Mehdorn entschuldigt sich
06.02.2009 | 20:26 Uhr 2009-02-06T20:26:00+0100
Berlin. Bahnchef Hartmut Mehdorn hat nun doch bei den gut 200 000 Beschäftigten des Unternehmens Abbitte für die Datenaffäre geleistet. „Er entschuldigt sich dafür bei seinen Mitarbeitern”, teilte der Vorstand am Freitag nach einem Treffen mit Betriebsräten mit.
Die Konzernspitze räumte auch ein, dass im Haus nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist. „Der Vorstand bedauert, dass es in der Vergangenheit bei den Mitarbeiterüberprüfungen zu Verstößen gekommen ist”, heißt es. Diese würden geahndet.
2009 sollten keine Daten mehr zur Kontrolle der Arbeitnehmer genutzt oder übermittelt werden. Die Gewerkschaften Transnet und GDBA sind mit der Erklärung noch nicht zufrieden. „Sie ist ein erster Schritt”, so deren Spitzenvertreter. Die Bahn müsse alles tun, um Klarheit über die erhobenen Daten und deren Verwendung zu schaffen.
Unterdessen brennt in gleicher Angelegenheit an anderer Stelle schon wieder die Luft. Der Aufsichtsratschef Werner Müller hat das Kontrollgremium zum 18. Februar zu einer Sondersitzung eingeladen. Dies sei der früheste mögliche Zeitpunkt, an dem eine große Mehrzahl der 20 Aufsichtsräte Zeit hätten, sagte ein Sprecher Müllers. Das Bundesverkehrsministerium und die Gewerkschaften pochen dagegen auf eine rasche Zusammenkunft am kommenden Dienstag.
Nun will Transnet mit Hilfe des Aktienrechts ein kurzfristiges Treffen durchsetzen. Die Sitzung gilt als enorm wichtig für die Zukunft Mehdorns. Kann der Vorstand die Datenaffäre nicht zur Genüge klären, droht ihm der Rauswurf.

01:50
Ich dachte Orwells 1984 wäre nur Fiktion. Ich habe mich getäuscht. Was ist in 20 Jahren , wenn die Technik weitere,grauenhaftere Erkenntnisse über jeden einzelnen von uns erziehlt die nicht demokratisch begründet und gesetzmässig abgesichert sind ?
17:37
Mehdorn hat sich nicht entschuldigt, sondern der Vorstand hat sich entschuldigt.
Mehdorn versteckt sich hinter dem Vorstand
10:55
tschuldigung! Und damit ist es getan? das kann doch wohl nicht wahr sein. Mehdorn muss weg!
22:48
Der Mehdorn hat sicher gedacht er würde beim Oberspitzel Schäufle auf Verständnis treffen.;-)