschaft
und deren Mitglieder nicht auf die Straße???
20:03
Ach, ich bin ja sowas von erleichtert, dass Rüttgers
keinen seiner Minister abgeben muss.
Das wäre das sichere Ende von NRW gewesen
wenn wir auch nur auf einen dieser Politiker von
Weltrang verzichten müssten.
Schon der Gedanke, dass z.B. Herr Laumann die
politische Weltbühne betritt erfüllt mich einerseits
mit großem Stolz, andererseits mit Sorge. Dieser Mann ist wie alle seine Kollegen unersetzlich.
Vielen heißen Dank Frau Merkel, dass Sie uns
unsere Creme a la Creme gelassen haben.